Archiv der Kategorie: Cloud Security

Report zeigt Cloud als eines der Hauptziele von Angriffen

Der gerade erschienene Data Breach Investigations Report“ (DBIR) von Verizon bietet seit nunmehr 12 Jahren interessante Einblicke in die aktuellen Trend in der Bedrohungslandschaft. Für den aktuellen Report wurden 32.000 „Vorfälle“ und fast 4.000 Diebstähle weltweit analysiert. Ganz allgemein fällt auf, dass 70% der Diebstähle im letzten Jahr von Tätern ausserhalb des Unternehmens begangen wurden – dies widerspricht der der weit verbreiteten Meinung, Innentäter seien die Hauptakteure. Weitere 22% wurden durch menschliche Fehler möglich. Zwei Haupttrends lassen sich aus dem Bericht herauslesen.

Zum einen steigt die Zahl der Cloud-Assets, die von Einbrüchen betroffen sind: In etwa einem Viertel (24%) dieser Vorfälle sind Bestandteile von Cloud-Systemen oder Services mit involviert. In den meisten Fällen (73%) wurde ein Email- oder Web-Anwendungsserver ins Visier genommen und bei 77% der Events nutzten die Angreifer vorher gestohlene Login-Informationen. Persönliche Daten sind immer häufiger betroffen, oder zumindest werden diese Diebstähle aufgrund gesetzlicher Bestimmungen öfter gemeldet. Bei 58% der Verstösse waren personenbezogene Daten beteiligt,  fast doppelt so viel wie letztes Jahr.

Diese große Beliebtheit von Phishing-Angriffen erklärt Verizon damit, dass Cyberkriminelle immer den schnellsten und einfachsten Weg für eine Kompromittierung wählen. Dies stimmt mit den Beobachtungen von Trend Micro überein. Der „Cloud App Security Report 2019“ zeigte einen jährlichen 35-prozentigen Anstieg der Credential Phishing-Versuche ab 2018.

86% der Übergriffe waren finanziell motiviert, wenngleich Spionage und fortgeschrittene Bedrohungen am meisten Aufsehen erregten. Der Credential-Diebstahl, Angriffe über Social Engineering (d.h. Phishing und Business Email Compromise) und Fehler verursachten die Mehrzahl der Einbrüche (67% oder mehr). Ransomware machte 27% der Malware-Vorfälle aus, und 18% der Unternehmen blockten mindestens eine Ransomware.

Auch erweitert sich die unternehmensweite Angriffsfläche, weil immer mehr Geschäftsprozesse und Daten in Cloud-Systeme migriert werden. Deshalb wird es für Unternehmen immer wichtiger, vertrauenswürdige Sicherheitspartner zu finden, die sie dabei unterstützen, den nativen Schutz zu verbessern, den Cloud Service Provider anbieten.

Zum anderen stellt der DBIR eine steigende Tendenz zu Cloud-basierten Datendiebstählen aufgrund von Fehlkonfigurationen fest. Der Bericht geht davon aus, dass 22 % der Einbrüche aufgrund von menschlichen Fehlern möglich waren, viele davon eben durch Konfigurationsprobleme. Typischerweise werden Cloud-Datenbanken oder Dateispeichersysteme infolge eines Fehlers eines Auftragnehmers oder Inhouse IT-Admins im Internet exponiert.

Auch dies ist ein Bereich, den Trend Micro bereits als Bedrohung für Unternehmen hervorgehoben hat. Tatsächlich identifiziert Trend Micro Cloud One – Conformity durchschnittlich 230 Millionen Fehlkonfigurationen täglich.

Der langfristige Trend geht in Richtung einer stärkeren Migration in die Cloud, einer höheren Abhängigkeit von Web-Anwendungen für das Arbeiten an Remote-Standorten und zu mehr Komplexität, da Unternehmen in hybride Systeme von mehreren Anbietern investieren. Das bedeutet ein potenziell höheres Cyberrisiko, das CISOs meistern müssen.

Sicherheitsempfehlungen

In erster Linie sind gerade Cloud-Verantwortliche gut beraten, ein tiefes Verständnis dafür zu entwickeln, wie ihre Unternehmen die Cloud nutzen, um die passenden Sicherheitsrichtlinien und -standards zusammen mit durchsetzungsfähigen Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen zu können. Des Weiteren sind Schulungen und Awareness-Programme für Mitarbeiter wichtig. Zudem sollten Best Practices befolgt werden, so etwa die Anwendung von Multi-Faktor-Authentifizierung bei Mitarbeiterkonten, Richtlinien für den Zugang mit den geringsten Privilegien und mehr.

Sicherheitslösungen wie Cloud App Security verbessert den Built-in-Schutz in Office 365, G Suite und für Cloud Dateisharing-Dienste, weil die Lösung Malware und Phishing-Versuche blocken kann. Trend Micro Cloud One – Conformity wiederum liefert automatisierte Sicherheits- und Compliance-Prüfungen, um Fehler bei der Konfiguration zu vermeiden und Cloud Security Posture Management nach Best Practices zu ermöglichen.

Cloud-Sicherheit: Schlüsselkonzepte, Bedrohungen und Lösungen

Unternehmen sind gerade dabei, ihre digitale Transformation auf den Weg zu bringen. Dabei setzen sie auf Vielfalt der heutzutage verfügbaren Cloud-basierten Technologien. Für Chief Security Officer (CSO) und Cloud-IT-Teams kann sich die Verwaltung der Cloud-Computing-Sicherheit für eine bestimmte Installation zuweilen schwierig gestalten, und das gerade wegen der Benutzerfreundlichkeit, Flexibilität und Konfigurierbarkeit von Cloud-Diensten. Administratoren müssen ein Verständnis dafür entwickeln, wie ihre Unternehmen die Cloud nutzen, um die passenden Sicherheitsrichtlinien und -standards zusammen mit durchsetzungsfähigen Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen zu können.

Herkömmliche netzwerkbasierte Sicherheitstechnologien und -mechanismen lassen sich nicht einfach nahtlos in die Cloud migrieren. Gleichzeitig aber sind die Sicherheitsprobleme, vor denen ein Netzwerkadministrator steht, meist gleich: Wie lässt sich ein unbefugter Zugriff auf das Netzwerk verhindern und Datenverluste vermeiden? Wie kann die Verfügbarkeit sichergestellt werden? Wie lässt sich die Kommunikation verschlüsseln oder Teilnehmer in der Cloud authentifizieren? Und schliesslich wie kann das Sicherheits-Team Bedrohungen leicht erkennen und Schwachstellen in  Anwendungen aufdecken?

Geteilte Verantwortlichkeiten

Eigentlich hat Amazon die Konzepte „Sicherheit der Cloud“ versus „Sicherheit in der Cloud“ eingeführt, um die gemeinsame Verantwortung von Anbietern und Kunden für die Sicherheit und Compliance in der Cloud zu klären. Anbieter sind hauptsächlich für den Schutz der Infrastruktur verantwortlich, in der alle in der Cloud angebotenen Services ausgeführt werden. Des Weiteren bestimmt eine gestaffelte Skala je nach dem gekauften Cloud-Service die direkten Verantwortlichkeiten des Kunden.

Praktisch bestimmen die verschiedenen Cloud Service-Modelle — Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) – welche Komponenten (von der physischen Infrastruktur, die die Cloud hostet, bis zu den Daten, die in der Cloud erstellt, verarbeitet und gespeichert werden) in der Verantwortung des Betreibers und welche in der des Kunden liegen, und wer demzufolge für die Sicherheit zu sorgen hat.

In einem PaaS-Modell wie Google App Engine, Microsoft Azure PaaS oder Amazon Web Services Lambda, kaufen Entwickler die Ressourcen für das Erzeugen, Testen und Ablaufen von Software. Daher sind sie als Nutzer generell für Anwendungen und Daten verantwortlich, während der Anbieter für den Schutz der Container-Infrastruktur und des Betriebssystems sorgen muss – mit einem unterschiedlichen Mass an Verantwortung, je nach der erworbenen spezifischen Dienstleistung.

