Archiv der Kategorie: Maleware

Report zeigt Cloud als eines der Hauptziele von Angriffen

Der gerade erschienene Data Breach Investigations Report“ (DBIR) von Verizon bietet seit nunmehr 12 Jahren interessante Einblicke in die aktuellen Trend in der Bedrohungslandschaft. Für den aktuellen Report wurden 32.000 „Vorfälle“ und fast 4.000 Diebstähle weltweit analysiert. Ganz allgemein fällt auf, dass 70% der Diebstähle im letzten Jahr von Tätern ausserhalb des Unternehmens begangen wurden – dies widerspricht der der weit verbreiteten Meinung, Innentäter seien die Hauptakteure. Weitere 22% wurden durch menschliche Fehler möglich. Zwei Haupttrends lassen sich aus dem Bericht herauslesen.

Zum einen steigt die Zahl der Cloud-Assets, die von Einbrüchen betroffen sind: In etwa einem Viertel (24%) dieser Vorfälle sind Bestandteile von Cloud-Systemen oder Services mit involviert. In den meisten Fällen (73%) wurde ein Email- oder Web-Anwendungsserver ins Visier genommen und bei 77% der Events nutzten die Angreifer vorher gestohlene Login-Informationen. Persönliche Daten sind immer häufiger betroffen, oder zumindest werden diese Diebstähle aufgrund gesetzlicher Bestimmungen öfter gemeldet. Bei 58% der Verstösse waren personenbezogene Daten beteiligt,  fast doppelt so viel wie letztes Jahr.

Diese große Beliebtheit von Phishing-Angriffen erklärt Verizon damit, dass Cyberkriminelle immer den schnellsten und einfachsten Weg für eine Kompromittierung wählen. Dies stimmt mit den Beobachtungen von Trend Micro überein. Der „Cloud App Security Report 2019“ zeigte einen jährlichen 35-prozentigen Anstieg der Credential Phishing-Versuche ab 2018.

86% der Übergriffe waren finanziell motiviert, wenngleich Spionage und fortgeschrittene Bedrohungen am meisten Aufsehen erregten. Der Credential-Diebstahl, Angriffe über Social Engineering (d.h. Phishing und Business Email Compromise) und Fehler verursachten die Mehrzahl der Einbrüche (67% oder mehr). Ransomware machte 27% der Malware-Vorfälle aus, und 18% der Unternehmen blockten mindestens eine Ransomware.

Auch erweitert sich die unternehmensweite Angriffsfläche, weil immer mehr Geschäftsprozesse und Daten in Cloud-Systeme migriert werden. Deshalb wird es für Unternehmen immer wichtiger, vertrauenswürdige Sicherheitspartner zu finden, die sie dabei unterstützen, den nativen Schutz zu verbessern, den Cloud Service Provider anbieten.

Zum anderen stellt der DBIR eine steigende Tendenz zu Cloud-basierten Datendiebstählen aufgrund von Fehlkonfigurationen fest. Der Bericht geht davon aus, dass 22 % der Einbrüche aufgrund von menschlichen Fehlern möglich waren, viele davon eben durch Konfigurationsprobleme. Typischerweise werden Cloud-Datenbanken oder Dateispeichersysteme infolge eines Fehlers eines Auftragnehmers oder Inhouse IT-Admins im Internet exponiert.

Auch dies ist ein Bereich, den Trend Micro bereits als Bedrohung für Unternehmen hervorgehoben hat. Tatsächlich identifiziert Trend Micro Cloud One – Conformity durchschnittlich 230 Millionen Fehlkonfigurationen täglich.

Der langfristige Trend geht in Richtung einer stärkeren Migration in die Cloud, einer höheren Abhängigkeit von Web-Anwendungen für das Arbeiten an Remote-Standorten und zu mehr Komplexität, da Unternehmen in hybride Systeme von mehreren Anbietern investieren. Das bedeutet ein potenziell höheres Cyberrisiko, das CISOs meistern müssen.

Sicherheitsempfehlungen

In erster Linie sind gerade Cloud-Verantwortliche gut beraten, ein tiefes Verständnis dafür zu entwickeln, wie ihre Unternehmen die Cloud nutzen, um die passenden Sicherheitsrichtlinien und -standards zusammen mit durchsetzungsfähigen Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen zu können. Des Weiteren sind Schulungen und Awareness-Programme für Mitarbeiter wichtig. Zudem sollten Best Practices befolgt werden, so etwa die Anwendung von Multi-Faktor-Authentifizierung bei Mitarbeiterkonten, Richtlinien für den Zugang mit den geringsten Privilegien und mehr.

Sicherheitslösungen wie Cloud App Security verbessert den Built-in-Schutz in Office 365, G Suite und für Cloud Dateisharing-Dienste, weil die Lösung Malware und Phishing-Versuche blocken kann. Trend Micro Cloud One – Conformity wiederum liefert automatisierte Sicherheits- und Compliance-Prüfungen, um Fehler bei der Konfiguration zu vermeiden und Cloud Security Posture Management nach Best Practices zu ermöglichen.

Dateilose Netwalker Ransomware über Reflective Loading

Bedrohungsakteure finden permanent neue Wege, um ihre Malware an Verteidigungsmechanismen vorbei zu schleusen. So fanden die Sicherheitsforscher Angriffe der Netwalker Ransomware mit Malware, die nicht kompiliert sondern mit PowerShell verfasst ist und direkt im Hauptspeicher ausgeführt wird, ohne das tatsächliche Ransomware Binary auf Platte speichern zu müssen. Damit wird diese Variante zur dateilosen Bedrohung, die in der Lage ist, sich persistent in Systemen festzusetzen und ihre Entdeckung zu vermeiden, indem sie schon vorhandene Tools missbraucht, um die Angriffe zu starten.

Diese Art der Bedrohung setzt auf eine Technik namens Reflective (deutsch auch Reflexion oder Introspektion) Dynamic-Link Library (DLL) Injection, auch als Reflective DLL Loading bekannt. Die Technik ermöglicht das Einschleusen einer DLL aus dem Hauptspeicher statt von der Platte. Damit ist die Technik unsichtbarer als die übliche DLL Injection. Nicht nur die eigentliche DLL-Datei auf der Festplatte ist nicht erforderlich, sondern auch der Windows-Loader zum Einschleusen wird nicht gebraucht. Dadurch muss die DLL nicht als geladenes Modul eines Prozesses registriert werden und die Malware kann DLL-Load-Monitoring-Tools umgehen.

Trend Micros Sicherheitsforscher stellten schon früher fest, dass Cyberkriminelle diese Technik für die Installation der ColdLock-Ransomware einsetzten. Nun verwendete die gleiche Angriffsmethode die dateilose Ransomware Netwalker. Die technischen Einzelheiten zum Angriff liefert der Originalbeitrag.

Fazit und Empfehlungen

Reflective DLL Injection erschwert die Erkennung von Ransomware-Angriffen und auch deren Untersuchung durch Sicherheitsanalysten. Als dateilose Bedrohung steigt das Risiko von Ransomware-Angriffen noch weiter, weil die Malware persistent auf den Systemen bleibt und Verteidigungsmassnahmen umgehen kann.

