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Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihr Cyberrisiko zu bewerten

Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihr Cyberrisiko zu bewerten

Studie von Trend Micro macht zunehmende Komplexität verantwortlich

Wallisellen, 25. Juli 2022 – Eine neue Studie von Trend Micro, einem der weltweit führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen, ergibt, dass 54 Prozent der Unternehmen weltweit mit dem Reifegrad ihrer Bewertungsfähigkeiten für Cyberrisiken unzufrieden sind. Damit geht eine erhöhte Gefahr einher, Opfer von Supply-Chain-Angriffen, Ransomware und anderen Bedrohungen zu werden. Die Befragten geben ausserdem an, dass komplexe technische Systeme und ein mangelndes Bewusstsein von Führungskräften das Problem verschärfen.

39 Prozent der von Trend Micro befragten Schweizer IT- und Unternehmens-entscheider geben an, beim Management ihrer digitalen Angriffsoberfläche Schwierigkeiten mit der Risikobewertung zu haben. Infolgedessen fühlen sich 91 Prozent der Befragten der Gefahr von Ausfällen ihrer Cloud-Infrastrukturen ausgesetzt – knapp gefolgt von Schwachstellen in der Software-Lieferkette und Ransomware-Attacken (jeweils 90 Prozent).

Die Schwierigkeiten von Unternehmen bei der Risikobewertung lässt auch deren Vorstände im Dunkeln tappen: 64 Prozent der IT-Entscheider sieht eine Herausforderung darin, das Risikoniveau des Unternehmens für die Führungsebene zu quantifizieren. Nur 1 Prozent glaubt, dass ihr Vorstand das Cyberrisiko derzeit vollständig versteht. Hier bietet sich für Unternehmen die Chance, externes Expertenwissen hinzuzuziehen.

38 Prozent der Befragten haben im Unternehmen bereits in einen plattformbasierten Ansatz für das Management der Angriffsfläche investiert, während über die Hälfte (53 Prozent) angibt, dies zukünftig zu planen. Diejenigen, die bereits eine Cybersecurity-Plattform im Einsatz haben, sehen vor allem eine schnellere Angriffserkennung (40 Prozent) sowie -reaktion (45 Prozent), bessere Skalierbarkeit (38 Prozent) und klarer definierte Verantwortungsbereiche (37 Prozent) als Vorteile an.

Viele Schweizer Unternehmen (32 Prozent) gehen beim Mapping der Angriffsfläche noch manuell vor. 38 Prozent berichten dabei von Komplexitätsproblemen durch das Vorhandensein mehrerer Tech-Stacks. Dies könnte erklären, warum nur ein Teil der Befragten in der Lage ist, folgende Aspekte ihrer Risikobewertung umfassend darzustellen:

  • Massnahmenpläne zur Verhinderung der Ausnutzung bestimmter Schwachstellen (50 Prozent)
  • Häufigkeit von Angriffsversuchen (50 Prozent)
  • Branchen-Benchmarks (49 Prozent)
  • Trends bei Angriffsversuchen (46 Prozent)
  • Risikoeinstufung einzelner Assets (47 Prozent)
  • Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls in einem bestimmten Bereich (43 Prozent)

„Aus zahlreichen Kundengesprächen wissen wir bereits, dass Unternehmen über eine massiv gewachsene und intransparente digitale Angriffsfläche besorgt sind. Die Studienergebnisse belegen darüber hinaus, dass sie auch dringend Unterstützung bei der Cyberrisikobewertung benötigen.“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „In vielen Fällen wird die Herausforderung durch Silo-artig eingesetzte Einzellösungen noch verschärft. Ein umfassender Plattformansatz bietet hingegen das erforderliche Sicherheitsniveau.“

Weitere Studienergebnisse finden Sie in englischer Sprache hier:

https://www.trendmicro.com/explore/trend_global_risk_research_2

Über die Studie

Für die Studie befragte Trend Micro im April 2022 insgesamt 6297 IT- und Business-Entscheider in 29 Ländern, darunter 212 in der Schweiz.

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