Bild 1. „Sicherheit der Cloud“ versus „Sicherheit in der Cloud“

Die Sicherheit der Cloud gehört zum Angebot des Cloud Providers. Dies wird durch vertragliche Vereinbarungen und Verpflichtungen, einschließlich Service-Level-Agreements (SLAs) zwischen dem Verkäufer und dem Kunden, sichergestellt. Leistungskennzahlen wie Betriebszeit oder Latenzzeit sowie Erwartungen hinsichtlich der Lösung eventuell auftretender Probleme, dokumentierter Sicherheitsfunktionen und unter Umständen sogar Strafen für mangelnde Leistung können in der Regel von beiden Parteien durch die Festlegung akzeptabler Standards gemanagt werden.

Die wichtigsten Herausforderungen für die Sicherheit

Unternehmen migrieren möglicherweise einige Bereiche in die Cloud, indem sie diese vollständig in der Cloud (auch bekannt als „cloud-nativ“) starten oder setzen ihre ausgereifte Cloud-basierte Sicherheitsstrategie um. Unabhängig davon, in welcher Phase sich ein Unternehmen auf seinem Weg in die Cloud befindet, sollten Cloud-Administratoren in der Lage sein, Sicherheitsoperationen durchzuführen, wie z.B. das Management von Schwachstellen, die Identifizierung wichtiger Netzwerkvorfälle, Incident Response aufzusetzen sowie Bedrohungsinformationen zu sammeln und entsprechende  Maßnahmen festzulegen – und das alles unter Einhaltung der relevanten Industriestandards.

Verwalten der Komplexität

Cloud-Implementierungen greifen nicht auf dieselbe Sicherheitsinfrastruktur zu wie On-Premises-Netzwerke. Die Heterogenität der Dienste in der Cloud macht es schwierig, kohärente Sicherheitslösungen zu finden. Cloud-Administratoren müssen jederzeit versuchen, eine hybride Umgebung zu sichern. Die Komplexität der Aufgabe ergibt sich aus der Tatsache, dass die Risiken bei Cloud Computing je nach der spezifischen Cloud-Bereitstellungsstrategie variieren. Dies wiederum hängt von den spezifischen Bedürfnissen der Cloud-Benutzer und ihrer Risikobereitschaft bzw. der Höhe des Risikos ab, welches sie zu übernehmen bereit sind. Aus diesem Grund ist Risikobewertung wichtig, und zwar nicht lediglich gemäss der veröffentlichten Best Practices oder der Einhaltung von Vorschriften entsprechend. Compliance-Richtlinien dienen jedoch als Grundlage oder Rahmen, der dazu beitragen kann, die richtigen Fragen zu den Risiken zu stellen.

Übersicht erhalten

Infolge der Möglichkeit, Cloud-Dienste einfach zu abonnieren, geht der Wechsel innerhalb der Unternehmen immer schneller, und Kaufentscheidungen liegen plötzlich nicht mehr im Zuständigkeitsbereich der IT-Abteilung. Dennoch bleibt die IT-Abteilung weiterhin für die Sicherheit von Anwendungen, die mit Hilfe der Cloud entwickelt wurden, verantwortlich. Die Herausforderung besteht darin, wie sichergestellt werden kann, dass die IT-Abteilung jede Interaktion in der Cloud einsehen und sichern kann, und der Wechsel und Entwicklung trotzdem effizient bleiben.

Sicherheitsrisiken und Bedrohungen in der Cloud

Die Trend Micro-Untersuchung der bekanntesten Sicherheitsfallen in Cloud-Implementierungen ergab, dass Fehlkonfigurationen die größte Schwäche für Cloud-Sicherheit darstellen. Das bedeutet, dass Cloud-Anwender beim Aufsetzen ihrer Cloud-Instanzen häufig wichtige Einstellungen übersehen oder diese unsicher ändern.

Bedrohungsakteure nutzen diese Fehlkonfiguration für verschiedene bösartige Aktivitäten aus – von allgemeinen bis zu sehr gezielten Angriffen auf eine bestimmte Organisation als Sprungbrett in ein anderes Netzwerk. Auch über gestohlene Login-Daten, bösartige Container und Schwachstellen in einem der Software Stacks können sich Cyberkriminelle Zutritt zu Cloud-Implementierungen verschaffen. Zu den Cloud-basierten Angriffen auf Unternehmen zählen auch folgende:

  • Cryptojacking: Bedrohungsakteure stehlen Unternehmen Cloud-Computing-Ressourcen, um nicht autorisiertes Kryptowährungs-Mining zu betreiben. Für den aufkommenden Netzwerkverkehr wird das Unternehmen zur Kasse gebeten.
  • E-Skimming: Dabei verschaffen sich Kriminelle Zugang zu den Webanwendungen eines Unternehmens, um bösartigen Code einzuschleusen, der finanzielle Informationen der Site-Besucher sammelt und damit schliesslich dem Ruf des Unternehmens schadet.
  • Nicht autorisierter Zugang: Dies führt zu Datenveränderungen, -diebstahl oder -exfiltrierung. Der Zweck dieser Aktionen kann der Diebstahl von Betriebsgeheimnissen sein oder Zugang zu Kundendatenbanken, um die dort geklauten Informationen im Untergrund zu verkaufen.

Die zu sichernden Bereiche in der Cloud

Bei der Festlegung der Anforderungen an ihre Cloud, sollten Cloud Builder bereits von Anfang an Sicherheit mit berücksichtigen. So lassen sich die Bedrohungen und Risiken vermeiden. Durch die Absicherung jedes der folgenden Bereiche, sofern relevant, können IT-Teams aktuelle und zukünftige Cloud-Implementierungen sicher steuern.

Netzwerk (Traffic Inspection, Virtual Patching)

Ein kritischer Teil des Sicherheitspuzzles, die Netzwerkverkehrs-Inspektion, kann die Verteidigungslinie gegen Zero-Day-Angriffe und Exploits für bekannte Schwachstellen bilden sowie über virtuelles Patching schützen. Eine Firewall in der Cloud unterscheidet sich nur geringfügig von einer herkömmlichen, da die Hauptherausforderung bei der Ausführung darin besteht, die Firewall so zu implementieren, dass Netzwerkverbindungen oder vorhandene Anwendungen nicht unterbrochen werden, unabhängig davon, ob es sich um eine virtuelle private Cloud oder ein Cloud-Netzwerk handelt.

Bild 2. Netzwerksicherheit in der Cloud muss den gesamten Unternehmensverkehr „sehen“ können, unabhängig von dessen Quelle.

Cloud-Instanz (Workload-Sicherheit zur Laufzeit)

Die Begriffe in der Sicherheit und die Paradigmen ändern sich, um dem Verständnis der zu schützenden Komponenten Rechnung zu tragen. In der Cloud bezeichnet das Konzept der Workload eine Einheit von Fähigkeiten oder das Arbeitsaufkommen, das in einer Cloud-Instanz ausgeführt wird. Der Schutz von Workloads vor Exploits, Malware und unbefugten Änderungen stellt eine Herausforderung dar, da sie in Server-, Cloud- oder Container-Umgebungen ausgeführt werden. Workloads werden nach Bedarf dynamisch gestartet, aber jede Instanz sollte sowohl für den Cloud-Administrator sichtbar sein als auch durch eine Sicherheitsrichtlinie geregelt werden.

Bild 3. Workloads sollten auf Bedrohungen überwacht werden, unabhängig von ihrer Art oder dem Ursprung.

DevOps (Container-Sicherheit)

Der Container hat sich in den letzten Jahren zur zentralen Software-Einheit in Cloud-Services entwickelt. Durch die Verwendung von Containern wird sichergestellt, dass Software unabhängig von der tatsächlichen Computing-Umgebung zuverlässig ablaufen kann. Deren Replikation kann kompliziert werden, wenn beispielsweise bestimmte Codes, Werkzeuge, Systembibliotheken oder sogar Softwareversionen auf eine bestimmte Art und Weise da sein müssen.

Bild 4. Container bestehen aus verschiedenen Code Stacks und Komponenten und sollten nach Malware und Schwachstellen gescannt werden.