Der Schutz vor kombinierten Bedrohungen, die mehrere Techniken einsetzen, erfordert eine mehrschichtiges Sicherheitskonzept, das Endpunkte effizient schützt, so etwa durch Sicherheitslösungen, die Verhaltensüberwachung und verhaltensbasierte Erkennung einsetzen.

Die folgenden Empfehlungen können dazu beitragen, Ransomware-Angriffe zu verhindern:

  • Regelmässiges Backup der kritischen Daten, um die Auswirkungen eines Ransomware-Angriffs zu minimieren.
  • Aufbringen der neuesten Software-Patches der Betriebssystem- und Drittanbieter.
  • Befolgen von Email- und Website-Sicherheitsrichtlinien.
  • Warnungen an IT-Sicherheitsteam senden, wenn Mitarbeiter verdächtige Emails und Dateien finden.
  • Einführen von Anwendungs-Whitelisting auf den Endpunkten, um unbekannte oder unerwünschte Apps zu blocken.
  • Regelmässige Schulungen für Mitarbeiter zu den Gefahren des Social Engineering.

Empfehlungen zum Schutz vor dateilosen Bedrohungen:

  • Sichere Nutzung von PowerShell mithilfe deren Logging-Fähigkeiten zur Überwachung verdächtigen Verhaltens.
  • Nutzen von PowerShell-Befehlen wie ConstrainedLanguageMode, um Systeme gegen bösartigen Code abzusichern.
  • Konfigurieren von Systemkomponenten und Deaktivieren der nicht genutzten und veralteten, um mögliche Eintrittspunkte zu blocken.
  • Keine Dateien aus unbekannten Quellen herunterladen oder ausführen.

Zudem sollten Unternehmen Sicherheitslösungen einsetzen, die Verhaltens-Monitoring bieten:

  • Trend Micro Apex One™ – setzt auf Verhaltensanalyse, die vor bösartigen Skripts, Einschleusen, Ransomware und Angriffen über den Browser oder aus der Memory schützen kann.
  • Trend Micro Worry-Free Services – Umfasst Verhaltensmonitoring, um Skript-basierte, dateilose Bedrohungen zu erkennen und Malware zu blocken, bevor sie ein System kompromittieren kann.

Sicherheit bei Smart Manufacturing

In Zeiten von Industrie 4.0 setzen Unternehmen zunehmend auf intelligente Fertigungstechnologien (Smart Manufacturing). Dies bringt zahlreiche Vorteile mit sich, wie z.B. eine höhere Produktivität bei geringeren Kosten, aber damit gehen auch neue Angriffsvektoren einher, über die Bedrohungsakteure in intelligenten Fertigungsanlagen Fuss fassen oder sich lateral bewegen können. Im aktuellen Bericht „Attacks on Smart Manufacturing Systems: A Forward-looking Security Analysis“ analysiert das Trend Micro Forward-Looking Threat Research Team in Zusammenarbeit mit dem Politecnico di Milano (POLIMI) die Angriffsoberflächen für Industrie 4.0 sowie die Vielfalt spezifischer Angriffe auf heutige Roboter und die möglichen Folgen der Angriffe.

Smart Manufacturing beruht auf einer engen Integration zwischen IT- und Operational Technology (OT)-Systemen. Enterprise Resource Planning (ERP)-Software hat sich in Richtung Supply Chain Management (SCM) weiterentwickelt, das über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg alle Arten von Input sammelt und Endprodukte, Zahlungen und Funktionalität auf globaler Ebene liefert.

Supply Chain und Softwareentwicklung in Industrie 4.0

Jede Synergie erfüllt ein Geschäftsziel: Optimierung knapper Ressourcen über verschiedene Quellen hinweg; Minimierung der Herstellungs-, Liefer- und Lagerhaltungskosten über Regionen hinweg, Kontinuität des Betriebs durch Diversifizierung der Lieferanten oder Maximierung des Verkaufs über mehrere Lieferkanäle. Die Supply Chain beinhaltet nicht nur Rohmaterialien für die Fertigung, sondern auch Zulieferer von Komponenten, externe Mitarbeiter für nicht zum Kerngeschäft gehörende Funktionen, Open-Source-Software zur Optimierung der Entwicklungskosten und Subunternehmer für die Ausführung spezieller Konstruktions-, Montage-, Test- und Vertriebsaufgaben. Jedes Element der Supply Chain stellt eine Angriffsfläche dar.

Softwareentwicklung ist seit langem eine Teamleistung. Nicht nur die Designs müssen im gesamten Team klar sein, auch das Testen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Architekten, Designern, Entwicklern und der Produktion. Teams identifizieren Geschäftsanforderungen und stellen dann eine Lösung aus Komponenten zusammen, die aus öffentlich zugänglichen Bibliotheken stammen. Diese Bibliotheken können weitere Abhängigkeiten von Fremdcode unbekannter Herkunft enthalten. Vereinfachtes Testen hängt von der Qualität der gemeinsam genutzten Bibliotheken ab, aber gemeinsam genutzte Bibliotheksroutinen können nicht entdeckte (oder absichtlich versteckte) Fehler aufweisen, die erst in einer anfälligen Produktionsumgebung zum Vorschein kommen. Wer testet GitHub? Das Ausmass dieser Schwachstellen ist gewaltig.

Industrieroboter als Gefahr

Innerhalb des Herstellungsbetriebs legt die Verschmelzung von IT und OT zusätzliche Angriffsflächen frei. Industrieroboter liefern ein deutliches Beispiel. Diese Präzisionsmaschinen sind darauf programmiert, anspruchsvolle Aufgaben schnell und fehlerfrei auszuführen. Programmierbare Roboter können verschiedene Materialkonfigurationen ohne Unterbrechungen produzieren. Sie werden überall in der Fertigung, im Lager, in Distributionszentren, in der Landwirtschaft, im Bergbau und bald auch in Lieferfahrzeugen eingesetzt. Die Supply Chain ist automatisiert worden.

Die Protokolle, von denen Industrieroboter abhängen, gehen von der Annahme aus, dass die Umgebung isoliert ist, und ein Controller die Maschinen an einem Standort steuert. Da die Verbindung zwischen dem Controller und den gesteuerten Robotern fest verdrahtet war, war eine Identifizierung des Operators oder eine Überprüfung der Nachricht nicht erforderlich. Jedes Gerät ging davon aus, dass alle seine Verbindungen extern verifiziert wurden. Die Protokolle enthielten keine Sicherheits- oder Datenschutzkontrollen. Dann übernahm Industrie 4.0 die drahtlose Kommunikation.

Die Angriffe

Zu den möglichen Eintrittspunkten für einen Angriff auf ein Smart Manufacturing-System zählen Engineering Workstations (ein von Domänen-Usern gemeinsam genutztes System, das mit der Produktionshalle verbunden ist), kundenspezifische industrielle Internet-of-things (IIoT)-Geräte mit besserer Automatisierungsflexibilität als klassische Automatisierungshardware wie PLCs oder auch Manufacturing Execution System (MES)-Datenbanken mit kritischen Daten (die DB ist implizit für den Rest des Systems vertrauenswürdig).

