Prinzipien für die Cloud Migration – das „Was“ bei der Sicherheit

Originalbeitrag von Jason Dablow

Analysten gehen davon aus, dass mehr als 75 Prozent der mittleren und großen Unternehmen bis 2021 eine Workload in die Cloud auslagern werden. Der Erfolg einer solchen Migration hängt von vielen Faktoren ab — nicht zuletzt von den umgesetzten Sicherheitskonzepten für diese „neue“ Welt: Nach der Verteilung der Verantwortlichkeiten für Cloud-Security stellt der Blogeintrag die prinzipiellen Bereiche dar, die zur Sicherheit gehören und bereits vor der Inbetriebnahme von Workloads abgedeckt werden müssen.

Als Grundlage für die Ausführungen dient der Grundpfeiler „Security“ des Well-Architected Framework von AWS Amazon. Hier werden die Sicherheitskonzepte für ein Cloud-Design dargestellt.

Bild. Die fünf Grundpfeiler des Well-Architected Framework von AWS

Das Sicherheits-Framework umfasst sieben Prinzipien:

  • Eine starke Identitätsgrundlage aufbauen
  • Nachvollziehbarkeit ermöglichen
  • Sicherheit in allen Schichten anwenden
  • Automatisieren von Best Practices für die Sicherheit
  • Schutz für Daten In-Transit und At-Rest
  • Personen von Daten fernhalten
  • Auf Sicherheitsvorfälle vorbereitet sein

Eine Reihe dieser Prinzipien lässt sich mit Hilfe nativer Cloud-Services umsetzen, die auch am einfachsten zu implementieren sind. Das Framework liefert aber keine Anregungen dazu, wie diese Services aufzusetzen oder zu konfigurieren sind. So mag das Framework Multifaktor-Authentifizierung als erforderlichen Schritt für die Identity und Access Management-Policy nennen, doch ist dies nicht standardmäßig aktiviert. Das Gleiche gilt für Dateiobjekt-Verschlüsselung. Sie kann eingesetzt werden, ist aber nicht unbedingt bereits aktiviert.

Hilfe bietet hier eine Trend Micro-eigene Wissensdatenbank mit Hunderten von Cloud-Regeln, die auf das Well-Architected Framework (und andere) abgestimmt sind. Zur Multifaktor-Authentifizierung etwa gibt es dort einen Artikel, der die vier „R“ beschreibt: Risiko, Reason (umfasst das Was der Regel), Rationale (umfasst das Warum) und Referenzen dazu, warum Multifaktor-Authentifizierung (MFA) eine Sicherheits-Best Practices ist. Weitere Details zu diesem Beispiel enthält der Originalbeitrag.

Live Webinare von Trend Micro

Treffen Sie im Mai unsere Experten zu verschiedenen Themen in unseren für Sie aufbereiteten Webinaren.
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Schutz vor Schwachstellen mit virtuellem Patching – Trend Micro Deep Security
Datum: 11. Mai, Zeit: 11:00 – 11:30 Uhr –> Anmelden
Referent: Elias Kickinger, Sales Engineer
oder alternativ
Datum: 25. Mai, Zeit: 14:00 – 14:30 Uhr –> Anmelden
Referent: Elias Kickinger, Sales Engineer

Sicherheitslücken und wie sie geschlossen werden können – das ist in der IT-Welt kein neues Thema. Umso mehr überrascht es, dass das Problem auch heute nicht gelöst ist und periodisch an die Oberfläche schwappt, immer dann, wenn eine alte Betriebssystemvariante, wie z.B. Windows Server 2008, abgekündigt wird. Dabei gibt es Methoden, die damit verbundenen Risiken zu beseitigen oder zumindest einzudämmen. Die erfolgreichste in diesem Zusammenhang – „virtuelles Patchen“.

Erweiterte Bedrohungsabwehr und Datensicherheit für Office 365, Gmail und Cloud-Filesharing Dienste – Trend Micro Cloud App Security
Datum: 20. Mai, Zeit: 14:00 – 14:30 Uhr –> Anmelden
Referent: Daniel Bühler, Technical Consultant
oder alternativ
Datum: 29. Mai, Zeit: 11:00 – 11:30 Uhr –> Anmelden
Referent: Daniel Bühler, Technical Consultant

Beim Einsatz von cloudbasierten Unternehmensanwendungen wie Microsoft® Office 365, Box, Dropbox und Google Drive müssen Unternehmen in puncto Sicherheit noch wachsamer sein als je zuvor. Diese Anwendungen werden zwar in einer sicheren Umgebung bereitgestellt, aber Unternehmen tragen gemeinsam die Verantwortung für den Schutz der Inhalte der Anwendungen.