Insbesondere für Entwickler und Operations-Teams wird die Integration der Sicherheit während der Softwareentwicklung immer wichtiger, da zunehmend Cloud-first App-Entwicklung eingesetzt wird. Das bedeutet, dass Container auf Malware, Schwachstellen (auch in Softwareabhängigkeiten), Geheimnisse oder Schlüssel und sogar auf Compliance-Verletzungen gescannt werden müssen. Je früher diese Sicherheitsüberprüfungen während des Builds stattfinden, — am besten im Continuous-Integration-and-Continuous-Deployment-Workflow (CI/CD) — desto besser.

Applikationen (Serverlos, APIs, Web Apps)

Auf einigen serverlosen oder Container-Plattformen lässt sich traditionelle Sicherheit nicht einsetzen. Dennoch müssen einfache und komplexe Anwendungen selbst genauso gut gesichert werden wie die anderen Bereiche. Für viele Unternehmen stellt die schnelle und effiziente Programmierung und Bereitstellung neuer Anwendungen einen wichtigen Treiber für ihren Weg in die Cloud dar. Aber diese Anwendungen sind auch möglicher Eintrittspunkt für Laufzeitbedrohungen wie das Einschleusen von Code, automatisierte Angriffe und Befehlsausführung aus der Ferne. Finden Angriffe statt, so müssen Cloud-Administratoren auf die Details zugreifen können.

Dateispeicher

Unternehmen betrachten die Cloud hauptsächlich oder teilweise als Möglichkeit, Storage von den On-Premise-Servern dahin auszulagern. Cloud-Speicher für Dateien oder Objekte können zur Quelle für Infektionen werden, wenn aus irgendeinem Grund eine bekannte bösartige Datei hochgeladen wurde. Deshalb sollte Scanning für jede Art von Datei, unabhängig von deren Grösse, verfügbar sein und zwar idealerweise bevor sie gespeichert wird. Nur so lässt sich das Risiko minimieren, dass andere Nutzer auf eine bösartige Datei zugreifen und sie ausführen können.

Compliance und Governance

Datenschutzregularien wie die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Industriestandards wie der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) und Gesetze wie Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) haben direkte Auswirkungen auf Unternehmen, die Daten vor allem in der Cloud verarbeiten und speichern. Cloud-Administratoren müssen die Compliance-Anforderungen mit den Vorteilen der Agilität der Cloud abgleichen. Dabei muss Sicherheitstechnologie Unternehmen die Gewissheit geben, dass ihre Installationen den besten Sicherheitspraktiken entsprechen; andernfalls können die Geldstrafen, die sich aus unbeabsichtigten Verstössen ergeben können, die Kosteneinsparungen leicht zunichtemachen.

Cloud-Sicherheitstechnologien

Bei so vielen „beweglichen“ Teilen muss ein Unternehmen, das über eine Cloud-Sicherheitsstrategie nachdenkt, darauf achten, die notwendigen Sicherheitstechnologien zu straffen, vom Schutz vor Malware und Intrusion Prevention bis hin zu Schwachstellenmanagement und Endpoint Detection and Response. Die Gesamtsicherheitslösung muss die Anzahl der Tools, Dashboards und Fenster, die als Grundlage für die IT-Analyse dienen, klein halten. Gleichzeitig muss sie in der Lage sein, die abstrakten Netzwerkgrenzen des ganzen Cloud-Betriebs des Unternehmens überzeugend zu visualisieren — unabhängig davon, ob eine Aktivität, wie z.B. die On-the-Fly-Tool-Entwicklung durch einen der Entwickler, von der IT bewilligt wurde oder nicht.

Trend MicroTM Hybrid Cloud Security kann beispielsweise DevOps-Teams dabei unterstützen, sicher zu entwickeln, schnell zu liefern und überall auszuführen. Die Lösung bietet funktionsstarke, schlanke, automatisierte Sicherheit innerhalb der DevOps Pipeline und liefert mehrere XGenTM Threat Defense-Techniken für den Schutz von physischen, virtuellen und Cloud-Workloads zur Laufzeit. Sie wird von der Cloud OneTM Platform unterstützt, die Unternehmen eine einheitliche Übersicht über die hybriden Cloud-Umgebungen liefert, sowie Sicherheit in Echtzeit durch Netzwerksicherheit, Workload-Sicherheit, Container-Sicherheit, Anwendungssicherheit, File Storage Security sowie Conformity-Dienste.

Unternehmen, die Security as Software für Workloads, Container Images sowie Datei- und Objektspeicher zur Laufzeit benötigen bietet Deep SecurityTM und Deep Security Smart Check Scans für Workloads und Container Images nach Malware und Schwachstellen während der Entwicklung-Pipeline.

Sicherheit bei Smart Manufacturing

In Zeiten von Industrie 4.0 setzen Unternehmen zunehmend auf intelligente Fertigungstechnologien (Smart Manufacturing). Dies bringt zahlreiche Vorteile mit sich, wie z.B. eine höhere Produktivität bei geringeren Kosten, aber damit gehen auch neue Angriffsvektoren einher, über die Bedrohungsakteure in intelligenten Fertigungsanlagen Fuss fassen oder sich lateral bewegen können. Im aktuellen Bericht „Attacks on Smart Manufacturing Systems: A Forward-looking Security Analysis“ analysiert das Trend Micro Forward-Looking Threat Research Team in Zusammenarbeit mit dem Politecnico di Milano (POLIMI) die Angriffsoberflächen für Industrie 4.0 sowie die Vielfalt spezifischer Angriffe auf heutige Roboter und die möglichen Folgen der Angriffe.

Smart Manufacturing beruht auf einer engen Integration zwischen IT- und Operational Technology (OT)-Systemen. Enterprise Resource Planning (ERP)-Software hat sich in Richtung Supply Chain Management (SCM) weiterentwickelt, das über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg alle Arten von Input sammelt und Endprodukte, Zahlungen und Funktionalität auf globaler Ebene liefert.

Supply Chain und Softwareentwicklung in Industrie 4.0

Jede Synergie erfüllt ein Geschäftsziel: Optimierung knapper Ressourcen über verschiedene Quellen hinweg; Minimierung der Herstellungs-, Liefer- und Lagerhaltungskosten über Regionen hinweg, Kontinuität des Betriebs durch Diversifizierung der Lieferanten oder Maximierung des Verkaufs über mehrere Lieferkanäle. Die Supply Chain beinhaltet nicht nur Rohmaterialien für die Fertigung, sondern auch Zulieferer von Komponenten, externe Mitarbeiter für nicht zum Kerngeschäft gehörende Funktionen, Open-Source-Software zur Optimierung der Entwicklungskosten und Subunternehmer für die Ausführung spezieller Konstruktions-, Montage-, Test- und Vertriebsaufgaben. Jedes Element der Supply Chain stellt eine Angriffsfläche dar.

Softwareentwicklung ist seit langem eine Teamleistung. Nicht nur die Designs müssen im gesamten Team klar sein, auch das Testen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Architekten, Designern, Entwicklern und der Produktion. Teams identifizieren Geschäftsanforderungen und stellen dann eine Lösung aus Komponenten zusammen, die aus öffentlich zugänglichen Bibliotheken stammen. Diese Bibliotheken können weitere Abhängigkeiten von Fremdcode unbekannter Herkunft enthalten. Vereinfachtes Testen hängt von der Qualität der gemeinsam genutzten Bibliotheken ab, aber gemeinsam genutzte Bibliotheksroutinen können nicht entdeckte (oder absichtlich versteckte) Fehler aufweisen, die erst in einer anfälligen Produktionsumgebung zum Vorschein kommen. Wer testet GitHub? Das Ausmass dieser Schwachstellen ist gewaltig.

Industrieroboter als Gefahr

Innerhalb des Herstellungsbetriebs legt die Verschmelzung von IT und OT zusätzliche Angriffsflächen frei. Industrieroboter liefern ein deutliches Beispiel. Diese Präzisionsmaschinen sind darauf programmiert, anspruchsvolle Aufgaben schnell und fehlerfrei auszuführen. Programmierbare Roboter können verschiedene Materialkonfigurationen ohne Unterbrechungen produzieren. Sie werden überall in der Fertigung, im Lager, in Distributionszentren, in der Landwirtschaft, im Bergbau und bald auch in Lieferfahrzeugen eingesetzt. Die Supply Chain ist automatisiert worden.

