Schlagwort-Archive: Cyberkriminelle

Tesla wird Partner für Hacking-Wettbewerb Pwn2Own 2019

Der diesjährige Hacking-Wettbewerb Pwn2Own wird vom 20. bis 22. März in Vancouver stattfinden und wird von der Zero Day Initiative (ZDI) von Trend Micro organisiert. Die Veranstaltung umfasst in diesem Jahr erstmals eine Automotive-Kategorie.

Die Liste der zu hackenden Geräte wurde in diesem Jahr um ein Tesla Model 3 erweitert. Damit setzt der diesjährige Pwn2Own-Wettbewerb den verstärkten Fokus auf IoT-Geräte (Internet of Things/Internet der Dinge) fort, der bereits den Ende 2018 durchgeführten Pwn2Own Tokyo ausgezeichnet hat. Dort standen erstmals Consumer-IoT-Geräte auf der Liste der anzugreifenden Geräte. Tesla führte als erster Automobilhersteller bereits 2012 Over-the-Air-Updates durch und lieferte seitdem hunderte solcher Updates aus. Die Teilnahme des Unternehmens an dem Wettbewerb stellt einen weiteren Schritt hin zur Ära der vernetzten Geräte dar.

„Seit 2007 ist Pwn2Own zu einem branchenweit führenden Wettbewerb geworden, der die Schwachstellenforschung bei den heute wichtigsten Plattformen fördert“, sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. „Über die Jahre haben wir immer wieder neue Kategorien und Ziele hinzugefügt, um den Fokus der Forscher auf solche Bereiche zu lenken, die für Unternehmen und Verbraucher wichtiger werden. In diesem Jahr arbeiten wir mit einigen der wichtigsten Unternehmen der Technologie-Branche zusammen, um dieses Engagement weiter auszubauen und relevante Schwachstellenforschung zu ermöglichen.“

Anzugreifende Geräte

Die Partnerschaften erweitern die Liste der Ziele des Wettbewerbs um neue Plattformen. Dazu zählen unter anderem Virtualisierungsplattformen, Unternehmensanwendungen und Web-Browser. Die vollständige Liste der anzugreifenden Geräte umfasst die Kategorien Automotive, Virtualisierung, Browser sowie Unternehmensanwendungen und serverseitige Funktionen. Einzelheiten dazu finden Sie hier.

Fazit

Mit der diesjährigen Ausweitung des Pwn2Own kommt Trend Micro dem Ziel näher, durch Partnerschaften mit den wichtigsten Anbietern in diesen Bereichen die vernetzte Welt sicherer zu machen. Das Unternehmen hat dazu vor Kurzem mehrere Initiativen verkündet, unter anderem ein Joint Venture mit Moxa, sowie ein Programm, mit dem IoT-Hersteller die Sicherheit ihrer Geräte während des Entwicklungsprozesses verbessern können.

Wasser- und Energiewirtschaft im Visier des cyberkriminellen Untergrunds

Bei der Erforschung von angreifbaren kritischen Infrastrukturen in der Wasser- und Energiewirtschaft fanden die Experten von Trend Micro eine Reihe von exponierten Industrial Control Systems (ICS) sowie Human Machine Interfaces (HMIs). Sie analysierten auch das Risiko für diese Systeme, vor allem angesichts des aktiven Interesses der verschiedenen cyberkriminellen Gruppen im Untergrund daran. Beweis dafür, wie real die Gefahr ist, war der Angriff auf das ukrainische Stromnetz 2015. Es gibt verschiedene Einträge in den Untergrundforen, die sich mit dem Thema befassen – je nach Motivation des Verfassers.

Zum Teil stammen die Beiträge zu ICS/SCADA in der Infrastruktur für Wasser- und Energiewirtschaft von Personen, die mehr Informationen zu Proofs of Concept (POCs), Schwachstellen und Exploits haben wollen – ein gefährliches Wissen in den falschen Händen. Interessanterweise gibt es aber auch Interessenten an kostenlosem SCADA-Wissen, die diesen Weg den Kosten professioneller Schulungen vorziehen. Andere wiederum geben die Gründe für ihr Interesse nicht preis. Weitere Konversationen in den Foren sind aktionsbezogener und kreisen um Ideen für mögliche Gewinne aus ICS/SCADA-Systemen. Auch werden Posts zu Bug Bounty-Programmen von Unternehmen neu gepostet.

Schon die Tatsache, dass diese Gespräche im Untergrund stattfinden, zeigt, dass für Unternehmen bei der Verbesserung der Sicherheit Eile geboten ist. Angesichts der Tatsache, dass die Recherche exponierte Systeme in kleinen und mittleren Unternehmen gefunden hatte, sollte auch ein Hinweis darauf sein, dass Unternehmen jeglicher Größe in allen Bereichen Ziel von Angriffen werden können.

Weitere Einsichten zu exponierten CI HMIs sowie eine detaillierte Darstellung der Bedrohungsakteure liefert das Whitepaper „Exposed and Vulnerable Critical Infrastructure: Water and Energy Industries“.

