Schlagwort-Archive: Cyberkriminalität

Untersuchung von Trend Micro zeigt kriminellen Missbrauch von Twitter

Trend Micro stellt eine neue Studie vor, die zeigt, wie Cyberkriminelle Twitter missbrauchen. Ihre Aktivitäten reichen von Tech-Support-Betrug über Command-and-Control-Kommunikation (C&C) bis hin zur Exfiltration von Daten. Gleichzeitig ergab die Untersuchung aber auch, dass das soziale Netzwerk von Cybersicherheitsexperten auch für positive Zwecke genutzt werden kann.

Forscher von Trend Micro analysierten eine grosse Menge an Twitter-Daten, um Beziehungen zwischen verschiedenen Akteuren und Anomalien zu erkennen. Daraus konnten sie wertvolle Erkenntnisse gewinnen.

„Soziale Medien sind ein fester Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Unsere neueste Forschung zeigt, wie sie einerseits von der Security-Community positiv genutzt, andererseits aber auch von Kriminellen missbraucht werden“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Unser Bericht zeigt Unternehmen, wie der Missbrauch von Social Media ihre Marke beschädigen kann und klärt Verbraucher auf, wie sich Betrüger als vertrauenswürdige Quelle ausgeben. Wir hoffen, dass wir Unternehmen und Verbraucher damit vor zukünftigem Schaden bewahren können.“

Fake-Support-Accounts

Die Forscher fanden heraus, dass sich Kriminelle mittels gefälschter Accounts als Support-Abteilungen von Technik-Herstellern ausgeben. Nutzer werden dazu aufgefordert, Telefonnummern anzurufen, um mit dem vermeintlichen Helpdesk des Unternehmens zu sprechen. Dort werden die Anrufer dazu gebracht, ihre Kreditkartendaten preiszugeben oder bösartigen Content auf ihrem Computer zu installieren. 

Die Kriminellen greifen dabei häufig auf eine Multi-Channel-Strategie zurück, bei der sie neben Twitter auch YouTube, Facebook, Telegram und andere Kanäle nutzen, um mittels SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) das Suchmaschinen-Ranking ihrer gefälschten Support-Websites zu erhöhen.

Während Cyberkriminelle Twitter mit bösen Absichten nutzen, können Bedrohungsforscher das soziale Netzwerk auch zu positiven Zwecken verwenden. Vor allem können sie sich durch Twitter-Monitoring frühzeitig über die Veröffentlichung von Schwachstellen informieren, um Patches priorisiert einzuspielen. Zudem kann durch das Scannen auf Indicators of Compromise (IoC), Regeln zur Bedrohungserkennung und andere Kontext-Informationen die Qualität von Bedrohungsinformationen verbessert werden.   

Empfehlungen

Trend Micro empfiehlt, dass Nutzer die Echtheit von angeblichen Unternehmens-Accounts überprüfen, indem sie von der Firmen-Website auf den Twitter-Kanal gehen, anstatt direkt auf Twitter danach zu suchen. Auch Sicherheitsverantwortliche sollten auf Twitter gefundene Informationen stets validieren, bevor sie diese nutzen.

Weitere Informationen

Den vollständigen Forschungsbericht finden Sie unter: https://www.trendmicro.com/vinfo/us/security/news/cybercrime-and-digital-threats/hunting-threats-on-twitter

Kryptowährungs-Malware wird im Untergrund angeboten

Originalbeitrag von Fernando Mercês, Senior Threat Researcher

Kryptowährungen geraten immer wieder in den Schlagzeilen, und manche Regierungen arbeiten an der Regulierung der daran beteiligten Transaktionen. Andere wiederum möchten die damit verbundenen Mining-Aktivitäten insgesamt stoppen. Cyberkriminelle sind sehr rege am Kryptowährungs-Mining beteiligt. Ihre Tätigkeiten reichen vom Missbrauch der Graphics Processing Units (GPUs) der Verbraucher-Geräte bis zu dem der Mobilgeräte. Mittlerweile gibt es auch im cyberkriminellen Untergrund so viele Kryptowährungs-Malware-Angebote, dass es auch Kriminellen schwer fallen muss zu entscheiden, welches das Beste ist. Kryptomalware hat ein klares Ziel, und zwar aus Kryptowährungstransaktionen Profit zu schlagen. Dies lässt sich über zwei verschiedene Methoden erreichen: Diebstahl von Kryptowährung und wiederholtes Mining auf den Geräten der Opfer (ohne dass diese es mitbekommen), auch Cryptojacking genannt.