Die Protokolle, von denen Industrieroboter abhängen, gehen von der Annahme aus, dass die Umgebung isoliert ist, und ein Controller die Maschinen an einem Standort steuert. Da die Verbindung zwischen dem Controller und den gesteuerten Robotern fest verdrahtet war, war eine Identifizierung des Operators oder eine Überprüfung der Nachricht nicht erforderlich. Jedes Gerät ging davon aus, dass alle seine Verbindungen extern verifiziert wurden. Die Protokolle enthielten keine Sicherheits- oder Datenschutzkontrollen. Dann übernahm Industrie 4.0 die drahtlose Kommunikation.

Die Angriffe

Zu den möglichen Eintrittspunkten für einen Angriff auf ein Smart Manufacturing-System zählen Engineering Workstations (ein von Domänen-Usern gemeinsam genutztes System, das mit der Produktionshalle verbunden ist), kundenspezifische industrielle Internet-of-things (IIoT)-Geräte mit besserer Automatisierungsflexibilität als klassische Automatisierungshardware wie PLCs oder auch Manufacturing Execution System (MES)-Datenbanken mit kritischen Daten (die DB ist implizit für den Rest des Systems vertrauenswürdig).

Dieser Wechsel zur drahtlosen Kommunikation, der die Kosten für die Kabelverlegung in der Fabrik einsparte, öffnete die Netzwerke für alle Arten von Angriffen. Die Bedrohungsakteure fälschen Befehle, modifizieren Spezifikationen, ändern oder unterdrücken Fehleralarme, modifizieren Ausgabestatistiken und schreiben Logs neu. Die Folgen können gewaltig und doch nahezu unbemerkt sein.

Sicherheitsempfehlungen

Unternehmen müssen konkrete Schritte unternehmen, um ihre Systeme zu schützen:

  • Auf Netzwerkebene sollte Deep Packet Inspection eingesetzt werden, die die wichtigen, relevanten OT-Protokolle unterstützt, um verdächtige Payloads zu entdecken.
  • Auf den Endpunkten sollten regelmässige Integritätsüberprüfungen stattfinden, um bei jeder modifizierten Softwarekomponente Alerts zu erhalten.
  • Für IIoT-Geräte sind Code-Signaturen erforderlich. Sie sollten sich jedoch nicht nur auf die endgültige Firmware beschränken, sondern auch alle anderen Abhängigkeiten einschliessen, um sie vor Bibliotheken Dritter zu schützen, die bösartige Funktionen verbergen könnten.
  • Die Risikoanalyse für Automatisierungssoftware sollte je nach Bedarf massgeschneidert werden. In Systemen, in denen z.B. kollaborative Roboter Seite an Seite mit Menschen arbeiten, sollte die Sicherheit auf der Firmware-Ebene implementiert werden.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, dass Unternehmen sich nicht nur vor aktuellen, sondern auch vor möglichen künftigen Bedrohungen schützen, indem sie das gleiche Level für die Sicherheitsvorkehrungen wählen, wie auch bei den sicheren Coding-Praktiken und Abwehrmassnahmen für Nicht-OT-Software wie mobile Anwendungen, Webanwendungen und Cloud-Umgebungen.

Cloud One Webinare von Trend Micro

Mit Cloud One stellt Trend Micro seine Version einer zukunftsfähigen Security Plattform vor, die nicht nur die technischen Probleme seiner Kunden angeht, sondern auch konzeptionell Flexibilität und Agilität demonstriert und ermöglicht.
Um die neue Lösungsplattform detailliert zu erklären und Ihre Vorteile vorzustellen, haben wir eine Reihe von Live-Webinaren zu diversen Use Cases vorbereitet. Melden Sie sich an und erleben Sie Cloud One in Aktion!

Cloud One Workload Security – The Art of „Lift & Shift“
13.05.2020 | 14:00 Uhr – 14:30 Uhr

Die Grundlage der Workload Security Komponente im Cloud One Service Portal stellt Deep Security as a Service (DSaaS) mit seinen bewährten Modulen dar. Da Schutz- und Überwachungsmodule sowohl in lokalen Rechenzentren, als auch in der Cloud eingesetzt werden können, ergibt sich eine Vielzahl von Use Cases, die einfach adaptiert werden können.
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Cloud One für DevOps und Cloud-native Anwendungen
19.05.2020 | 14:00 Uhr – 14:30 Uhr

In diesem Webinar sprechen wir über diese Themen:
Wie Sie Sicherheitsprobleme in Ihrer DevOps-Umgebung frühzeitig erkennen
Wie Sie Schwachstellen, Malware sowie sensible Daten Ihren Docker Container-Images zeitnah aufspüren
Wie Sie ausschließlich richtlinienkonforme Container betreiben
Und wie Sie in nur zwei Minuten codebasierte Sicherheit in Anwendungen integrieren können, ohne dass zusätzliche Codeänderungen oder Regeln erforderlich sind
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Cloud One Conformity – Sicherheit und Datenschutz über mehrere Cloud-Umgebungen hinweg
26.05.2020 | 14:00 Uhr – 14:30 Uhr

Zentrales Thema vieler Betriebe ist das Konzept Hybrid Collaboration: Business Kommunikation und die Zusammenarbeit von Teams auf der ganzen Welt. Doch dieser Ansatz will gut durchdacht sein, um keine Risiken in Sachen Datenschutz und Compliance einzugehen. Im Webinar reden wir über:
– Cloud Operation best practice
– AWS Well Architected Framework
– Automatic Security & Compliance Posture Remediation
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Cloud One – Netzwerk Sicherheit
28.05.2020 | 14:00 Uhr – 14:30 Uhr

Mit der Cloud One Network Security Komponente steht Ihnen die Funktionalität, und bei Bedarf auch die Performance, der bewährten TippingPoint IPS Lösung in der Cloud zur Verfügung. Wenn Sie Netzwerkzugriffe unabhängig von Systemen und Verfahren auch in der Cloud überwachen bzw. absichern müssen, ist das Cloud One Network Security Modul die erste Wahl.
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Prinzipien für die Cloud Migration – das „Was“ bei der Sicherheit

Originalbeitrag von Jason Dablow

Analysten gehen davon aus, dass mehr als 75 Prozent der mittleren und großen Unternehmen bis 2021 eine Workload in die Cloud auslagern werden. Der Erfolg einer solchen Migration hängt von vielen Faktoren ab — nicht zuletzt von den umgesetzten Sicherheitskonzepten für diese „neue“ Welt: Nach der Verteilung der Verantwortlichkeiten für Cloud-Security stellt der Blogeintrag die prinzipiellen Bereiche dar, die zur Sicherheit gehören und bereits vor der Inbetriebnahme von Workloads abgedeckt werden müssen.

Als Grundlage für die Ausführungen dient der Grundpfeiler „Security“ des Well-Architected Framework von AWS Amazon. Hier werden die Sicherheitskonzepte für ein Cloud-Design dargestellt.

Bild. Die fünf Grundpfeiler des Well-Architected Framework von AWS

Das Sicherheits-Framework umfasst sieben Prinzipien:

  • Eine starke Identitätsgrundlage aufbauen
  • Nachvollziehbarkeit ermöglichen
  • Sicherheit in allen Schichten anwenden
  • Automatisieren von Best Practices für die Sicherheit
  • Schutz für Daten In-Transit und At-Rest
  • Personen von Daten fernhalten
  • Auf Sicherheitsvorfälle vorbereitet sein

Eine Reihe dieser Prinzipien lässt sich mit Hilfe nativer Cloud-Services umsetzen, die auch am einfachsten zu implementieren sind. Das Framework liefert aber keine Anregungen dazu, wie diese Services aufzusetzen oder zu konfigurieren sind. So mag das Framework Multifaktor-Authentifizierung als erforderlichen Schritt für die Identity und Access Management-Policy nennen, doch ist dies nicht standardmäßig aktiviert. Das Gleiche gilt für Dateiobjekt-Verschlüsselung. Sie kann eingesetzt werden, ist aber nicht unbedingt bereits aktiviert.