Dieser Wechsel zur drahtlosen Kommunikation, der die Kosten für die Kabelverlegung in der Fabrik einsparte, öffnete die Netzwerke für alle Arten von Angriffen. Die Bedrohungsakteure fälschen Befehle, modifizieren Spezifikationen, ändern oder unterdrücken Fehleralarme, modifizieren Ausgabestatistiken und schreiben Logs neu. Die Folgen können gewaltig und doch nahezu unbemerkt sein.

Sicherheitsempfehlungen

Unternehmen müssen konkrete Schritte unternehmen, um ihre Systeme zu schützen:

  • Auf Netzwerkebene sollte Deep Packet Inspection eingesetzt werden, die die wichtigen, relevanten OT-Protokolle unterstützt, um verdächtige Payloads zu entdecken.
  • Auf den Endpunkten sollten regelmässige Integritätsüberprüfungen stattfinden, um bei jeder modifizierten Softwarekomponente Alerts zu erhalten.
  • Für IIoT-Geräte sind Code-Signaturen erforderlich. Sie sollten sich jedoch nicht nur auf die endgültige Firmware beschränken, sondern auch alle anderen Abhängigkeiten einschliessen, um sie vor Bibliotheken Dritter zu schützen, die bösartige Funktionen verbergen könnten.
  • Die Risikoanalyse für Automatisierungssoftware sollte je nach Bedarf massgeschneidert werden. In Systemen, in denen z.B. kollaborative Roboter Seite an Seite mit Menschen arbeiten, sollte die Sicherheit auf der Firmware-Ebene implementiert werden.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, dass Unternehmen sich nicht nur vor aktuellen, sondern auch vor möglichen künftigen Bedrohungen schützen, indem sie das gleiche Level für die Sicherheitsvorkehrungen wählen, wie auch bei den sicheren Coding-Praktiken und Abwehrmassnahmen für Nicht-OT-Software wie mobile Anwendungen, Webanwendungen und Cloud-Umgebungen.

Wie dateilose Angriffe funktionieren und Persistenz in Systemen herstellen

Um mit den besseren Sicherheitsmassnahmen Schritt zu halten, entwickeln cyberkriminelle Akteure immer bessere Techniken, mit deren Hilfe sie der Entdeckung entgehen können. Eine der erfolgreichsten Umgehungstechniken sind dateilose Angriffe, die keine bösartige Software erfordern, um in ein System einzudringen. Anstatt sich auf ausführbare Dateien zu verlassen, missbrauchen diese Bedrohungen Tools, die sich bereits im System befinden, um die Angriffe zu initiieren.

Im Sicherheitsbericht für 2019 stellt Trend Micro fest, dass dateilose Bedrohungen immer häufiger werden. Durch die Nachverfolgung nicht dateibasierter Indikatoren und mittels Technologien wie Endpoint Detection-and-Response hat der Anbieter im vergangenen Jahr mehr als 1,4 Millionen dateilose Sicherheitsvorkommnisse blockiert. Dieser Trend war zu erwarten angesichts der Möglichkeiten der Verschleierung und Persistenz, die dateilose Bedrohungen einem Angreifer bieten.

Funktionsweise von dateilosen Angriffen

Der Begriff „dateilos“ legt nahe, dass die Bedrohung oder Technik keine Datei im Hauptspeicher einer Maschine benötigt. Dateilose Funktionalität kann an der Ausführung, am Informationsdiebstahl oder an der Persistenz beteiligt sein. Ein Angriffsablauf muss nicht zwangsläufig wirklich “ dateilos“ erfolgen, es können auch lediglich einige Teile in irgendeiner Form dateilose Techniken benötigen.

Dateilose Bedrohungen hinterlassen nach ihrer Ausführung keine Spuren, so dass es schwierig ist, sie zu erkennen und zu entfernen. Diese Techniken ermöglichen es Angreifern, auf das System zuzugreifen, um dann dort bösartige Aktivitäten auszuführen. Durch die Manipulation von Exploits, legitimen Tools, Makros und Skripts können Angreifer Systeme kompromittieren, Privilegien erhöhen oder sich lateral im Netzwerk bewegen.

Dateilose Angriffe vermeiden sehr effizient ihre Entdeckung durch herkömmliche Sicherheitssoftware, denn die sucht nach Dateien auf der Festplatte eines Rechners, um dann zu beurteilen, ob sie bösartig sind. Diese Art der Bedrohungen sind nicht sichtbar, da sie im Hauptspeicher eines Systems ausgeführt werden können, sich in der Registry befinden oder häufig in Whitelists aufgeführte Tools wie PowerShell, Windows Management Instrumentation (WMI) und PsExec missbrauchen können.

Viele dateilose Bedrohungen missbrauchen das Task-Automatisierungs- und Konfigurationsmanagement-Framework PowerShell, das in vielen Windows-Betriebssystemen integriert ist. Das Microsoft-Framework greift auf Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) zu, die wichtige System- und Anwendungsfunktionen ausführen. Für Angreifer ist es attraktiv, weil es ihnen ermöglicht, Payloads zu verteilen und bösartige Befehle dateilos auszuführen.

WMI ist eine weitere bekannte Windows-Anwendung, die zur Ausführung von Systemaufgaben für Endpunkte verwendet wird, und ist deshalb ideal geeignet für die Durchführung von Angriffen. Die Hintermänner missbrauchen WMI für die Ausführung von Code, laterale Bewegung und Persistenz; WMI-Repositorys können auch dazu verwendet werden, bösartige Skripts zu speichern, die in regelmäßigen Intervallen aufgerufen werden können. Unternehmensnetzwerke nutzen PowerShell und WMI in der Regel für die Automatisierung von Systemverwaltungsaufgaben. Angreifer machen sich diese Tools häufig zunutze, da sie zur Umgehung signaturbasierter Erkennungssysteme, zur Aufrechterhaltung der Persistenz, zur Exfiltrierung von Daten und für weitere böswillige Zwecke eingesetzt werden können.

Dateilose Angriffe sind nicht neu, doch gehören sie immer häufiger zum Arsenal vieler Angreifer. Eine Zusammenfassung zum Thema bietet die Infografik:

Schutz vor dateilosen Bedrohungen

Die Vielfalt der dateilosen Techniken ermöglicht persistente Angriffe, die die Integrität der Geschäftsinfrastruktur eines Unternehmens beeinträchtigen können. Trotz des Fehlens einer eigenständigen binären oder ausführbaren Datei können Anwender dateilose Bedrohungen verhindern.

Die Bekämpfung dateiloser Angriffe erfordert einen vielschichtigen und tiefgreifenden Schutzansatz, der nicht von traditionellen, dateibasierten Gegenmassnahmen zur Eindämmung von Bedrohungen abhängig ist.