Endpunktsicherheit neu definiert – Apex One, automatische und intelligente Komplettlösung von Trend Micro (onPremise oder SaaS)
Datum: 19. Mai, Zeit: 10:00 – 10:30 Uhr –> Anmelden
Referent: Daniel Bühler, Technical Consultant
oder alternativ
Datum: 27. Mai, Zeit: 14:00 – 14:30 Uhr –> Anmelden
Referent: Daniel Bühler, Technical Consultant

Trend Micro™ Apex One™ bietet fortschrittliche, automatisierte Erkennung und Abwehr der ständig wachsenden Vielzahl von Bedrohungen, einschließlich dateiloser Angriffe und Ransomware. Das fortschrittliche EDR-Toolset, starke SIEM-Integration und offene APIs bieten Ihnen sofort verwertbare Erkenntnisse, erweiterte Untersuchungsmöglichkeiten und zentrale Transparenz. Apex One stellt Erkennung, Abwehr und Untersuchung von Bedrohungen in einem einzigen Agenten bereit. Sie sind nicht länger auf mehrere Anbieter und Konsolen angewiesen und können die Flexibilität von SaaS- und On-Premises-Optionen nutzen.

Aktuell: Coronavirus-Ransomware überschreibt MBR

Von Trend Micro

Cyberkriminelle nutzen die Coronakrise in verschiedenen bösartigen Kampagnen. Das Virus wird als Köder in Email Spam, für BEC, Malware, Ransomware und in bösartigen Domänen eingesetzt. Und je weiter die Zahl der vom Virus Betroffenen weltweit steigt, desto mehr solcher Malware-Kampagnen entdecken die Sicherheitsforscher, die ständig weltweit Samples zu solchen Corona-bezogenen Aktivitäten sammeln. Der Beitrag beschreibt Angriffskampagnen, zeigt Schutzmaßnahmen auf und wird immer wieder aktualisiert! Im Rahmen einer neuen Ransomware-Kampagne wird der Master Boot Record (MBR) des Systems des Opfers überschrieben.

Update 24. April

Die Sicherheitsforscher von Trend Micro Research analysierten kürzlich eine Coronavirus-bezogene Malware, die den Master Boot Record (MBR) des Systems des Opfers überschreibt und damit das Hochfahren des Computers verhindert. Eine tschechische Cybersicherheitsagentur NUKIB hatte die Schadsoftware in einem öffentlichen Report beschrieben. Die Malware-Datei enthält „Coronavirus Installer“ in der Beschreibung.

Bild 1. Bildschirmsperre der Malware

Wird die Schadsoftware ausgeführt, so fährt sie automatisch die Maschine wieder hoch und zeigt dann das im Bild dargestellte Fenster, das nicht geschlossen werden kann. Klickt der Nutzer auf „Help“, so erscheint die Nachricht, der Task Manager startet nicht. Auch der Button „Remove Virus“ lässt sich nicht bedienen. Schließlich erzeugt der Schädling ein verstecktes Verzeichnis namens „COVID-19“, das einige weitere Module umfasst. Wird das System per Hand neu gestartet, so wird eine weitere Binärdatei ausgeführt, und es erscheint der folgende Bildschirm.

Bild 2. Grauer Bildschirm nach einem manuellen Neustart

Die Malware sichert den ursprünglichen MBR und zeigt den Text „Created by Angel Castillo. Your Computer Has Been Trashed“ an. Auch hinterlässt der Angreifer Kontaktinformationen für den Instant Messaging-Dienst Discord und suggeriert damit, dass das Opfer mit dem Hacker kommunizieren muss, um eine Lösung zu finden. Üblicherweise liefert Ransomware Opfern die erforderlichen Informationen für die Überweisung des Lösegelds, einschließlich Betrag und Kryptowährungs-Wallet. Doch in letzter Zeit nutzen viele Malware-Akteure Discord für die Anleitungen für das Opfer.

Viele Angreifer löschen einfach den MBR zu Beginn des Prozesses, auch wenn dies eine ziemlich komplizierte Methode ist. Die Datei „Update.vbs“, die das sekundäre Modul ablegt, gibt einen Hinweis darauf, warum sein Verfasser den Prozess auf diese Weise gestaltet hat. Diese VBS-Datei zeigt ein Nachrichtenfeld an, das darauf hinweist, dass der Benutzer eine Internetverbindung benötigt (wird wahrscheinlich zwei Minuten nach Erscheinen des grauen Bildschirms angezeigt).