Hilfe bietet hier eine Trend Micro-eigene Wissensdatenbank mit Hunderten von Cloud-Regeln, die auf das Well-Architected Framework (und andere) abgestimmt sind. Zur Multifaktor-Authentifizierung etwa gibt es dort einen Artikel, der die vier „R“ beschreibt: Risiko, Reason (umfasst das Was der Regel), Rationale (umfasst das Warum) und Referenzen dazu, warum Multifaktor-Authentifizierung (MFA) eine Sicherheits-Best Practices ist. Weitere Details zu diesem Beispiel enthält der Originalbeitrag.

Ungesicherte Redis-Instanzen werden für Remote Code Execution missbraucht

Originalartikel von David Fiser und Jaromir Horejsi, Threat Researcher

Die Sicherheitsforscher von Trend Micro hatten kürzlich mehr als 8.000 ungesicherte Redis-Instanzen (weit verbreiteter Open-Source In-Memory-Schlüsselwert-Datenstrukturspeicher) entdeckt, die in verschiedenen Teilen der Welt betrieben werden, sogar welche in öffentlichen Clouds. Cyberkriminelle können diese Instanzen für Remote Code Execution (RCE) missbrauchen. Die bösartigen Dateien wandeln sie in Kryptowährungs-Mining Bots um und können auch weitere angreifbare Instanzen über ihre „wurmartigen“ Verbreitungsfunktionen infizieren.

Redis war den Entwicklern zufolge ursprünglich allein auf den Einsatz in vertrauenswürdigen Umgebungen ausgerichtet und beinhaltet seit der Version 4.0 eine Protected Mode-Konfiguration. Der Speicher soll gerade auf die neue Version Redis 6.0 upgedatet werden. Diese bringt neue Sicherheitsfähigkeiten mit, wie etwa Access-Control Lists (ACLs).

Momentan jedoch sind Redis-Instanzen ohne TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security) oder Passwortschutz anfällig für Angriffe, wobei Cyberkriminellen über 200 Befehle zur Verfügung stehen, sobald sie in die Umgebung eindringen. Gegenwärtig ist bei Redis die Authentifizierung nicht standardmäßig eingestellt. Und selbst wenn ein Passwort gesetzt ist, ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das Passwort stark genug sein sollte, um gegen Brute-Force-Angriffe resistent zu sein.

Die Sicherheitsforscher setzten mögliche Szenarien in einem Honeypot ein, um Angreifer anzulocken und überwachen zu können. Dabei geht es um den Missbrauch des config-Befehls oder der slaveof-Fähigkeit. Die Forscher konnten auch einige bemerkenswerte Malware-Samples sammeln, die in exponierten Redis-Instanzen über eine der oben genannten Methoden verbreitet wurden: einen plattformübergreifenden Shell-basierten Wurm, der Kryptowährungs-Miner installiert, oder Kinsing-Malware, die sowohl Scanning- als auch Backdoor-Fähigkeiten besitzt. Die technischen Einzelheiten dazu liefert der Originalbeitrag.

Fazit und Sicherheitsempfehlungen

Insbesondere im Umfeld der DevOps, sollten angemessene Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sein. Dass exponierte Redis-Instanzen für Kryptowährungs-Mining eingesetzt werden können, ist möglicherweise nicht die einzige Art des Missbrauchs, da die Fähigkeit, Code auszuführen, sozusagen der „heilige Gral“ eines Angreifers ist.

Entwickler können die Umgebung über folgende Best Practices besser schützen:

  • Beim Betrieb von Software auf dem Server ist sicherzustellen, dass sie nicht unter root läuft. Auch beim Einsatz von Containern müssen Nutzer Best Practices befolgen und das Prinzip der Mindestprivilegien anwenden.
  • Die Software immer auf aktuellem Stand halten und starke Passwörter wählen. Keine Verbindung zum Internet ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen.
  • Die Überprüfung von Redis Logs zeigt gerade stattfindende Angriffe.

Cloud-Sicherheitslösungen von Trend Micro

Die Trend Micro Hybrid Cloud Security bietet in einer Lösung die Breite, Tiefe und Innovation, die für den Schutz der Cloud erforderlich sind und zusätzlich die benötigte Übersicht über führende Umgebungen wie Amazon Web ServicesMicrosoft AzureGoogle Cloud und Docker. Zu der Funktionalität zählen automatisierte Installation und Inbetriebnahme, breite API-Integration sowie Sicherheitstechnologie für betriebliche Effizienz und Compliance-Anforderungen.

Die Trend Micro Cloud One SaaS-Plattform Sicherheit für die Cloud-Infrastruktur in Echtzeit – mit optimalem Schutz und Unterstützung der Compliance für Workloads, Anwendungen, Container, serverlose Dateispeichersysteme und Netzwerke sowie die Übersicht über die hybriden Cloud-Umgebungen im Unternehmen. Deep Security und Deep Security Smart Check unterstützen Unternehmen durch das Scannen von Container-Images vor und während der Laufzeit.

Cloud One schließt auch Cloud One – Conformity mit ein. Die Lösung liefert automatische Kontrollmechanismen für AWS ElasticCache (einer In-Memory Datenspeicher-Technologie für Redis). Sie stellt sicher, dass Redis nicht über den Default Port läuft und bietet auch Datenverschlüsselugn in Transit und At-Rest.

Trend Micro™ Deep Security™ und Vulnerability Protection schützt Anwender über folgende Regeln:

  • 1010231 – Redis Cron Remote Code Execution Vulnerability
  • 1009967 – Redis Unauthenticated Code Execution Vulnerability

Prinzipien für die Cloud Migration – Zuständigkeiten in der Sicherheit

Originalartikel von Jason Dablow und Mark Nunnikhoven, Vice President, Cloud Research

Analysten gehen davon aus, dass mehr als 75 Prozent der mittleren und großen Unternehmen bis 2021 eine Workload in die Cloud auslagern werden. Der Erfolg einer solchen Migration hängt von vielen Faktoren ab — nicht nur IT-Teams, Betrieb und Sicherheit sind involviert sondern auch Fach-, Finanz- und andere Abteilungen der Unternehmens. Best Practices, Fallbeispiele und Überlegungen rund um eine erfolgreiche Cloud-Migration sollen Unternehmen bei einem Cloud-Projekt helfen. Dazu gehören selbstverständlich auch die Sicherheitskonzepte für diese „neue“ Welt und damit auch die Zuteilung von Verantwortlichkeiten für Security.

Im Rahmen der Untersuchung „Untangling the Web of Cloud Security Threats“ bestätigt Trend Micro erneut, dass Fehlkonfigurationen die Hauptursache für Sicherheitsrisiken in der Cloud sind. Trotz des klaren Betriebsmodells der Cloud machen die Teams weiterhin einfache Fehler oder übersehen, die von ihnen genutzten Dienste in der Cloud richtig zu konfigurieren.

Eine der Ursachen für Fehlkonfigurationen liegt im Missverständnis darüber, wer (Provider oder Unternehmen) wofür zuständig ist. In einem solchen Szenario erwarten Sicherheitsteams, zuständig für die Cloud im Unternehmen, von ihrem Provider, dass er Kontrollmechanismen zur Verfügung stellt und Monitoring für bestimmte Aspekte durchführt, obwohl diese Bereiche eigentlich in die Verantwortung des Teams fallen.

Ein leider häufig anzutreffendes Beispiel hierfür ist, wenn Teams virtuelle Maschinen oder Instanzen in der Cloud mit einem vorkonfigurierten Bereitstellungsdienst verwenden. In diesen Fällen hat der Cloud-Anbieter die Schritte vereinfacht, die erforderlich sind, um gängige Konfigurationen in der Cloud zum Laufen zu bringen. Doch sobald die Konfiguration läuft, liegt es in der Verantwortung des Teams im Unternehmen, die Lösung zu patchen, zu härten und zu warten.