  • Unternehmen sollten Systeme sichern, ungenutzte oder unwichtige Anwendungen deinstallieren und den Netzwerkverkehr überwachen.
  • Durch den Einsatz von Mechanismen zur Verhaltensüberwachung können ungewöhnliche Änderungen an Software und Anwendungen wie PowerShell und WMI nachverfolgt werden.
  • Benutzerdefinierte Sandbox- und Intrusion Detection und Prevention-Systeme können auch dazu beitragen, verdächtigen Datenverkehr wie C&C-Kommunikation oder Datenexfiltrierung zu verhindern.

Darüber hinaus bietet die Trend Micro XDR-Lösung Layer-übergreifende Detection and Response über Emails, Endpunkte, Server, Cloud Workloads und Netzwerke hinweg. Sie nutzt starke KI-Fähigkeiten und Sicherheits-Analytics, um eine breite Vielfalt von Bedrohungen wie dateilose Angriffe zu erkennen, zu untersuchen und darauf zu reagieren.

Trend Micro™ Apex One™ nutzt eine Vielzahl an Fähigkeiten der Bedrohungserkennung wie etwa Verhaltensanalyse, die vor bösartigen Skripts, Einschleusen, Ransomware und Memory- sowie Browser-Angriffen mit Bezug zu dateilosen Bedrohungen schützen. Apex One Endpoint Sensor bietet kontextbezogene Endpunkterecherche und Response (EDR), die Vorfälle überwacht und schnell untersucht, welche Prozesse und Events bösartige Aktivitäten anstoßen.

Trend Micro Deep Discovery beinhaltet einen Layer für Email-Inspektion, der Unternehmen schützen kann, indem er bösartige Anhänge und URLs erkennt. Deep Discovery kann Remote Skripts auch dann entdecken, wenn sie nicht auf einen physischen Endpunkt heruntergeladen werden.

Zoom Installer bringt ein RAT mit

Originalartikel von Raphael Centeno, Mc Justine De Guzman und Augusto Remillano II

Online-Kommunikationssysteme haben sich in diesen Zeiten der Pandemie als sehr nützlich erwiesen. Leider stellen das auch Cyberkriminelle fest, und die Angriffe auf die verschiedenen Messaging-Apps, einschließlich Zoom, nehmen stetig zu. Die Sicherheitsforscher von Trend Micro entdeckten im April einen Angriff, der Zoom Installer nutzt, um einen Krypto-Miner zu verbreiten. Kürzlich gab es einen ähnlichen Angriff, der jedoch eine andere Schadsoftware ablegt: RevCode WebMonitor RAT (Backdoor.Win32.REVCODE.THDBABO). Achtung: Die Installer sind zwar legitim, doch die mit Malware gebündelten Programme kommen nicht aus offiziellen Quellen der Zoom-Anwendung, wie z. B. dem Zoom-eigenen Download-Center oder aus legitimen App-Stores wie Apple App Store und Google Play Store, sondern aus bösartigen Quellen.

Viele Malware-Varianten stellen sich als legitime Anwendung dar, um ihre böswilligen Absichten zu verbergen. Zoom ist nicht die einzige Anwendung, die für diese Art von Bedrohung eingesetzt wird. In diesem speziellen Fall haben Cyberkriminelle möglicherweise die legitimen Installationsprogramme mit Zugabe von WebMonitor RAT neu verpackt und diese Installer auf bösartigen Websites veröffentlicht.

Die Kompromittierung beginnt damit, dass der Nutzer die bösartige Datei ZoomIntsaller.exe aus bösartigen Quellen herunterlädt. ZoomInstaller.exe ist die Datei, die die Kombination aus einem nicht bösartigen Zoom-Installationsprogramm und RevCode WebMonitor RAT enthält. ZoomInstaller.exe legt dann eine Kopie seiner selbst namens Zoom.exe ab und öffnet den Prozess notepad.exe, um Zoom.exe auszuführen. Technische Einzelheiten zum Angriffsablauf enthält der Originalbeitrag.

Die Schadsoftware bricht ab, wenn sie in den folgenden virtuellen Umgebungen ausgeführt wird: kernel-basierte virtuelle Maschine, Microsoft Hypervisor, Parallels Hypervisor, VirtualBox, VMware und Xen Virtual Machine Manager. Auch wenn der Schädling eine Datei ähnlich der folgenden – Malware, Sample, Sandbox – findet, bricht er die eigene Ausführung ab. Da das System eine legitime Zoom-Version (4.6) heruntergeladen hat, wird der Nutzer nicht misstrauisch, obwohl sein System zu diesem Zeitpunkt bereits kompromittiert ist.

Erste Beobachtungen des Samples zeigten ein Fareit-ähnliches Verhalten. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass es sich tatsächlich um RevCode WebMonitor RAT handelt, mit dem bestimmte Gruppen Berichten zufolge bereits Mitte 2017 in Hacking-Foren hausieren gingen. Das RAT (Remote Access Tool) erlaubt es Bedrohungsakteuren, die Kontrolle über kompromittierte Geräte zu erlangen und diese per Keylogging, Webcam-Streaming oder Screen-Captures auszuspionieren.

Empfehlungen

Videokonferenz-Apps lassen sich mit Hilfe folgender Best Practices schützen:

  • Installer nur aus offiziellen Quellen herunterladen, z.B. aus den eigenen Download-Zentren der Apps. Inoffizielle Download-Sites werden höchstwahrscheinlich von Cyberkriminellen eingerichtet, um ahnungslose Benutzer anzulocken.
  • Sichern der Videokonferenz-Apps. Dazu gehören u. a. die Vergabe von Passwörtern für Meetings, die Geheimhaltung von Meeting-Informationen, die Nutzung von Warteräumen und die Konfiguration von Host-Controls.
  • Stets die aktuelle Version der Apps verwenden. Damit werden mögliche Schwachstellen, die Angreifer ausnutzen können, geschlossen. Für Zoom ist es bald die Version 5.0.

Zusätzlich dazu ist es ratsam, eine Sicherheitslösung zu installieren, wie etwa die folgenden:

  • Trend Micro Apex One™ – bietet fortschrittliche automatisierte Detection & Response für eine wachsende Vielfalt an Bedrohungen.
  • Trend Micro XDR – setzt künstliche Intelligenz und Analytics ein für die Daten, die Trend Micro-Lösungen in Unternehmen sammeln, um eine schnellere und genauere Erkennung zu erreichen.

Auch empfiehlt sich ein mehrschichtiger Schutzansatz, um proaktiv bekannte und neue Bedrohungen an allen möglichen Eintrittspunkten zu erkennen und zu blockieren.

Gamaredon APT-Guppe setzt auf Covid-19 als Köder

Originalbeitrag von Hiroyuki Kakara and Erina Maruyama

Die Advanced Persistent Threat (APT)-Gruppe Gamaredon ist seit 2013 aktiv und war bislang generell für Angriffe auf ukrainische Regierungsinstitutionen bekannt. Doch kürzlich fanden die Sicherheitsforscher von Trend Micro Mails mit einem Anhang, der die Taktik von Gamaredon nutzte, dabei das Thema Coronavirus als Köder einsetzte, um die Opfer dazu zu verleiten, den Anhang zu öffnen. Die Kampagnen hatten europäische und andere Nutzer zum Ziel.

