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Kernmerkmale führender Cybersecurity-Partner

Originalbeitrag von Canalys

Mit Hilfe der online durchgeführten Evaluation „Cybersecurity 360“ ermittelte das Analyseunternehmen für den Technologiemarkt Canalys in Zusammenarbeit mit Trend Micro und Tech Data die acht wichtigsten Merkmale erfolgreicher Cybersecurity-Partner. Das Assessment wurde auf der Alys-Plattform von Canalys durchgeführt. Ziel war es, die Stärken und Schwächen von Sicherheitspartnern zu ermitteln und die Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren.

In einer ersten Phase der Evaluation wurden die wichtigsten gemeinsamen Merkmale der führenden Cybersicherheitspartner identifiziert. Alle Teilnehmer weisen steigende Geschäftszahlen im zweistelligen Bereich auf und übertreffen damit das Wachstum des Gesamtmarktes, das 2020 10 Prozent betrug. Zudem stellten die Analysten in der Gruppe der Marktführer acht weitere gemeinsame Merkmale fest:

  1. Sie bieten eine umfassende Suite von Cybersicherheitstechnologien. Viele Channel-Partner gehen mit ihren Angeboten nicht über Endpoint- und Netzwerksicherheitslösungen hinaus. Cybersecurity-Leaders jedoch haben verstanden, dass der Umgang mit komplexen Bedrohungen eine Vielzahl weiterer Technologien erfordert, einschliesslich Identity Management und Schutz für die Cloud. Dennoch gibt es noch nicht erschlossene Bereiche und Möglichkeiten für diese Partner: Lediglich 40 Prozent bieten Anwendungssicherheit für Entwickler. Dies ist ein neues Gebiet, auf das sich Partner konzentrieren müssen.
  2. Sie haben zumindest eine eigene auf Sicherheit fokussierte Abteilung. Es gibt im Markt reine Cybersecurity-Partner, doch ist dies keine Voraussetzung für einen Security Leader im Channel. Dennoch verfügen die meisten führenden Anbieter zumindest über eine auf Cybersicherheit ausgerichtete Abteilung. Sicherheit stellt eine spezielle Domäne dar und ist so wichtig, dass sie dedizierte Ressourcen dafür erforderlich macht. Es ist ein offensichtliches, aber wichtiges Organisationsmerkmal, auf das man bei der Identifizierung von führenden Partnern achten sollte.
  3. Sales ist überwiegend auf Geschäftsführungsebene innerhalb des Kundenstammes ausgerichtet. 2020 war ein Rekordjahr bezüglich der Datendiebstähle. Als Folge davon, ist Cybersicherheit heutzutage mehr denn je ein Topthema in der politischen, Unternehmens- und Gesellschaftsagenda. Führende Sicherheitspartner wissen, dass sie die Geschäftsführungsebene ihrer Kunden bezüglich Security-Lösungen und Strategien ansprechen und beraten müssen.
  4. Sie verfügen über ein fundiertes Verständnis für die IT-Umgebungen der Kunden. Cybersecurity ist nur eine Schicht in dem gesamten IT-Stack, doch eine, die nahtlos mit allen anderen Ebenen zusammenwirken muss. Schwachstellen existieren an allen Ecken einer IT-Umgebung – von Geräten bis zum Netzwerk, von Anwendungen bis hin zur Cloud. Deshalb müssen führende Sicherheitspartner Lösungen anbieten, die verschiedene Schutztypen liefern. Um diese effizient bereitzustellen, müssen diese Partner die IT-Umgebung eines Kunden als Ganzes sehr gut verstehen.
  5. Sie konzipieren und implementieren die Cybersicherheitsrichtlinien für Kunden. Die beste Cybersicherheitstechnologie ist nicht wirksam, wenn sie nicht von gut aufgesetzten Richtlinien unterstützt wird. Angefangen vom Level des Systemadministrators müssen die Policies alle Nutzer in einem Unternehmen einbeziehen. Hierbei spielen Partner eine wichtige Rolle, weil sie diese Richtlinien für die Kunden aufsetzen und implementieren. Dabei stellen sie sicher, dass die Sicherheitsanforderungen unternehmensweit abgedeckt sind, und die Produktivität der Endanwender dennoch gewährleistet ist.
  6. Sie bieten ein umfassendes Angebot an Managed Security Services. Managed Services sind eines der am schnellsten wachsenden Segmente im Channel-Markt. Eine Canalys-Umfrage ergab, dass mehr als 80 Prozent der Partner Managed Services anbieten. Ähnlich sieht es im Bereich der Cybersecurity aus. Die angebotenen Services sind unterschiedlich komplex, wobei die führenden Partner typischerweise eine umfassende Suite von Managed Security Services im Portfolio haben.
  7. Sie betreiben ein eigenes Security Operations Center (SOC). Die meisten führenden Partner betreiben ihr eigenes SOC, um ihre Kunden zu unterstützen. Das kann zweifelsohne ein kostspieliges Unterfangen sein, sowohl bezüglich der Investition in Systeme als auch in Ressourcen. Doch stellt der Schutz der Kunden vor Cyberbedrohungen eine kontinuierliche Aufgabe dar, und ein SOC ist dabei die „Kommandozentrale“. Anbieter, die diese Gruppe von Partnern ansprechen wollen, müssen zweierlei bedenken: Wie sie Technologien zum Schutz der Kunden liefern können, und wie sie Lösungen liefern können, die SOC-Teams beim Monitoren, Managen und bei der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle innerhalb der Umgebungen der Kunden unterstützen können.
  8. Sie bauen derzeit die Mitarbeiterzahl im Bereich Security aus. Der Channel-Bereich ist 2021 dabei, Mitarbeiter einzustellen. Eine neue Umfrage von Canalys zeigt, dass 69 Prozent der Partner in der ersten Hälfte 2021 Mitarbeiter eingestellt haben. Das gilt auch für die Leader.
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