Sicherheit in der Cloud funktioniert gemäß dem Shared Responsibility Model, das festlegt, wer für eine jede operative Aufgabe in der Cloud verantwortlich ist. Dabei ist Sicherheit nur eine Teilmenge dieser Aufgaben.

Das Modell an sich ist recht einfach:

Es gibt sechs Bereiche, in denen eine tagtägliche Arbeit erforderlich ist — angefangen von der physischen Sicherheit (Gebäude, in dem die Systeme sicher untergebracht sind, bezahlt werden usw.) bis hin zur Infrastruktur, Virtualisierung, Betriebssystemen, Anwendungen und Daten.

In einer traditionellen On-Premise-Umgebung ist das Unternehmen für alle sechs Bereiche verantwortlich. Diese Arbeit wird normalerweise auf mehrere Teams aufgeteilt, aber letztendlich unterstehen sie alle einer Person innerhalb der Organisation, in der Regel dem CIO. Bei einer Migration in die Cloud, wird mindestens die Hälfte der Verantwortlichkeiten an den Cloud-Provider übergeben.

Bei Services auf Infrastrukturebene (IaaS), wie etwa die Instanzen oder virtuellen Maschinen, übernehmen Unternehmen die Verantwortung auf der Ebene des Betriebssystems. Die Konfiguration und Wartung des Betriebssystems liegt vollständig bei dem Team des Unternehmens.

Je mehr es um abstraktere oder SaaS-artige Dienste geht, desto weniger Verantwortlichkeiten tragen die Firmen selbst.  Das bedeutet, dass sie sich auf weniger Bereiche konzentrieren können, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Vertrauen und Prüfen

Natürlich sollte sich kein Sicherheitsprofi lediglich auf die Zusage des Cloud-Service Providers verlassen, ohne zu verifizieren, ob er die Verantwortung gemäß des Modells wahrnimmt. Dafür gibt es Compliance-Attestierungen, etwa PCI-DSSSOC1 oder ISO 27001. Auch kann ein Unternehmen jederzeit eine Kopie der Audit-Ergebnisse für ein bestimmtes Compliance-Framework von seinem Provider anfordern.

Eine weitere Ursache für Fehlkonfigurationen liegt in einfachen Fehlern. Die Cloud ist ein Verstärker, denn mit einem einzigen API-Call lässt sich das Äquivalent eines ganzen Rechenzentrums starten. Die Kehrseite der Medaille ist, dass kleinere Teams für eine größere Vielfalt an technischen Stacks und Diensten verantwortlich sind. Einfache Fehler, die zu unnötigen Risiken führen, sind da unvermeidlich. Hier gilt es, soweit wie möglich zu automatisieren. Dadurch werden Fehler insgesamt reduziert, und die Fehler, die dennoch vorkommen, sind konsistent und leichter zu beheben.

Cloud-Sicherheitsverantwortliche im Unternehmen

  • InfoSec – Die Abteilung muss wohl an erster Stelle genannt werden, ist sie doch für die gesamte Informationssicherheit innerhalb einer Organisation zuständig. Und da es auch im Rahmen der Cloud-Migration um den Umgang mit „Informationen“ geht, muss InfoSec involviert sein, wenn es um den Zugang zum Monitoring der mit einer Organisation verbundenen Sicherheit und Risiken geht.
  • Cloud Architekt – Diese Position ist wichtig, um nicht den Fehler zu begehen, einfach die alten Prinzipien des On-Premise-Betriebs in die Cloud zu übertragen. Eine agile Plattform, die für die Automatisierung jedes Vorgangs, einschließlich der Sicherheit, gebaut wurde, sollte im Mittelpunkt stehen.
  • IT / Cloud Ops – Dabei kann es sich um dieselben oder verschiedene Teams handeln. Wenn mehr und mehr Ressourcen in die Cloud verlagert werden, wird ein IT-Team weniger Verantwortung für die physische Infrastruktur haben, da diese nun ein Cloud-Anbieter betreibt. Sie werden selbst eine „Migration“ durchlaufen müssen, um neue Fähigkeiten für den Betrieb und die Sicherung einer hybriden Umgebung zu erlernen.

Untersuchung: Fehlkonfigurationen als größtes Risiko für den sicheren Cloud-Betrieb

Originalbeitrag von Morton Swimmer, Fyodor Yarochkin, Joey Costoya, Roel Reyes, Trend Micro Research

Bis 2021 werden über 75 Prozent der mittleren und großen Unternehmen eine Multi-Cloud- oder Hybrid-IT-Strategie einführen, so die Prognose der Marktforscher von Gartner. Mit zunehmender Verbreitung von Cloud-Plattformen aber sehen sich IT- und DevOps-Teams auch mit zusätzlichen Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Sicherung ihrer Cloud-Instanzen konfrontiert. Es gibt viele Faktoren, die zur Gefährdung von Workloads und Anwendungen führen können, einschließlich von Fehlkonfigurationen, unsachgemäßem Einsatz von Technologie, mangelnder Erfahrung im Betrieb und in der Sicherung von Cloud-Systemen oder auch nur ein bloßes Versehen seitens der Entwickler oder Cloud-Ingenieure. Außerdem sind die Komponenten von Cloud-Systemen auf vielfältige Weise miteinander verbunden, so dass potenzielle Angriffsvektoren schwer nachzuvollziehen sind.

Im Rahmen der Untersuchung „Untangling the Web of Cloud Security Threats“ fand Trend Micro Bedrohungen und Sicherheitslücken in mehreren Schlüsselbereichen des Cloud-Computings. Der Bericht bestätigt erneut, dass Fehlkonfigurationen die Hauptursache für Sicherheitsrisiken in der Cloud sind. So identifiziert die Sicherheitsplattform Trend Micro Cloud One – Conformity durchschnittlich 230 Millionen Fehlkonfigurationen pro Tag. Die Zahl verdeutlicht, wie weit verbreitet dieses Problem ist.

„World-Write“ für Amazon S3 Buckets

Amazon Web Services (AWS) hat sich zu einem der wichtigsten Anbieter für Cloud-Infrastruktur entwickelt. Dabei ist Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) wahrscheinlich das am weitesten verbreitete Produkt.

Die Untersuchung hat ergeben, dass eines der häufigsten Risiken darin besteht, dass Anwender Amazon S3 Buckets mit dem Recht „World-Write“ konfigurieren – ein Fehler, der nicht autorisierten Nutzern Schreibprivilegien für das Bucket zugesteht. Telemetriedaten aus dem Trend MicroTM Smart Protection NetworkTM zeigten auch, dass während des gesamten Jahres 2019 Angriffe auf Websites mit „World-Write“-Rechten für die Buckets erfolgten –einige mit dem Einschleusen bösartigen Codes und Datendiebstahl aus Website-Formularen.

Des Weiteren stießen die Forscher auf als bösartig eingestufte Dateien, die in Amazon S3-Buckets gehostet wurden. Viele von ihnen verwenden das alte Adressierungsschema, dem zufolge der Bucket einen generischen Amazon S3-Hostnamen verwendet, im Gegensatz zum virtuell gehosteten Schema, bei dem der Name des Buckets im Hostnamen enthalten ist. Dies stellt Sicherheitsfilter vor Probleme, denn das Blockieren des Hostnamens einer bösartigen Website mit altem Adressierungsschema führt unweigerlich dazu, dass auch andere nicht bösartige Websites blockiert werden.

Containertechnologie ist ein weiterer sehr erfolgreicher Bereich im Cloud-Computing der letzten Jahre. Software wie Docker, Kubernetes und AWS Lambda haben die Containertechnologie vorangebracht, denn sie bieten leichtgewichtige und effiziente Cloud-Bereitstellungsmöglichkeiten. Doch auch hier kommt es häufig zu Ausfällen oder Fehlern bei der Konfiguration, so dass Systeme der Gefahr von Angriffen ausgesetzt sind, die sich diese Fehlkonfigurationen zunutze machen. Einzelheiten zu den Risiken der jeweiligen Container beschreibt der Originalbeitrag.