Bild. Infektionsablauf in der Gamaredon-Kampagne

Im Fall der von Trend Micro entdeckten Mail, startet beim Öffnen des Dokuments im Anhang der Download eines Templates für ein Dokument, das den bösartigen Makro-Code enthält, der wiederum ein VBScript (VBS) ausführt. Zudem gab es einen Mechanismus zum Entschlüsseln, Ausführen und Herunterladen einer zusätzlichen Payload vom C&C-Server. Der C&C-Server war jedoch nicht zugänglich, so dass die Forscher keine zusätzlichen Payloads erhalten konnten.

Alle Angriffe wurden über gezielte Emails durchgeführt (MITRE ATT&CK Framework ID T1193), wobei einer gar den Betreff „Coronavirus (2019-nCoV)“ hatte. Technische Einzelheiten zu den Angriffen umfasst der Originalbeitrag.

Fazit

Gamaredon ist nur eine von vielen Gruppen, die in ihren Angriffen auf COVID-19 als Köder zurückgreift. Informieren Sie sich über weitere Kampagnen, die die Pandemie missbrauchen.

Nutzer können sich vor ähnlichen APT-Angriffen mit folgenden Best Practices schützen:

  • Überprüfen des Mail-Absenders, -Betreffs sowie der Nachricht auf verdächtige Anzeichen, bevor ein Anhang geöffnet oder heruntergeladen wird. Besondere Sorgfalt ist bei Mails geboten, die nicht angefordert wurden und/oder unbekannte Absender haben.
  • Prüfen der Datei-Extension im Anhang, um sicherzugehen, dass es das gewollte Format ist.
  • Keine Makros für Office-Dateien aktivieren. Dies gilt vor allem für Emails, die das fordern.
  • Vorsicht vor gefälschten Domänen, die in E-Mails eingebettet sind. Leichte Änderungen an einer gängigen URL können ein Indikator für bösartige Inhalte sein.

Zusätzlich können Unternehmen einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz wählen:

  • Trend Micro Smart Protection Suites und Worry-Free™ Business Security kann vor ähnlichen Bedrohungen schützen, weil die Lösungen bösartige Dateien und Spam-Nachrichten erkennen und alle damit zusammenhängenden bösartigen URLs blockieren. Trend Micro Deep Discovery Email Inspector™ kann bösartige Anhänge und URLs erkennen.
  • Trend Micro Hosted Email Security ist eine wartungsfreie cloudbasierte Lösung, die permanent aktuellen Schutz bietet und Spam, Malware, Spear-Phishing und komplexe, zielgerichtete Angriffe stoppt, bevor sie das Unternehmensnetzwerk erreichen. Hosted Email Security schützt Microsoft Exchange, Microsoft Office 365, Google Apps sowie viele weitere gehostete und lokale Email-Lösungen. Email-Verschlüsselung ist in der Basisversion bereits enthalten.
  • Trend Micro XGen™ Security liefert eine generationsübergreifende Kombination aus Abwehrtechniken gegen eine Vielfalt von Bedrohungen für Datencenter, Cloud-Umgebungen, Netzwerke und Endpunkte. Die Lösung umfasst High-Fidelity Machine Learning, um Daten und Anwendungen am Gateway und den Endpunkten, ebenso wie physische, virtuelle und Cloud-Workloads zu sichern.
  • Trend MicroTMXDR unterstützt den Schutz von vernetzten Emails, Endpunkten, Servern, cloudbasierten Workloads und Netzwerken. Leistungsfähige KI und Sicherheitsanalysen von Experten korrelieren Daten aus Kundenumgebungen mit den globalen Bedrohungsinformationen von Trend Micro. Daraus entstehen weniger und präzisere Warnungen.

Zusätzliche Informationen und Hilfsangebote von Trend Micro in der Corona-Krise finden Sie hier.

Ungesicherte Redis-Instanzen werden für Remote Code Execution missbraucht

Originalartikel von David Fiser und Jaromir Horejsi, Threat Researcher

Die Sicherheitsforscher von Trend Micro hatten kürzlich mehr als 8.000 ungesicherte Redis-Instanzen (weit verbreiteter Open-Source In-Memory-Schlüsselwert-Datenstrukturspeicher) entdeckt, die in verschiedenen Teilen der Welt betrieben werden, sogar welche in öffentlichen Clouds. Cyberkriminelle können diese Instanzen für Remote Code Execution (RCE) missbrauchen. Die bösartigen Dateien wandeln sie in Kryptowährungs-Mining Bots um und können auch weitere angreifbare Instanzen über ihre „wurmartigen“ Verbreitungsfunktionen infizieren.

Redis war den Entwicklern zufolge ursprünglich allein auf den Einsatz in vertrauenswürdigen Umgebungen ausgerichtet und beinhaltet seit der Version 4.0 eine Protected Mode-Konfiguration. Der Speicher soll gerade auf die neue Version Redis 6.0 upgedatet werden. Diese bringt neue Sicherheitsfähigkeiten mit, wie etwa Access-Control Lists (ACLs).

Momentan jedoch sind Redis-Instanzen ohne TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security) oder Passwortschutz anfällig für Angriffe, wobei Cyberkriminellen über 200 Befehle zur Verfügung stehen, sobald sie in die Umgebung eindringen. Gegenwärtig ist bei Redis die Authentifizierung nicht standardmäßig eingestellt. Und selbst wenn ein Passwort gesetzt ist, ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das Passwort stark genug sein sollte, um gegen Brute-Force-Angriffe resistent zu sein.

Die Sicherheitsforscher setzten mögliche Szenarien in einem Honeypot ein, um Angreifer anzulocken und überwachen zu können. Dabei geht es um den Missbrauch des config-Befehls oder der slaveof-Fähigkeit. Die Forscher konnten auch einige bemerkenswerte Malware-Samples sammeln, die in exponierten Redis-Instanzen über eine der oben genannten Methoden verbreitet wurden: einen plattformübergreifenden Shell-basierten Wurm, der Kryptowährungs-Miner installiert, oder Kinsing-Malware, die sowohl Scanning- als auch Backdoor-Fähigkeiten besitzt. Die technischen Einzelheiten dazu liefert der Originalbeitrag.

Fazit und Sicherheitsempfehlungen

Insbesondere im Umfeld der DevOps, sollten angemessene Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sein. Dass exponierte Redis-Instanzen für Kryptowährungs-Mining eingesetzt werden können, ist möglicherweise nicht die einzige Art des Missbrauchs, da die Fähigkeit, Code auszuführen, sozusagen der „heilige Gral“ eines Angreifers ist.

Entwickler können die Umgebung über folgende Best Practices besser schützen:

  • Beim Betrieb von Software auf dem Server ist sicherzustellen, dass sie nicht unter root läuft. Auch beim Einsatz von Containern müssen Nutzer Best Practices befolgen und das Prinzip der Mindestprivilegien anwenden.
  • Die Software immer auf aktuellem Stand halten und starke Passwörter wählen. Keine Verbindung zum Internet ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen.
  • Die Überprüfung von Redis Logs zeigt gerade stattfindende Angriffe.

