Bösartige Chrome Extensions und Domänen führen zum Datendiebstahl

Google Chrome Extensions und Communigal Communication Ltd. (Galcomm)-Domänen sind in einer Kampagne ausgenutzt worden, die darauf abzielt, Aktivitäten und Daten der Nutzer zu tracken. Awake Security hatte in den letzten drei Monaten 111 bösartige oder gefälschte Chrome Extensions gefunden, die Galcomm-Domänen als Command-&-Control (C&C)-Infrastruktur einsetzen. Es gab mindestens 32 Millionen Downloads dieser bösartigen Extensions. Die Kampagne nutzte nahezu 15.160 auf Galcomm registrierte Domänen, um Malware und Browser-gestützte Überwachungs-Tools zu hosten. Das sind nahezu 60% der bei diesem Registrar erreichbaren Domänen. Galcomm versichert, darin nicht verwickelt zu sein. Die Angriffe vermieden erfolgreich die Entdeckung durch Sandboxen, Endpoint-Sicherheitslösungen, Domain-Reputationsdienste und andere. Betroffen waren die Finanzbranche, Öl und Gas, Medien, Einzelhandel, Bildung und Behörden.

Trend Micro berichtete bereits über diese Chrome Extensions als Teil des Ökosystems dieser Kampagne. Die Sicherheitsforscher fanden auch bösartige Extensions, die Firefox-Nutzer im Visier hatten. Der Bericht hob hervor, dass einige Code von entfernten Servern laden können, sowie dass Calcomm möglicherweise einen Bezug zum Angriff habe. Awake Security veröffentlichte zudem eine ausführliche Liste mit den verwendeten App IDs. Weitere Einzelheiten beinhaltet der Originalbeitrag.

Empfehlungen

Bösartige Extensions werden immer bedrohlicher. Im Laufe der Zeit kommen weitere Verschleierungstechniken hinzu, wie die Umgehung traditioneller Sicherheitsmechanismen und das Laden von Code von entfernten Servern. Neben der Konzentration auf die Erkennung sollten Organisationen die von diesen Bedrohungen angewandten Taktiken, Techniken und Verfahren langfristig überwachen, um ein besseres Verständnis ihres Verhaltens zu erhalten und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Eintrittspunkte gegen sie verteidigt werden können.

Trend Micro XDR kann ein System schützen, indem Daten aus Emails, Enpoints, Servern, Cloud Workloads und Netzwerken gesammelt und korreliert werden. Dabei kommt KI und Sicherheitsanalysen zum Einsatz, die nicht nur eine frühe Erkennung ermöglichen, sondern auch tiefgehende Einsichten in die Quelle und das Verhalten dieser Angriffe bieten.

Trend Micro™ Managed XDR-Service liefert fachmännisches Monitoring und Analysen durch die erfahrenen Managed Detection and Response-Analysten. Die Experten können ein vollständiges Bild des Angriffs und seiner Ausbreitung im Unternehmen erstellen und so einen klaren Überblick über Ursache und Auswirkungen einer Bedrohung geben.