Unsachgemäßes Credential-Management

Die Verwendung von Credentials ist einer der wichtigsten Aspekte des Cloud Computing, wenn auch oft vernachlässigt. Da sich ein Cloud-System nicht wie ein Rechenzentrum physisch absichern lässt, ist der Bedarf an starker Credential-Sicherheit noch deutlicher. Eine Herausforderung bei der Sicherung von Credentials besteht darin, dass viele Prozesse auf Daten und andere Ressourcen zugreifen müssen, die eine Authentifizierung erfordern. Dies bedeutet, dass Benutzer sowohl die Daten als auch die Credentials vor unbefugtem Zugriff schützen müssen.

Programmierer machen häufig den Fehler, ihre Zugangsinformationen unbeabsichtigt in öffentlichen Repositories wie GitHub zu publizieren. Vertrauliche Daten wie API-Schlüssel sind manchmal in Codeteilen online zu finden und können dann von einem Angreifer dazu verwendet werden, um das Account, zu dem die Credentials gehören, zu übernehmen. Er kann dann wiederum den kompromittierten Account für eine Reihe bösartiger Zwecke einsetzen, so etwa den Diebstahl von Kundendaten, die er schließlich im Untergrund verkauft.

Ein weiteres Problem ist, dass viele unerfahrene Programmierer oft irreführende Cloud-Tutorials befolgen, die die harte Kodierung von Anmeldedaten im Code selbst propagieren. Dies aber wird zu einem Risiko, sobald der Code in einem Repository veröffentlicht wird, wo er für jedermann zugänglich ist.

Empfehlungen

IT-Mitarbeiter können die Vorteile von Cloud-nativen Tools nutzen, um diese Risiken zu minimieren. Sie sollten sich laut des Berichts aber nicht ausschließlich auf diese Werkzeuge verlassen.

Trend Micro empfiehlt verschiedene Best Practices, um Cloud-Instanzen abzusichern:

  • Umsetzung des „Least-Privilege-Prinzips“: Beschränkung des Zugangs auf diejenigen, die ihn benötigen.
  • Das Modell der geteilten Verantwortung verstehen: Obwohl Cloud-Anbieter über eigene Sicherheitsmaßnahmen verfügen, sind Kunden für die Sicherung ihrer Daten selbst verantwortlich.
  • Prüfen von falsch konfigurierten und ungeschützten Systemen: Tools wie Conformity können schnell und einfach Fehlkonfigurationen in Cloud-Umgebungen erkennen.
  • Integration von Sicherheitsmaßnahmen in die DevOps-Kultur: Das Thema Sicherheit sollte von Anfang an in den DevOps-Prozess integriert werden.

Fazit

Mit zunehmender Verbreitung der Cloud-Services ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich Organisationen umfassend über die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, informiert und angemessen auf die Sicherung ihrer Cloud-Systeme vorbereitet sind. Die Bedrohungen, die Trend Micro im Rahmen dieser Untersuchung analysiert hat, decken nicht alle Risiken in der Cloud ab, aber  einige der wichtigsten. Dies ist besonders wichtig für IT- und Sicherheitspersonal, das sowohl die Struktur der Cloud als auch die zu ihrer Absicherung erforderlichen Strategien verstehen muss.

Die Kunst, das Cloud-Ökosystem zu sichern – Zeit für einen Wandel

Der unternehmensweite Netzwerk-Perimeter und all die damit einher gehenden Gewissheiten für Sicherheitsexperten sind verschwunden. An dessen Stelle ist eine dynamischere, flexible Umgebung getreten, die die digitale Transformation unterstützt sowie das innovationsbedingte Wachstum des Unternehmens vorantreiben soll. Diese neue IT-Welt dreht sich um hybride Cloud-Systeme, Microservices-Architekturen, DevOps und Infrastructure-as-Code. Dieser grundlegende Wandel im Umgang mit der IT bedingt auch große Veränderungen in der Art, wie geschäftskritische Daten und Systeme gesichert sein müssen. Gefordert ist ein neuer Ansatz für das Risikomanagement in einer Cloud-zentrischen Welt.

Eine neue Ära

Die Analysten von Gartner gehen davon aus, dass der weltweite Markt für öffentliche Cloud-Services 2020 um beeindruckende 17% auf 266 Milliarden $ steigen wird. Die Vorteile der Cloud sind mittlerweile wohlbekannt: eine Verbindung aus IT-Effizienz und Flexibilität mit Kosteneinsparungen und Skalierbarkeit. Dadurch können so unterschiedliche Organisationen wie Versorgungsunternehmen, Einzelhändler und sogar Gesundheitsdienstleister Geschäftsprozesse optimieren und die Produktivität ihrer Mitarbeiter verbessern sowie innovative kundenorientierte Dienstleistungen anbieten, um das Wachstum zu fördern.

Unternehmenssysteme bestehen heutzutage aus einem komplexen, heterogenen Mix aus physischen Altservern und mehreren hybriden Cloud-Systemen. Um diese Komplexität zu bewältigen, setzen Unternehmen auf Container und Microservices, die eine bessere Integration hybrider Clouds und eine effizientere Entwicklung neuer Anwendungen ermöglichen sollen. Die für solche Projekte verantwortlichen DevOps-Teams arbeiten auf der Grundlage einer neuen Infrastructure-as-Code, wo alles softwaredefiniert ist – von den VMs und Containern, die schnell herkömmliche Server ersetzen, bis hin zu Netzwerken und Anwendungs-Stacks.

Es nimmt also nicht Wunder, dass der Markt für digitale Transformation in den nächsten fünf Jahren um 18% wachsen soll, und 2025 dann 924 Milliarden $ beträgt.

Neue Probleme

Mit dem radikalen Wechsel in der Bereitstellung von IT gehen zwei neue Gruppen von Risiken einher. Die Cloud Provider selbst haben zwar gute Sicherheitsteams, und ihre Datencenter werden nach den höchsten Sicherheits- und Betriebsstandards geführt, doch liegt die Sicherheit nicht allein in ihrer Verantwortung. Amazon Web Services (AWS) erklärt ausdrücklich, dass das Unternehmen sich um die Infrastruktur kümmert, auf der die Services (Sicherheit für die Cloud) laufen, doch für alles, was darüber hinaus geht, ist der Kunde verantwortlich, einschließlich Gast-Betriebssysteme, Anwendungen und Kundendaten. Das wird als Sicherheit in der Cloud beschrieben — wo die Trennlinie zwischen den beiden Verantwortlichkeiten verläuft, sorgt für permanente Verwirrung.

Auch wenn Cloud Computing Unternehmen das Outsourcing vieler Ressourcen ermöglicht, Verantwortung können sie nicht ausgliedern – eine Tatsache, die auch die DSGVO-Regularien bestätigen. Tatsächlich gestaltet sich das Cloud-Ökosystem genauso komplex, wenn nicht sogar noch komplexer, als das On-Premise-Ökosystem, das es zu ersetzen beginnt, denn Unternehmen setzen ihre Umgebungen über mehrere Anbieter hinweg auf. Geschätzte 85% der Unternehmen nutzen mittlerweile mehrere Clouds, und 76% haben zwischen zwei und 15 Hybrid Clouds im Einsatz.

In manchen Fällen fügen gar die Cloud Provider selbst zusätzliche Komplexität hinzu. Alle ein bis zwei Wochen gerät ein anderes Unternehmen in die Schlagzeilen, weil es versäumt hatte, eine kritische Cloud-Datenbank zu sichern, so dass Informationen im öffentlichen Internet zugänglich wurden. Interne Teams sind schlichtweg nicht in der Lage, angesichts der unzähligen verfügbaren Optionen, die geeignete zu wählen, um solche Accounts richtig zu konfigurieren. Und die schlechte Nachricht dabei ist, dass Hacker vermehrt nach exponierten Instanzen scannen: Manche haben gestohlene Daten und nutzen sie für Erpressung, andere wiederum fügen Code zum Datenabschöpfen in exponierte JavaScript-Dateien ein.