Cloud-Sicherheitslösungen von Trend Micro

Die Trend Micro Hybrid Cloud Security bietet in einer Lösung die Breite, Tiefe und Innovation, die für den Schutz der Cloud erforderlich sind und zusätzlich die benötigte Übersicht über führende Umgebungen wie Amazon Web ServicesMicrosoft AzureGoogle Cloud und Docker. Zu der Funktionalität zählen automatisierte Installation und Inbetriebnahme, breite API-Integration sowie Sicherheitstechnologie für betriebliche Effizienz und Compliance-Anforderungen.

Die Trend Micro Cloud One SaaS-Plattform Sicherheit für die Cloud-Infrastruktur in Echtzeit – mit optimalem Schutz und Unterstützung der Compliance für Workloads, Anwendungen, Container, serverlose Dateispeichersysteme und Netzwerke sowie die Übersicht über die hybriden Cloud-Umgebungen im Unternehmen. Deep Security und Deep Security Smart Check unterstützen Unternehmen durch das Scannen von Container-Images vor und während der Laufzeit.

Cloud One schließt auch Cloud One – Conformity mit ein. Die Lösung liefert automatische Kontrollmechanismen für AWS ElasticCache (einer In-Memory Datenspeicher-Technologie für Redis). Sie stellt sicher, dass Redis nicht über den Default Port läuft und bietet auch Datenverschlüsselugn in Transit und At-Rest.

Trend Micro™ Deep Security™ und Vulnerability Protection schützt Anwender über folgende Regeln:

  • 1010231 – Redis Cron Remote Code Execution Vulnerability
  • 1009967 – Redis Unauthenticated Code Execution Vulnerability

Aktuell: Netflix-Betrugsmasche in Zeiten des Coronavirus

Von Trend Micro

Cyberkriminelle nutzen die Coronakrise in verschiedenen bösartigen Kampagnen. Das Virus wird als Köder in Email Spam, für BEC, Malware, Ransomware und in bösartigen Domänen eingesetzt. Und je weiter die Zahl der vom Virus Betroffenen weltweit steigt, desto mehr solcher Malware-Kampagnen entdecken die Sicherheitsforscher, die ständig weltweit Samples zu solchen Corona-bezogenen Aktivitäten sammeln. Der Beitrag beschreibt Angriffskampagnen, zeigt Schutzmaßnahmen auf und wird immer wieder aktualisiert! Trend Micro Research untersuchte eine neue Betrugsmasche und Phishing-Taktik, die über den Facebook Messenger ausgeführt wird.

Es geht um Nachrichten, die ein kostenloses zweimonatiges Netflix Premium-Abo versprechen:

Bild 1. Schnappschuss der betrügerischen SMS

Eine Short URL (hxxps://bit[.]ly/34phlJE) wird über Facebook Messenger geschickt und leitet die nichtsahnenden Opfer auf zwei mögliche Seiten um.

Erstes Szenario

Ist der Nutzer bereits in sein Facebook-Konto eingeloggt, wird er einfach weiter auf eine gefälschte Netflix-Seite umgeleitet:

Bild 2. Betrügerische Netflix-Seite

Die Seite greift die Facebook-Anmeldeinfos des Opfers ab und erzeugt ein aktives Abo für eine App namens „NeTflix“ in Facebook. Die App ist lediglich ein Hinweis darauf, dass der Nutzer bereits kompromittiert ist. Klickt ein bereits abonnierter Nutzer abermals auf den bösartigen Link, so wird er auf eine zweite Seite umgeleitet (siehe zweites Szenario).

Zweites Szenario

Nutzer, die nicht in ihrem Facebook-Konto angemeldet sind, werden auf die Facebook-Anmeldeseite umgeleitet und nach Angabe ihrer Login-Infos an die betrügerische Seite aus dem ersten Szenario weiter geleitet.

Klickt der Nutzer den „Not now“-Button an, wird er zur gefälschten Netflix-Seite geleitet. Hier findet er ein gefälschtes Netflix-Angebot und eine Umfrage mit Fragen zu COVID-19 und den eigenen Sauberkeitsgepflogenheiten. Die Betrüger nutzten kostenlose, neu erstellte Domänen, die keinen Bezug zu Netflix haben.

Bild 3. Betrügerisches Netflix-Angebot

Zuletzt wird der Nutzer aufgefordert, die Umfrage mit zwanzig Freunden oder fünf Gruppen zu teilen oder diese aufzufordern, die Umfrage ebenfalls auszufüllen, bevor er fortfahren kann und das gefälschte kostenlose Netflix-Abo erhält.

Unabhängig davon, ob Benutzer am Ende der Umfrage auf ‚Senden‘ oder ‚Weiter‘ klicken, werden sie auf dieselbe Seite weitergeleitet – eine Facebook-Freigabeaufforderung. In diesem nächsten Schritt werden die Opfer erneut angehalten, bösartige Links über „Teilen“ für Facebook-Kontakte zu verbreiten. Danach soll sich der Nutzer bei Facebook anmelden. Nach der Anmeldung werden sie zu einem automatisch generierten Beitrag weitergeleitet. Wenn Sie auf „Post“ klicken, wird ein Status über den bösartigen Link auf der Facebook-Seite des Nutzers gepostet.

Trend Micro hat die folgenden URLs als bösartig erkannt und sie bereits blockiert:

  • hxxp://bit[.]ly/3ec3SsW — flixx.xyz
  • hxxp://bit[.]ly/2x0fzlU — smoothdrive.xyz
  • hxxp://bit[.]ly/39ZIS5F — flixa.xyz

Empfehlungen

Diese Art von Angriffen lassen sich vermeiden:

  • Keine Links oder geteilte Dateien aus unbekannten Quellen anklicken.
  • Prüfen, ob die geteilte Information aus einer legitimen Quelle stammt.
  • Prüfen der URLs oder Websites, die nach persönlichen Informationen fragen.
  • Keine persönlichen Informationen oder Anmeldedaten an nicht verifizierte Sites geben.

Einzelheiten zu den Bedrohungsarten sowie zu früheren bösartigen Kampagnen liefern die entsprechenden Blogeinträge. Darüber hinaus sind dies die aktuellen Zahlen zu COVID-19 bezogenen Bedrohungen im ersten Quartal 2019.

Schutz vor diesen Bedrohungen

Endpoint-Lösungen von Trend Micro wie Smart Protection Suites und Worry-Free™ Business Security können die Malware und damit zusammenhängende Domänen erkennen und blockieren. Als zusätzliche Verteidigungsschicht kann Trend Micro™ Email Security Spam und andere Email-Angriffe vereiteln. Der von der Lösung gebotene Schutz wird kontinuierlich aktualisiert, um sicherzustellen, dass das System sowohl vor alten als auch neuen Angriffen gefeit ist. Trend Micro™ InterScan™ Messaging Security liefert umfassenden Schutz, der nach innen gerichtete Bedrohungen stoppt und nach außen gehende Daten sichert. Die Lösung blockiert Spam und andere Email-Bedrohungen. Ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz ist darüber hinaus empfehlenswert, um alle Fronten zu schützen und Benutzer am Zugriff auf bösartige Domänen, die Malware liefern könnten, zu hindern.