Wahrscheinlich wurden weitere Schritte hinzugefügt, um den Benutzer dazu zu bringen, sich mit dem Internet zu verbinden, möglicherweise weil das Opfer online sein muss, damit der MBR überschrieben werden kann. Der MBR wurde beim manuellen Neustart nicht überschrieben, als er in einer geschlossenen Offline-Umgebung getestet wurde.

Trend Micro Research analysierte auch eine Coronavirus-bezogene bösartige HTA-Datei, die möglicherweise von der SideWinder APT-Gruppe stammt. Einzelheiten dazu umfasst der Originalbeitrag.

Malware-Arten, die COVID-19 missbrauchen

COVID-19 im kriminellen Untergrund

Schutz vor diesen Bedrohungen

Zusätzliche Informationen und Hilfsangebote von Trend Micro in der Corona-Krise finden Sie hier.

Gamaredon APT-Guppe setzt auf Covid-19 als Köder

Originalbeitrag von Hiroyuki Kakara and Erina Maruyama

Die Advanced Persistent Threat (APT)-Gruppe Gamaredon ist seit 2013 aktiv und war bislang generell für Angriffe auf ukrainische Regierungsinstitutionen bekannt. Doch kürzlich fanden die Sicherheitsforscher von Trend Micro Mails mit einem Anhang, der die Taktik von Gamaredon nutzte, dabei das Thema Coronavirus als Köder einsetzte, um die Opfer dazu zu verleiten, den Anhang zu öffnen. Die Kampagnen hatten europäische und andere Nutzer zum Ziel.

Bild. Infektionsablauf in der Gamaredon-Kampagne

Im Fall der von Trend Micro entdeckten Mail, startet beim Öffnen des Dokuments im Anhang der Download eines Templates für ein Dokument, das den bösartigen Makro-Code enthält, der wiederum ein VBScript (VBS) ausführt. Zudem gab es einen Mechanismus zum Entschlüsseln, Ausführen und Herunterladen einer zusätzlichen Payload vom C&C-Server. Der C&C-Server war jedoch nicht zugänglich, so dass die Forscher keine zusätzlichen Payloads erhalten konnten.

Alle Angriffe wurden über gezielte Emails durchgeführt (MITRE ATT&CK Framework ID T1193), wobei einer gar den Betreff „Coronavirus (2019-nCoV)“ hatte. Technische Einzelheiten zu den Angriffen umfasst der Originalbeitrag.

Fazit

Gamaredon ist nur eine von vielen Gruppen, die in ihren Angriffen auf COVID-19 als Köder zurückgreift. Informieren Sie sich über weitere Kampagnen, die die Pandemie missbrauchen.

Nutzer können sich vor ähnlichen APT-Angriffen mit folgenden Best Practices schützen:

  • Überprüfen des Mail-Absenders, -Betreffs sowie der Nachricht auf verdächtige Anzeichen, bevor ein Anhang geöffnet oder heruntergeladen wird. Besondere Sorgfalt ist bei Mails geboten, die nicht angefordert wurden und/oder unbekannte Absender haben.
  • Prüfen der Datei-Extension im Anhang, um sicherzugehen, dass es das gewollte Format ist.
  • Keine Makros für Office-Dateien aktivieren. Dies gilt vor allem für Emails, die das fordern.
  • Vorsicht vor gefälschten Domänen, die in E-Mails eingebettet sind. Leichte Änderungen an einer gängigen URL können ein Indikator für bösartige Inhalte sein.

Zusätzlich können Unternehmen einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz wählen:

  • Trend Micro Smart Protection Suites und Worry-Free™ Business Security kann vor ähnlichen Bedrohungen schützen, weil die Lösungen bösartige Dateien und Spam-Nachrichten erkennen und alle damit zusammenhängenden bösartigen URLs blockieren. Trend Micro Deep Discovery Email Inspector™ kann bösartige Anhänge und URLs erkennen.
  • Trend Micro Hosted Email Security ist eine wartungsfreie cloudbasierte Lösung, die permanent aktuellen Schutz bietet und Spam, Malware, Spear-Phishing und komplexe, zielgerichtete Angriffe stoppt, bevor sie das Unternehmensnetzwerk erreichen. Hosted Email Security schützt Microsoft Exchange, Microsoft Office 365, Google Apps sowie viele weitere gehostete und lokale Email-Lösungen. Email-Verschlüsselung ist in der Basisversion bereits enthalten.
  • Trend Micro XGen™ Security liefert eine generationsübergreifende Kombination aus Abwehrtechniken gegen eine Vielfalt von Bedrohungen für Datencenter, Cloud-Umgebungen, Netzwerke und Endpunkte. Die Lösung umfasst High-Fidelity Machine Learning, um Daten und Anwendungen am Gateway und den Endpunkten, ebenso wie physische, virtuelle und Cloud-Workloads zu sichern.
  • Trend MicroTMXDR unterstützt den Schutz von vernetzten Emails, Endpunkten, Servern, cloudbasierten Workloads und Netzwerken. Leistungsfähige KI und Sicherheitsanalysen von Experten korrelieren Daten aus Kundenumgebungen mit den globalen Bedrohungsinformationen von Trend Micro. Daraus entstehen weniger und präzisere Warnungen.

