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Studie von Trend Micro: 90 Prozent der IT-Entscheider gehen bei Cybersecurity Kompromisse ein

Hohe Kompromissbereitschaft steht im Widerspruch dazu, dass Cyberkriminalität von einem Drittel der Befragten als grösstes Sicherheitsrisiko erachtet wird

Wallisellen, 16. November 2021 – Trend Micro, einer der weltweit führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen veröffentlicht heute eine neue Studie (1), laut der in der Schweiz 90 Prozent (weltweit ebenfalls 90 Prozent) der IT-Entscheidungsträger angeben, ihr Unternehmen gehe zugunsten der digitalen Transformation, der Produktivität oder anderer Business-Ziele Kompromisse bei der Cybersicherheit ein.

Der Studie des japanischen Sicherheitsanbieters zufolge vertrauen schweizweit nur die Hälfte der IT-Entscheider (weltweit ebenfalls 50 Prozent) und 39 Prozent der Business-Entscheider (weltweit 38 Prozent) darauf, dass ihr Unternehmensvorstand ausreichendes Wissen im Bereich Cybersecurity hat. Das liegt nach Aussage der Befragten unter anderem an der Komplexität und Volatilität des Themas. 27 Prozent der Schweizer Studienteilnehmer (weltweit 26 Prozent) sind darüber hinaus der Ansicht, dass der Vorstand sich nicht genug Mühe gibt, das Thema zu verstehen oder es mitunter gar nicht verstehen will. Von Letzterem gehen in der Schweiz und weltweit ganze 22 Prozent aus.

Uneinigkeit herrscht zwischen IT- und Business-Entscheidern darüber, wer letztendlich für Risikomanagement und -optimierung verantwortlich ist. IT-Entscheider verweisen fast doppelt so häufig wie ihr Business-Counterpart auf das IT-Team und den CISO (Chief Information Security Officer). Mit 45 Prozent gibt fast die Hälfte der Befragten aus der Schweiz (weltweit 49 Prozent) an, dass Cyberrisiken immer noch als Sache der IT und nicht als Geschäftsrisiko angesehen werden. Diese Diskrepanz führt zu ernsten Problemen: 51 Prozent aller Schweizer Befragten (weltweit 52 Prozent) beurteilen die Einstellung ihres Unternehmens zu Cyberrisiken als inkonsistent und von Monat zu Monat schwankend.

Dennoch sehen 30 Prozent der Studienteilnehmer in der Schweiz (weltweit 31 Prozent) mangelnde Cybersicherheit heute als das bedeutendste Geschäftsrisiko an. Ganze 62 Prozent (weltweit 66 Prozent) erwarten, dass Cyberangriffe von allen genannten Geschäftsrisiken die grössten finanziellen Folgen nach sich ziehen können – gefolgt vom Diebstahl geistigen Eigentums. Dieses Ergebnis erscheint widersprüchlich, betrachtet man die vergleichsweise hohe Kompromissbereitschaft beim Thema Security.

Die Befragten sehen mehrere Faktoren, die helfen würden, das Thema Cybersecurity auf Vorstandsebene präsenter zu machen:

  • Ein Sicherheitsvorfall mit Datenabfluss im Unternehmen (Schweiz 63 Prozent, weltweit 62 Prozent).
  • Eine ausführlichere Datenbasis, um besser über das Geschäftsrisiko durch Cyber-Bedrohungen berichten und das Thema leichter erklären zu können (Schweiz 61 Prozent, weltweit 62 Prozent).
  • IT-Sicherheitsvorfälle bei Wettbewerbern (Schweiz 59 Prozent, weltweit 57 Prozent).

„Drei Viertel der Schweizer IT-Entscheidungsträger sprechen mit ihren Vorständen nicht offen über das Thema Sicherheit aus Angst, sich zu wiederholen oder zu negativ zu erscheinen. Ein Viertel gibt dabei an, dass dies einen konstanten Druck für sie darstellt. Diese Entwicklung führt jedoch zu einem Teufelskreis, in dem die Führungsetage das tatsächliche Cyberrisiko, dem sie ausgesetzt ist, nicht erkennt“, so Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro zu den Ergebnissen der Studie. „Wir müssen über Sicherheitsrisiken auf eine Art und Weise sprechen, die das Thema als grundlegend für das Unternehmenswachstum anerkennt und darüber hinaus IT- und Unternehmensentscheider, die in Wirklichkeit für ein und dieselbe Sache kämpfen, miteinander ins Gespräch bringt.“

Weitere Informationen
Den vollständigen Bericht finden Sie in englischer Sprache hier: https://www.trendmicro.com/explore/en_gb_trendmicro-global-risk-study

(1) Über die Studie
Für die Studie befragte Sapio Research insgesamt 5.321 IT- und Business-Entscheidern aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in 26 verschiedenen Ländern – 204 in der Schweiz. Darunter befinden sich verschiedene Positionen vom Vice President (4 Prozent), über das C-Level (32 Prozent) und die Geschäftsführung (17 Prozent) bis hin zum Management (47 Prozent).

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