Zusätzliche Informationen und Hilfsangebote von Trend Micro in der Corona-Krise finden Sie hier.

Aktuell: Coronavirus hat Hochkonjunktur in Untergrundforen und -märkten

Von Trend Micro

Cyberkriminelle nutzen die Coronakrise in verschiedenen bösartigen Kampagnen. Das Virus wird als Köder in Email Spam, für BEC, Malware, Ransomware und in bösartigen Domänen eingesetzt. Und je weiter die Zahl der vom Virus Betroffenen weltweit steigt, desto mehr solcher Malware-Kampagnen entdecken die Sicherheitsforscher, die ständig weltweit Samples zu solchen Corona-bezogenen Aktivitäten sammeln. Der Beitrag beschreibt Angriffskampagnen, zeigt Schutzmaßnahmen auf und wird immer wieder aktualisiert! Neben den aktuellen Kampagnen, beherrscht das Coronavirus auch die Untergrundforen.

Update 1. April

Untergrundforen und cyberkriminelle Marktplätze funktionieren auf dieselbe Weise wie legitime Handelsplätze: Die Anbieter achten auf die Weltnachrichten und Märkte und verdienen Geld, indem sie die jeweiligen Marktbedürfnisse bedienen.

Bild 1. Ein beliebtes Untergrundforum hat begrenzte Coronavirus-Preise geschaffen, bei denen man ein Toilettenpapier oder ein „Coronavirus“-Symbol kaufen kann, um es dem Benutzerprofil hinzuzufügen.

Wie immer bei Naturkatastrophen oder großen Weltereignissen missbrauchen Cyberkriminelle auch die aktuelle Coronavirus-Pandemie (COVID-19) in Untergrundforen und bieten im Zusammenhang mit COVID-19 Phishing, Exploits und Malware an. So verlangt ein Forumsnutzer 200 $ für einen privaten Build eines Coronavirus Phishing Exploits und weitere 700 $ für ein Code Signaturzertifikat.

Bild 2. Coronavirus Phishing Exploit in einem russischen Untergrundforum

Des Weiteren nutzen Cyberkriminelle die Tatsache aus, dass die Menschen in vielen Ländern zum Teil Mühe haben, sich mit dem Notwendigen zu versorgen. Toilettenpapier und Gesichtsmasken sind sehr gefragt. Das Trend Micro Forward-Looking Threat Research (FTR) Team stellte fest, dass in zahlreichen Untergrundforen inzwischen Artikel wie N95-Masken, Toilettenpapier, Ventilatoren, Thermometer und andere krisenspezifische Artikel verkauft werden. Es gibt Angebote für N95-Masken für je 5 $ und Toilettenpapierrollen für 10 $. Bei sinkenden Lagerbeständen gibt es Diskussionen in den Untergrundforen, ob jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, in Bitcoins zu investieren. Der Wert der Bitcoins ist innerhalb eines Monats von 8.914 $ (27. Februar) auf 6.620 $ (27. März) gesunken.

Bild 3. Angebot von N95-Masken in einem Forum

Einige Verkäufer verwenden „Coronavirus“ als Stichwort im Titel oder im Text ihrer Werbung, um den Verkauf zu steigern. Auch wird darüber diskutiert, wie das Virus für Social-Engineering-Betrügereien eingesetzt werden kann. Um etwa die Verifizierung bei großen Transaktionen zu umgehen, könnte der Nutzer erwähnen, dass das überwiesene Geld für ein vom Virus betroffenes Familienmitglied bestimmt war oder dass eine Ausgangssperre ihn daran hinderte, die Transaktion persönlich abzuschließen.

Bild 4. Darkweb-Marktplatz bietet „coronavirus Sale” für Marijuana an

Auch Untergrundverkäufer haben Umsatzeinbuße, weil weniger Menschen Geld ausgeben. Die Untergrundgeschäfte, die abhängig sind von Strohmännern (Money Mules) und Dropshipping, gehen ebenfalls zurück, da die Strohmänner aus Angst vor dem Virus nicht mehr mitmachen. In mehreren Foren wird auch diskutiert, wie man sich vor COVID-19 schützen kann, wie man Handdesinfektionsmittel herstellt, wie mit den Ausgangssperren in den Städten zurechtzukommen ist und andere Fragen im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Daten aus dem Trend Micro Smart Protection Network zeigen die Vielfalt der Bedrohungen, die COVID-19 zur Manipulation der Ziele einsetzen. Die Grafik hebt hervor, dass Spam der am häufigsten genutzte Vektor ist

Bild 5. Verteilung der Bedrohungen, die auf COVID-19 beruhen

Einzelheiten zu den Bedrohungsarten sowie zu früheren bösartigen Kampagnen im März liefern die entsprechenden Blogeinträge.

Schutz vor diesen Bedrohungen

Endpoint-Lösungen von Trend Micro wie Smart Protection Suites und Worry-Free™ Business Security können die Malware und damit zusammenhängende Domänen erkennen und blockieren. Als zusätzliche Verteidigungsschicht kann Trend Micro™ Email Security Spam und andere Email-Angriffe vereiteln. Der von der Lösung gebotene Schutz wird kontinuierlich aktualisiert, um sicherzustellen, dass das System sowohl vor alten als auch neuen Angriffen gefeit ist. Trend Micro™ InterScan™ Messaging Security liefert umfassenden Schutz, der nach innen gerichtete Bedrohungen stoppt und nach außen gehende Daten sichert. Die Lösung blockiert Spam und andere Email-Bedrohungen. Ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz ist darüber hinaus empfehlenswert, um alle Fronten zu schützen und Benutzer am Zugriff auf bösartige Domänen, die Malware liefern könnten, zu hindern.

Umfassend geschützt im Home Office

von Martin Rösler, Trend Micro Research

Um ihre Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen, ermöglichen immer mehr Unternehmen das Arbeiten von zu Hause aus – oder ordnen dies sogar an. Als Folge meldet sich eine Vielzahl von Mitarbeitern nun remote an Unternehmensnetzwerken und Cloud-basierten Anwendungen an, und damit vergrößert sich gerade für Unternehmen, die eine solche Regelung erstmalig einführen, auch die Angriffsoberfläche für Cyber-Attacken. Trend Micro warnte bereits in seinen Sicherheitsvorhersagen für das Jahr 2019 vor der wachsenden Gefahr durch Home-Office-Modelle. Damit der Schutz vor biologischen Gefahren nicht durch erhöhte Anfälligkeit für digitale Bedrohungen erkauft wird, sollten Unternehmen eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Checkliste für Unternehmen