Ein dynamisches Problem

Die neue Welt der Cloud ist unbeständig und schnelllebig – und erfordert eine Änderung in der Art und Weise, wie Sicherheitsmanager reagieren. Cloud Workloads sind von Haus aus dynamisch und verursachen beispielsweise Probleme, für die herkömmliche Sicherheitsprozesse und -werkzeuge nur unzureichend gerüstet sind. Wie lässt sich der Überblick über diese sich schnell verändernden Workloads behalten? Heute handelt es sich vielleicht um einen einfachen Webserver, der nicht viel Schutz benötigt, aber morgen könnte er Teil einer stark regulierten E-Commerce-Umgebung sein. Die Anpassung der Sicherheitshaltung an solche Veränderungen stellt eine große Herausforderung dar.

Die Infrastructure-as-Code-Revolution bringt andere Probleme mit sich. Das Schöne an Containern und Microservices etwa ist, dass sie einfach zu erstellen und zu warten sind, sowie dass sie von DevOps-Teams entwickelt und getestet werden können, so dass sie schnell an Marktanforderungen angepasst werden. Doch die gemeinsame Nutzung von Bibliotheken von Drittanbietern setzt Unternehmen dem Risiko fehlerhaften Codes aus, und Cyberkriminelle sind dafür bekannt, versteckte Schadsoftware in diese Repositories einzufügen.

Zeit für einen Wandel

Für Unternehmen bedeutet all dies, dass die Nutzung der Cloud Hand in Hand mit Cybersicherheit gehen muss. Trend Micro stellte in einer kürzlich durchgeführten Forschungsarbeit fest, dass einem Drittel der befragten Unternehmen Sicherheitsteams beim Start von DevOps-Projekten leider nicht involviert waren, wobei 72% der IT-Leiter die Ansicht vertraten, dass diese Tatsache zu Cyberrisiken für das Unternehmen führt. Werden die oben genannten Probleme nicht angegangen, könnte dies zu hohen Datenverlusten, Service-Ausfällen und allen damit verbundenen Risiken für finanzielle und rufschädigende Auswirkungen führen.

Als guter Ausgangspunkt für eine Änderung der Situation empfiehlt es sich, dass Verantwortliche das Modell der geteilten Verantwortung verstehen und in den Cloud-Verträgen vollständig zu klären, welche Teile der Cloud-Umgebung das Unternehmen selbst sichern muss. Als Nächstes sollten sich die Sicherheitsmanager Tools für das Cloud Security Posture Management (CSPM) ansehen, um einen entscheidenden Einblick in ihre bestehende Infrastruktur zu erhalten und um herauszufinden, wo wichtige Fehlkonfigurationen vorhanden sind. Auch sollten sie in Betracht ziehen, die Leistungsfähigkeit der Infrastructure-as-Code für die Sicherheit zu nutzen, mit API-gesteuerten Diensten, die Kontrollmechanismen nahtlos in die DevOps-Pipelines einbetten, um Bedrohungen vor und während der Laufzeit zu erkennen.

Es gibt kein Zurück zu den Gewissheiten von früher. CISOs müssen sich daher das Neue zu eigen machen und einen Weg finden, das Cyberrisiko zu minimieren, ohne Innovation und Geschäftswachstum zu beeinträchtigen.

Sicherheit für die Cloud-vernetzte Welt im Jahr 2020

Originalbeitrag von Ross Baker

Für CISOs war 2019 ein hartes Jahr. Die letzten zwölf Monate fuhren einen neuen Rekord ein bei Datenschutzverletzungen, Cloud-Fehlkonfigurationen und Sicherheitsbedrohungen auf DevOps-Ebene. Angriffe durch Ransomware, dateilose Malware und auch die Bedrohungen durch Business Email Compromise (BEC) nahmen weiterhin zu. Allein Trend Micro blockte in der ersten Hälfte 2019 mehr als 26,8 Mrd. einzigartige Bedrohungen. Die Situation wird sich in diesem Jahr nicht verbessern, und die Verantwortlichen für Cybersicherheit müssen sicherstellen, dass sie mit vertrauenswürdigen Partnern zusammenarbeiten – Anbietern mit einer klaren Zukunftsvision. Während des letzten Jahres hat eine überzeugende Mischung aus Produktinnovation, Übernahmen und die Anerkennung durch unabhängige Branchengremien Trend Micro als einen solchen Partner qualifiziert.

Risiken durch digitale Medien

Wenn es heute um digitale Transformation geht, so heißt das zumeist Cloud-Computing-Systeme. Die Investitionen in Plattformen wie AWS, Azure und andere haben den Unternehmen enorme Vorteile gebracht, denn sie unterstützen Organisationen dabei, skalierbarer, effizienter und agiler zu werden. Cloud-Plattformen geben Entwicklern die Flexibilität, die sie benötigen, um DevOps und Infrastructure-as-Code (IaC)-Initiativen voranzutreiben, um innovative Kundenerlebnisse zu bieten, und die Plattformen mit wenigen Klicks an die Marktanforderungen anzupassen.

Die Kehrseite davon bedeutet aber, dass diese IT-Transformation die Organisationen einer Reihe neuer Risiken ausgesetzt hat. Bei so vielen potenziell lukrativen Kundeninformationen, die in Cloud-Datenbanken liegen, sind sie zu einem Hauptziel für Hacker geworden. Trend Micro prognostiziert für 2020 eine Flut von Angriffen gegen Cloud-Anbieter über das Einschleusen von Code. Des Weiteren werden Schwachstellen in Container- und Microservices-Architekturen auftauchen, viele davon durch die Wiederverwendung von quelloffenen Komponenten. Fast 9 Prozent der 2018 weltweit heruntergeladenen Komponenten enthielten einen Fehler. Recherchen ergaben, dass 30 Prozent davon kritisch waren.

Die Komplexität von Multi- und hybriden Cloud-Systemen erhöht den Druck auf IT-Admins. Wenn so viel auf dem Spiel steht, ist es unvermeidlich, dass dies zu menschlichen Fehlern führt. Fehlkonfigurationen sind im Jahr 2019 zu einer der Hauptnachrichten geworden. Die Untersuchungen von Trend Micro im vergangenen Jahr ergaben auch, dass über die Hälfte der DevOps Teams in globalen Organisationen nicht über die geeigneten Werkzeuge verfügen, um ihre Arbeit richtig machen zu können.

Sicherheit einfach gestalten

Trend Micro will die Kunden bei ihrem Weg durch diese instabile Landschaft zur Seite stehen. Nur ein paar Beispiele dessen, was der japanische Anbieter zum Schutz der Kunden unternimmt:

Cloud Conformity: Die Übernahme dieses führenden Anbieters von Managementlösungen für Cloud-Sicherheit bietet globalen Anwendern dringend benötigte Fähigkeiten für die permanente Überprüfung. Am auffälligsten ist die Fähigkeit von Cloud Conformity, komplexe Cloud-Umgebungen zu durchleuchten und aufzuzeigen, wo Fehlkonfigurationen existieren und einfache Schritte zur Abhilfe zu ergreifen.

SnykTrend Micro arbeitet mit diesem entwicklerorientierten Open-Source-Sicherheitsanbieter zusammen mit dem Ziel, die Risiken von DevOps zu verringern, die sich aus gemeinsam genutztem Code ergeben. Trend Micro Container-Image-Scans zeigen Schwachstellen und Malware in der Software-Build-Pipeline auf, und virtuelles Patching schützt gegen deren Ausnutzung zur Laufzeit. Mit Snyk Applications Security Management können Entwickler diese Fehler in ihrem Code schnell und einfach beheben.

CloudOne: Trend Micro kombiniert alle Cloud-Sicherheitsfähigkeiten in einer schlanken Plattform, und deckt damit CSPM, Anwendungssicherheit, Container-, Workload-, Cloud-Netzwerk- und Dateispeicher-Sicherheit ab. Die Plattform stellt eine automatisierte, flexible, einheitliche Lösung dar, die die Komplexität von modernen hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen vereinfacht.

Anerkennung durch Analysten: Kürzlich hat etwa IDC Trend Micro im neuesten „Worldwide Software Defined Compute Workload Security Market Shares, 2018“ als „dominanten Leader“ aufgeführt. Trend Micro hält mehr als zwei Fünftel der Marktanteile im SDC Workload-Sicherheitsmarkt, nahezu dreimal so viele wie der nächste Mitbewerber.