IDC MarketScape für weltweite E-Mail Security führt Trend Micro als „Leader“

Originalbeitrag von Wendy Moore

Das Marktforschungsinstitut IDC hat Trend Micro im „IDC MarketScape: Worldwide Email Security 2016 Vendor Assessment“ (Dezember 2016).als „Leader“ eingestuft.

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Was Cyberkriminelle 2017 vorhaben

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Die schlechten Vorsätze fürs neue Jahr. Weiterentwicklung von Erpresser-Software – „Business Email Compromise“ als neuer Favorit der Angreifer – IoT und IIoT rücken in den Fokus. Eine kurze Zusammenfassung der Voraussagen für 2017.

Nachdem 2016 als das Jahr der Online-Erpressung in die Geschichte eingehen wird, wird sich Ransomware im kommenden Jahr in mehrere Richtungen weiterentwickeln. Zu den neuen Varianten zählt „Business Email Compromise“, das es auf geschäftliche E-Mails wichtiger Unternehmensmitarbeiter abgesehen hat und sich bereits als neuer Favorit des digitalen Untergrunds erweist, sowie „Business Process Compromise“, also das Kapern oder Verändern ganzer Geschäftsprozesse. Auch „harmlose“ smarte Geräte, die in massiven DDoS-Angriffen eine Rolle spielen werden, befinden sich unter den Zielen der Cyberkriminellen. Diese werden zusätzlich zum „Internet der Dinge“ (IoT) auch das „Industrielle Internet der Dinge“ (IIoT) ins Visier nehmen. Und schliesslich wirft die für Mitte 2018 anstehende EU-Datenschutz-Grundverordnung ihre nun deutlicher werdenden Schatten voraus. Eine vollständige Übersicht der Themen, die das Jahr 2017 aus Security-Sicht beherrschen werden, findet sich in den Sicherheitsvorhersagen für das Jahr 2017.

 

INTERPOL nimmt mutmasslichen Cyberkriminellen fest

Originalbeitrag von Senior Threat Researchers bei Trend Micro

Dank der Zusammenarbeit zwischen Trend Micro-Forschern, INTERPOL und der nigerianischen Economic and Financial Crime Commission (EFCC) ist im Kampf gegen Business-Email-Compromise (BEC)-Betrügereien ein Schlag gelungen. So wurde ein vierzigjähriger nigerianischer Staatsbürger mit Namen „Mike“ verhaftet, der im Verdacht steht, der Mastermind hinter verschiedenen Online-Betrügereien wie BEC, 419 und Liebes-Scams zu sein.
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Endpoint-Lösungen können Unternehmen vor Ransomware schützen

Originalartikel von Marvin Cruz, Ryuji Fortuna und Joselito Dela Cruz / blog.trendmicro.de

Allein für dieses Jahr prognostiziert das FBI einen Gesamtschaden von einer Milliarde $ durch Ransomware. Und das Geschäft boomt. Kleine und mittlere Unternehmen haben meist nur begrenzte Ressourcen für starke Sicherheitslösungen zur Verfügung. Trotz mehrschichtiger Sicherheit könnten die Unternehmensnetzwerke gefährdet sein, wenn die Bedrohung aus bekannten und vertrauenswürdigen Quellen kommt, etwa Partner, Drittanbieter, Kontakte oder auch den Mitarbeitern selbst. Angesichts dieser Aussichten könnten Endpunktlösungen mit gutem Verhaltensmonitoring und Anwendungskontrolle die letzte Verteidigungslinie gegen Ransomware darstellen.

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Stampado nur ein fieser Marketingtrick?

 Ist die neue Erpressersoftware Stampado nur ein fieser Marketingtrick?

Ein Kommentar von Sicherheitsexperte Richard Werner, Business Consultant beim japanischen IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro, zur Erpressersoftware Stampado

Hallbergmoos, 15. Juli 2016. Zurzeit schreckt die Nachricht den Markt auf, es sei eine „unentdeckbare“ Ransomware im Umlauf und diese koste nur 39 US-Dollar. Sogar ein YouTube-Video existiert, auf dem die Hintermänner die Funktionsweise der Erpressersoftware erklären. Merkwürdig ist jedoch: Bislang fehlt jeglicher Beweis, dass es diesen Schädling überhaupt gibt. Daher stellt sich die Frage: Was ist los im Crypto-Ransomware-Untergrund? Zuerst taucht mit Ranscam eine Variante auf, die Dateien nicht verschlüsselt, sondern löscht, und jetzt „werben“ Cyberkriminelle für einen Schädling, der wahrscheinlich gar nicht existiert? Stehen wir am Beginn einer Welle mit gefälschter Anti-Ransomware, die vermeintlich vor Erpressersoftware schützt?

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EM: Die Gewinner stehen schon fest

Beitrag von Raimund Genes, Chief Technology Officer

Noch rollt der Ball in Frankreich. Doch noch bevor am 10. Juli in Paris dann die beiden (wahrscheinlich) besten Fussballmannschaften Europas im Finale aufeinandertreffen, stehen die eigentlichen Gewinner schon lange fest.

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