Weiterlesen

Was Cyberkriminelle 2017 vorhaben

Bildschirmfoto 2016-12-12 um 08.01.52

Die schlechten Vorsätze fürs neue Jahr. Weiterentwicklung von Erpresser-Software – „Business Email Compromise“ als neuer Favorit der Angreifer – IoT und IIoT rücken in den Fokus. Eine kurze Zusammenfassung der Voraussagen für 2017.

Nachdem 2016 als das Jahr der Online-Erpressung in die Geschichte eingehen wird, wird sich Ransomware im kommenden Jahr in mehrere Richtungen weiterentwickeln. Zu den neuen Varianten zählt „Business Email Compromise“, das es auf geschäftliche E-Mails wichtiger Unternehmensmitarbeiter abgesehen hat und sich bereits als neuer Favorit des digitalen Untergrunds erweist, sowie „Business Process Compromise“, also das Kapern oder Verändern ganzer Geschäftsprozesse. Auch „harmlose“ smarte Geräte, die in massiven DDoS-Angriffen eine Rolle spielen werden, befinden sich unter den Zielen der Cyberkriminellen. Diese werden zusätzlich zum „Internet der Dinge“ (IoT) auch das „Industrielle Internet der Dinge“ (IIoT) ins Visier nehmen. Und schliesslich wirft die für Mitte 2018 anstehende EU-Datenschutz-Grundverordnung ihre nun deutlicher werdenden Schatten voraus. Eine vollständige Übersicht der Themen, die das Jahr 2017 aus Security-Sicht beherrschen werden, findet sich in den Sicherheitsvorhersagen für das Jahr 2017.

 

Achtung bei Pokémon Go – Werbe App schlägt Kapital

Originalbeitrag von: Shawn Xing und Ecular Xu (Mobile Threat Response Engineers)

Das mobile, ortungsbasierende Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go erobert die Welt im Sturm. Unter lautem Trommeln am 6. Juli im Markt eingeführt, hat die App bereits mehr Nutzer auf Android-Geräten gefunden als die entsprechende Facebook-App. Apple hat sogar vermeldet, dass es keine andere App gibt, die in der ersten Woche nach ihrem Erscheinen häufiger heruntergeladen wurde. So verwundert es wenig, dass Betrüger und Cyberkriminelle diese hohe Popularität schnell zu Geld machen wollen. So haben sie bösartige Versionen des Spiels und diesbezügliche Hilfe-Apps kreiert, die Bildschirme sperren und Scareware sowie Adware, ja sogar einen Remote-Access-Trojaner auf die Geräte laden.
Weiterlesen

Endpoint-Lösungen können Unternehmen vor Ransomware schützen

Originalartikel von Marvin Cruz, Ryuji Fortuna und Joselito Dela Cruz / blog.trendmicro.de

Allein für dieses Jahr prognostiziert das FBI einen Gesamtschaden von einer Milliarde $ durch Ransomware. Und das Geschäft boomt. Kleine und mittlere Unternehmen haben meist nur begrenzte Ressourcen für starke Sicherheitslösungen zur Verfügung. Trotz mehrschichtiger Sicherheit könnten die Unternehmensnetzwerke gefährdet sein, wenn die Bedrohung aus bekannten und vertrauenswürdigen Quellen kommt, etwa Partner, Drittanbieter, Kontakte oder auch den Mitarbeitern selbst. Angesichts dieser Aussichten könnten Endpunktlösungen mit gutem Verhaltensmonitoring und Anwendungskontrolle die letzte Verteidigungslinie gegen Ransomware darstellen.

Weiterlesen