Schlagwort-Archive: Cybersicherheit

Studie: Cybersicherheit ist grosse Herausforderung für europäischen Finanzsektor

Der Finanzsektor in Europa steht vor grossen Herausforderungen bei der IT-Sicherheit – das ergab eine Studie von Trend Micro. Wie der IT-Sicherheitsanbieter herausfand, haben 61 Prozent der IT-Entscheider im Finanzwesen den Eindruck, dass die Cyberbedrohungen für ihr Unternehmen im vergangenen Jahr zugenommen haben. Fast die Hälfte von ihnen (45 Prozent) gaben darüber hinaus Probleme an, mit den Bedrohungen Schritt zu halten.

Für die Untersuchung wurden über 1.000 IT- und IT-Sicherheitsentscheider in Europa befragt, von denen 344 im Finanzsektor tätig sind. Ein Drittel der Befragten aus dem Finanzwesen gab an, Probleme dabei zu haben, mit ihrem Budget wirkungsvoll für Cybersicherheit zu sorgen. Das bleibt nicht ohne Folgen: 34 Prozent berichteten, dass ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz im vergangenen Jahr gesunken ist.

„Datenschutz war noch nie wichtiger. Besonders Finanzdienstleister stehen vor nicht zu unterschätzenden Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Vorgaben wie der DSGVO (EU-Datenschutzgrundverordnung) und PSD2 (Payment Services Directive 2)“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Der gesamte Sektor steht bereits unter hohem Druck. Berücksichtigt man zudem die steigende Häufigkeit von immer raffinierteren Cyberangriffen, wird deutlich, dass die Verantwortlichen viel zu tun haben.“

Schlupflöcher in Geschäftsprozessen

Eine Bedrohung, die den Befragten besonders gefährlich erscheint, ist Business Process Compromise (BPC). Dabei suchen Angreifer nach Schlupflöchern in Geschäftsprozessen, verwundbaren Systemen und angreifbaren Handlungsweisen. Wird eine Schwachstelle entdeckt, verändern die Angreifer den entsprechenden Prozess, ohne dass das betroffene Unternehmen oder seine Kunden etwas davon bemerken. Zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten aus dem Finanzwesen stufen diese Angriffe als herausragende Bedrohung für ihr Unternehmen ein. Die Hälfte (50 Prozent) von ihnen geht zudem davon aus, dass sie sich keine Lösegeldzahlungen leisten könnten, falls Daten gestohlen oder verschlüsselt würden.

Obwohl eine Mehrheit (65 Prozent) erwartet, dass ein BPC-Angriff signifikante Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb hätte, gesteht knapp über die Hälfte (51 Prozent) ein, dass es in ihrer Geschäftsführung eine mangelnde Awareness hinsichtlich dieser Angriffsmethode gibt. Dabei stehen sie vor einer Herausforderung: 41 Prozent gaben an, Schwierigkeiten dabei zu haben, die Folgen eines Angriffs gegenüber der Unternehmensleitung zu kommunizieren. Gleichzeitig ist bei einem Drittel (34 Prozent) der Finanzunternehmen das Thema Cybersicherheit nicht auf Geschäftsführerebene vertreten.

„BPC-Angriffe sind für Cyberkriminelle aufwändig, versprechen aber auch grosse Gewinne. Indem sie sich längere Zeit unerkannt in der Infrastruktur eines Unternehmens aufhalten, können sie mit der Zeit die nötigen Informationen sammeln, um grössere Geldbeträge abfliessen zu lassen. Das war beispielsweise beim Angriff auf die Bangladesh Bank im Jahr 2016 der Fall“, so Werner weiter.

