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Cyberrisiko-Studie: Unternehmen sorgen sich über ausser Kontrolle geratene digitale Angriffsfläche

Cyberrisiko-Studie: Unternehmen sorgen sich über ausser Kontrolle geratene digitale Angriffsfläche

Eingeschränkte Visibilität und Kontrolle bedrohen laut Studie von Trend Micro die IT-Sicherheit von Unternehmen weltweit

Wallisellen, 14. Juni 2022 –Trend Micro, einer der weltweit führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen, veröffentlicht die Ergebnisse einer neuen globalen Studie. Diese zeigt, dass Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre immer komplexer werdende Angriffsoberfläche zu identifizieren und abzusichern. Das erschwert wiederum das komplette Risikomanagement.

Die Studie des japanischen Sicherheitsanbieters zeigt, dass 77 Prozent der Schweizer Unternehmen (weltweit 73 Prozent) über ihre wachsende Angriffsfläche besorgt sind. 35 Prozent (weltweit 37 Prozent) geben an, dass sie sich „ständig verändert und unübersichtlich ist“, wobei immerhin 67 Prozent (weltweit nur 51 Prozent) in der Lage ist, ihr Ausmass vollständig zu erfassen. Mehr als die Hälfte (57 Prozent, weltweit 43 Prozent) der Befragten geht noch weiter und gibt zu, dass die digitale Angriffsfläche ihres Unternehmens „ausser Kontrolle geraten“ ist.

Der Hauptgrund für die Schwierigkeiten Schweizer Unternehmen beim Verwalten und Verstehen von Cyberrisiken ist die fehlende Visibilität. Fast drei Viertel (71 Prozent in der Schweiz, 62 Prozent weltweit) geben an, tote Winkel in der IT-Landschaft zu haben, welche das Sicherheitsniveau verschlechtern. Cloud-Umgebungen sind in diesem Zusammenhang am meisten gefährdet. Im Durchschnitt schätzen die Befragten, dass sie nur 64 Prozent (weltweit 62 Prozent) ihrer Angriffsoberfläche im Blick haben.

Diese Herausforderungen vervielfachen sich in globalen Unternehmen. Fast drei Viertel (74 Prozent in der Schweiz, 65 Prozent global) aller Befragten geben an, dass ein international in mehreren Ländern tätiges Unternehmen das Risikomanagement weiter erschwert.

Zusätzlich läuft bei fast einem Drittel aller Schweizer Unternehmen (32 Prozent), weltweit 24 Prozent) das Mapping der IT-Infrastruktur noch immer manuell ab. 46 Prozent organisieren sich darüber hinaus – unabhängig von der globalen Struktur – auf regionaler Ebene, was zu Silobildung und weiterer Intransparenz führt.

Laut der Studie von Trend Micro sind mehr als die Hälfte aller Unternehmen weltweit (54 Prozent) der Meinung, dass ihre Methodik zur Bewertung von Cyberrisiken nicht ausgereift genug ist. Die folgenden Zahlen aus der Schweiz bestätigen das:

  • Nur etwa die Hälfte 53 Prozent (weltweit 45 Prozent) verfügt über eine vollständig definierte Methodik zur Risikobewertung ihrer digitalen Angriffsoberfläche
  • 21 Prozent (weltweit 35 Prozent) überprüfen ihr Risikoniveau nur monatlich oder seltener
  • Ein Viertel (23 Prozent weltweit) analysiert sein Risiko täglich
  • Angesichts einer sich ständig wandelnden Angriffsoberfläche auf dem Laufenden zu bleiben stellt dabei grösste Schwierigkeit für Schweizer Unternehmen dar.

„Die IT-Modernisierung der letzten zwei Jahre war eine notwendige Reaktion auf die Pandemie. In vielen Fällen hat sie aber unwissentlich die digitale Angriffsfläche vergrössert und Bedrohungsakteuren mehr Möglichkeiten gegeben, wichtige Ressourcen zu kompromittieren“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Ein einheitlicher, plattformbasierter Ansatz ist der beste Weg, um Lücken in der Visibilität zu reduzieren, Risikobewertungen zu verbessern und die Sicherheit in komplexen, verteilten IT-Umgebungen zu erhöhen.“

Weitere Studienergebnisse finden Sie in englischer Sprache hier: https://www.trendmicro.com/explore/trend_global_risk_research_2

Über die Studie

Für die Studie befragte Trend Micro im April 2022 insgesamt 6297 IT- und Business-Entscheider in 29 Ländern, darunter 212 in der Schweiz.

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