  • Aufsetzen einer Zweifaktor-Authentifizierung: Viele Websites und Services implementieren Zweifaktor-Authentifizierung (2FA). Unternehmen müssen sicherstellen, dass sich die Sicherheit von Logins nicht allein auf Passwörter beschränkt, sondern beispielsweise auch mobilen Authentifizierungs-Apps oder Biometrie genutzt werden.
  • Vorkonfigurierte Home-Office-Szenarien: Organisationen müssen ihre Sicherheitsstrategie überprüfen und klare Richtlinien für das Arbeiten von zu Hause aufsetzen. Es sollte Intrusion Prevention und ein Schutz vor Datendiebstahl vorhanden sein, am besten über IT-bewilligte Laptops.
  • Regelmäßiges Backup der Daten: Das Backup sollte der 3-2-1-Regel folgen: d.h. mindestens drei Kopien der Daten in zwei unterschiedlichen Speicherformaten, wobei mindestens eine Kopie Off-Site liegen muss (etwa auf externen SSD- oder HD-Laufwerken).
  • Ausreichend VPN-Lizenzen bereitstellen: Die Zunahme mobiler Mitarbeiter erfordert auch mehr Lizenzen für VPNs sowie ausreichend Netzwerk-Bandbreite für den Zugang.
  • Nutzung von VPNs limitieren: Arbeitgeber müssen den Zugang zu VPNs regeln und periodische Neuanmeldung erforderlich machen, etwa alle 12 Stunden oder jeden Tag.

Sicherheitsteams können sich bezüglich Unternehmensrichtlinien auch über den Guide des SANS Institutes informieren.

Checkliste für Mitarbeiter

Nicht nur das Unternehmen allein trägt die Verantwortung für das sichere Arbeiten von zu Hause. Auch die Mitarbeiter müssen einige Regeln beachten:

  • Nutzen eines Unternehmens-Laptops, wenn möglich: Den eigenen persönlichen Laptop für das Home Office zu nutzen, kann gefährlich sein, weil dieser unter Umständen weniger Sicherheitsmechanismen umfasst als die Firmen-Hardware. Den Unternehmens-Laptop sollte wiederum ausschließlich der Mitarbeiter nutzen, kein anderes Familienmitglied darf darauf zugreifen können. Muss ein Mitarbeiter dennoch den eigenen, persönlichen Computer für sein Home Office einsetzen, ist das Installieren einer vom Arbeitgeber gelieferten Sicherheitslösung unabdingbar. Auch alle vom Unternehmen geforderten Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden.
  • Verwenden von VPNs, die das Unternehmen zur Verfügung stellt: Das bedeutet im Umkehrschluss das Vermeiden von kostenlosen, öffentlichen WLANs. Mobile Mitarbeiter sollten die dedizierten Unternehmens-VPN-Server für Netzwerkverbindungen von zu Hause nutzen — doch lediglich vom Arbeits-Laptop aus. Dennoch, Vorsicht vor Phishing-Angriffen, die VPN-bezogene Kontozugangsdaten stehlen wollen.
  • Netzwerke aufteilen: „Home Worker“ müssen ein Gast-Netzwerk nutzen, um den Unternehmens-Laptop oder -Desktop zu isolieren. Ist ein Router oder Switch mit Virtual Local Area Network (VLAN)-Funktionalität vorhanden, sollte dieses aktiviert werden und ein VLAN lediglich für die Office-Arbeit zugeteilt sein.
  • Backup-Lösung auch zu Hause einsetzen: Backup-Optionen mit Hardware wie USB-Laufwerke sind sehr nützlich, wenn etwas schiefläuft (Verbindungsverlust oder Server-Absturz). macOS-Nutzer können Time Machine für Backups aktivieren.
  • Vorsicht vor Online-Betrug: Kriminelle nutzen die aktuelle Situation und die Angst vor COVID-19 weidlich für ihre betrügerischen Aktivitäten Die Angriffe kommen über Email, bösartige Domänen, gefälschte Apps oder soziale Medien. Nutzer sollten auf verräterische Anzeichen von Phishing-Betrug achten: unbekannter Absender, eklatante Grammatikfehler, nicht übereinstimmende URLs und seltsam anmutende Geschichten. Keine identifizierbaren Informationen wie persönliche Daten und Bankkontoinformationen angeben! Stattdessen sollte das Unternehmen sofort benachrichtigt werden, wenn jemand solche Versuche feststellt.

Basissicherheit für das Netzwerk zu Hause

  • Sichern des Gateways: Der Router ist das Gateway zu allen mit dem Internet verbundenen Geräten im Home-Netzwerk. Angreifer sind dafür bekannt, dass sie Heimrouter mit Standard-Anmeldeinformationen kompromittieren. Wichtig! das Passwort für den Router regelmäßig ändern, da es möglicherweise vorher mit anderen Benutzern geteilt wurde. Empfohlen werden Passwörter, die nicht anfällig für „Wörterbuch“-Angriffe sind, d.h. solche mit mehr als 12 Zeichen und einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ebenso ist es wichtig, die Firmware des Routers immer auf die neueste Version zu aktualisieren. Router, die von Internetdienstanbietern (ISPs) kommen, verfügen in der Regel über automatische Aktualisierungen, doch zusätzliche Sorgfalt lässt sich über die Web-Konsole des Routers üben, die über seine IP-Adresse zugänglich ist.
  • Nutzerkonten auf dem Router auf zwei reduzieren: Ein Superuser-Konto sollte lediglich für Setup und Konfiguration (lokales Konto statt remote) dienen, und ein persönliches Konto erlaubt die Verwaltung des Routers (lokales Konto statt remote). Technisch Versierte könnten auch einen Port Scan auf der IP-Adresse des Routers durchführen, oder falls dies nicht möglich ist, die eigene IP-Adresse auf Shodan überprüfen. Viele Router erlauben auch das automatische Hinzufügen neuer Geräte, allerdings sollte diese Funktion deaktiviert und unbekannte angeschlossene Geräte aus der Router-Konfiguration entfernt werden. Als Zusatzsicherheit lässt sich auch eine Backup-Internetverbindung über einen Router in Betracht ziehen, der LTE unterstützt, für den Fall, dass die normale ISP-Leitung ausfällt. Die Tethering- oder persönliche Hotspot-Funktion des Smartphones kann ebenfalls als Verbindungssicherung dienen.
  • Fortgeschrittene Nutzer können mit einem Proxy arbeiten: Gibt es im Home Office einen Raspberry Pi- oder einen alten Linux-Rechner, so ließe sich dieser als PI-„Enklave“ nutzen, um die Geräte vor Adware oder sonstigen unerwünschten Inhalten zu schützen. Alternativ ließen sich Network-Attached Storage (NAS)-Systeme konfigurieren, um solche Inhalte fernzuhalten.
  • Software immer auf aktuellem Stand halten: Jegliche Software im Betrieb muss durch regelmäßige Updates und Patches auf dem aktuellen Stand gehalten werden, um die Gefahr einer Malware-Infizierung möglichst gering zu halten.

Weitere Empfehlungen für die Sicherheit bei virtuellen Meetings gibt Udo Schneider, Security Evangelist in „Best Practices: Virtuelle Meetings ohne unerwünschte Teilnehmer“.