Zusätzliche Informationen und Hilfsangebote von Trend Micro in der Corona-Krise finden Sie hier.

Ungesicherte Redis-Instanzen werden für Remote Code Execution missbraucht

Originalartikel von David Fiser und Jaromir Horejsi, Threat Researcher

Die Sicherheitsforscher von Trend Micro hatten kürzlich mehr als 8.000 ungesicherte Redis-Instanzen (weit verbreiteter Open-Source In-Memory-Schlüsselwert-Datenstrukturspeicher) entdeckt, die in verschiedenen Teilen der Welt betrieben werden, sogar welche in öffentlichen Clouds. Cyberkriminelle können diese Instanzen für Remote Code Execution (RCE) missbrauchen. Die bösartigen Dateien wandeln sie in Kryptowährungs-Mining Bots um und können auch weitere angreifbare Instanzen über ihre „wurmartigen“ Verbreitungsfunktionen infizieren.

Redis war den Entwicklern zufolge ursprünglich allein auf den Einsatz in vertrauenswürdigen Umgebungen ausgerichtet und beinhaltet seit der Version 4.0 eine Protected Mode-Konfiguration. Der Speicher soll gerade auf die neue Version Redis 6.0 upgedatet werden. Diese bringt neue Sicherheitsfähigkeiten mit, wie etwa Access-Control Lists (ACLs).

Momentan jedoch sind Redis-Instanzen ohne TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security) oder Passwortschutz anfällig für Angriffe, wobei Cyberkriminellen über 200 Befehle zur Verfügung stehen, sobald sie in die Umgebung eindringen. Gegenwärtig ist bei Redis die Authentifizierung nicht standardmäßig eingestellt. Und selbst wenn ein Passwort gesetzt ist, ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das Passwort stark genug sein sollte, um gegen Brute-Force-Angriffe resistent zu sein.

Die Sicherheitsforscher setzten mögliche Szenarien in einem Honeypot ein, um Angreifer anzulocken und überwachen zu können. Dabei geht es um den Missbrauch des config-Befehls oder der slaveof-Fähigkeit. Die Forscher konnten auch einige bemerkenswerte Malware-Samples sammeln, die in exponierten Redis-Instanzen über eine der oben genannten Methoden verbreitet wurden: einen plattformübergreifenden Shell-basierten Wurm, der Kryptowährungs-Miner installiert, oder Kinsing-Malware, die sowohl Scanning- als auch Backdoor-Fähigkeiten besitzt. Die technischen Einzelheiten dazu liefert der Originalbeitrag.

Fazit und Sicherheitsempfehlungen

Insbesondere im Umfeld der DevOps, sollten angemessene Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sein. Dass exponierte Redis-Instanzen für Kryptowährungs-Mining eingesetzt werden können, ist möglicherweise nicht die einzige Art des Missbrauchs, da die Fähigkeit, Code auszuführen, sozusagen der „heilige Gral“ eines Angreifers ist.

Entwickler können die Umgebung über folgende Best Practices besser schützen:

  • Beim Betrieb von Software auf dem Server ist sicherzustellen, dass sie nicht unter root läuft. Auch beim Einsatz von Containern müssen Nutzer Best Practices befolgen und das Prinzip der Mindestprivilegien anwenden.
  • Die Software immer auf aktuellem Stand halten und starke Passwörter wählen. Keine Verbindung zum Internet ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen.
  • Die Überprüfung von Redis Logs zeigt gerade stattfindende Angriffe.

Cloud-Sicherheitslösungen von Trend Micro

Die Trend Micro Hybrid Cloud Security bietet in einer Lösung die Breite, Tiefe und Innovation, die für den Schutz der Cloud erforderlich sind und zusätzlich die benötigte Übersicht über führende Umgebungen wie Amazon Web ServicesMicrosoft AzureGoogle Cloud und Docker. Zu der Funktionalität zählen automatisierte Installation und Inbetriebnahme, breite API-Integration sowie Sicherheitstechnologie für betriebliche Effizienz und Compliance-Anforderungen.