„Um diesen Bedrohungen zu begegnen, sollten Finanzdienstleister die Cybersicherheit zur Chefsache machen. So können Sicherheitsverantwortliche ihre Bedeutung besser innerhalb der gesamten Organisation kommunizieren. Schliesslich muss Security für das gesamte Unternehmen zur Geisteshaltung werden – vom Vorstand über die Buchhaltung bis hin zur Personalabteilung. Nur so kann es gelingen, diese immer raffinierteren Angriffe abzuwehren.“

Über die Studie

Von Opinium durchgeführte Studie im Auftrag von Trend Micro. Befragt wurden 1.022 IT- und Sicherheitsentscheider in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Italien, Schweden, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Belgien und der Tschechischen Republik.

Interne Kommunikation stellt grösste Herausforderung für Cybersicherheit dar

Trend Micro hat weltweit IT- und Sicherheitsentscheider zum Thema Cyberseicherheit und interne Kommunikation befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele der Befragten das Gefühl haben, in ihrer Funktion zu wenig Unterstützung zu bekommen. 57 Prozent gaben an, dass die interne Kommunikation von Bedrohungen die grösste Herausforderung für sie darstellt. 33 Prozent von ihnen fühlen sich sogar innerhalb des Unternehmens isoliert.

Wie die Umfrage zeigt, stehen IT-Verantwortliche zunehmend unter Druck

Als Herausforderung empfinden die Befragten unter anderem die Priorisierung aufkommender Bedrohungen (47 Prozent) und das Schritthalten mit einer immer stärker diversifizierten Bedrohungslandschaft (43 Prozent). Diese Belastung schlägt sich auch in einer gesunkenen Zufriedenheit der Befragten mit ihrer Arbeitsstelle nieder: 34 Prozent gaben an, dass diese innerhalb der letzten zwölf Monate abgenommen hat.

Zwar scheint IT-Sicherheit in vielen Unternehmen inzwischen Chefsache zu sein

72 Prozent gaben an, dass das Thema entweder ständig oder bei Bedarf auf Geschäftsführungsebene behandelt wird. Dennoch ist die Kommunikation noch immer verbesserungswürdig. So ergab die Umfrage auch, dass 44 Prozent der Befragten Schwierigkeiten dabeihaben, der Unternehmensführung komplexe Sachverhalte zu vermitteln. 57 Prozent nannten die interne Kommunikation sogar als grösste Herausforderung für die Cybersicherheit in ihrem Unternehmen.

Die Studie zeigt auch, dass es oft erst eines aufsehenerregenden Cyberangriffs bedarf, um die nötige Aufmerksamkeit für IT-Sicherheit zu bekommen. 64 Prozent der Befragten erleben, dass nach Vorfällen wie WannaCry die Kommunikation für sie einfacher wird. Dies wirft die Frage auf, wie IT-Verantwortliche diese Kommunikationsbarrieren überwinden können, bevor solche Angriffe geschehen.

Über die Studie

Von Opinium durchgeführte Studie im Auftrag von Trend Micro. Befragt wurden 1.125 IT- und Sicherheitsentscheider im Vereinigten Königreich, den USA, Deutschland, Spanien, Italien, Schweden, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Belgien und der Tschechischen Republik.

Event: Cyberangriffe im Gesundheitswesen

Event am 22. Juni 2017 ab 14 Uhr in Rotkreuz

Medizinische Geräte schneiden in Sachen IT-Security oftmals schlecht ab. Erfahren Sie bei unserem Event, wo die potentiellen Gefahren liegen und wie Sie sich effektiv davor schützen können.

Der Event findet in Kooperation mit der „Information Security in Healthcare Conference 2017“ und in Zusammenarbeit mit unserem Partner recretix systems AG in Rotkreuz statt. Unser Event ist kostenlos und Sie können über uns zu Spezialkonditionen (250 CHF statt 460 CHF) auch an der ganztägigen Fachveranstaltung teilnehmen. Lassen Sie sich die Keynote von Martin Darms, einem ausgewiesenen IT-Experten des Schweizer Gesundheitswesens, nicht entgehen.

Hier geht es zur Anmeldung

Mehr Informationen zur Tagesveranstaltung