Die Trend Micro Cloud One SaaS-Plattform Sicherheit für die Cloud-Infrastruktur in Echtzeit – mit optimalem Schutz und Unterstützung der Compliance für Workloads, Anwendungen, Container, serverlose Dateispeichersysteme und Netzwerke sowie die Übersicht über die hybriden Cloud-Umgebungen im Unternehmen. Deep Security und Deep Security Smart Check unterstützen Unternehmen durch das Scannen von Container-Images vor und während der Laufzeit.

Cloud One schließt auch Cloud One – Conformity mit ein. Die Lösung liefert automatische Kontrollmechanismen für AWS ElasticCache (einer In-Memory Datenspeicher-Technologie für Redis). Sie stellt sicher, dass Redis nicht über den Default Port läuft und bietet auch Datenverschlüsselugn in Transit und At-Rest.

Trend Micro™ Deep Security™ und Vulnerability Protection schützt Anwender über folgende Regeln:

  • 1010231 – Redis Cron Remote Code Execution Vulnerability
  • 1009967 – Redis Unauthenticated Code Execution Vulnerability

Prinzipien für die Cloud Migration – Zuständigkeiten in der Sicherheit

Originalartikel von Jason Dablow und Mark Nunnikhoven, Vice President, Cloud Research

Analysten gehen davon aus, dass mehr als 75 Prozent der mittleren und großen Unternehmen bis 2021 eine Workload in die Cloud auslagern werden. Der Erfolg einer solchen Migration hängt von vielen Faktoren ab — nicht nur IT-Teams, Betrieb und Sicherheit sind involviert sondern auch Fach-, Finanz- und andere Abteilungen der Unternehmens. Best Practices, Fallbeispiele und Überlegungen rund um eine erfolgreiche Cloud-Migration sollen Unternehmen bei einem Cloud-Projekt helfen. Dazu gehören selbstverständlich auch die Sicherheitskonzepte für diese „neue“ Welt und damit auch die Zuteilung von Verantwortlichkeiten für Security.

Im Rahmen der Untersuchung „Untangling the Web of Cloud Security Threats“ bestätigt Trend Micro erneut, dass Fehlkonfigurationen die Hauptursache für Sicherheitsrisiken in der Cloud sind. Trotz des klaren Betriebsmodells der Cloud machen die Teams weiterhin einfache Fehler oder übersehen, die von ihnen genutzten Dienste in der Cloud richtig zu konfigurieren.

Eine der Ursachen für Fehlkonfigurationen liegt im Missverständnis darüber, wer (Provider oder Unternehmen) wofür zuständig ist. In einem solchen Szenario erwarten Sicherheitsteams, zuständig für die Cloud im Unternehmen, von ihrem Provider, dass er Kontrollmechanismen zur Verfügung stellt und Monitoring für bestimmte Aspekte durchführt, obwohl diese Bereiche eigentlich in die Verantwortung des Teams fallen.

Ein leider häufig anzutreffendes Beispiel hierfür ist, wenn Teams virtuelle Maschinen oder Instanzen in der Cloud mit einem vorkonfigurierten Bereitstellungsdienst verwenden. In diesen Fällen hat der Cloud-Anbieter die Schritte vereinfacht, die erforderlich sind, um gängige Konfigurationen in der Cloud zum Laufen zu bringen. Doch sobald die Konfiguration läuft, liegt es in der Verantwortung des Teams im Unternehmen, die Lösung zu patchen, zu härten und zu warten.

Sicherheit in der Cloud funktioniert gemäß dem Shared Responsibility Model, das festlegt, wer für eine jede operative Aufgabe in der Cloud verantwortlich ist. Dabei ist Sicherheit nur eine Teilmenge dieser Aufgaben.

Das Modell an sich ist recht einfach:

Es gibt sechs Bereiche, in denen eine tagtägliche Arbeit erforderlich ist — angefangen von der physischen Sicherheit (Gebäude, in dem die Systeme sicher untergebracht sind, bezahlt werden usw.) bis hin zur Infrastruktur, Virtualisierung, Betriebssystemen, Anwendungen und Daten.

In einer traditionellen On-Premise-Umgebung ist das Unternehmen für alle sechs Bereiche verantwortlich. Diese Arbeit wird normalerweise auf mehrere Teams aufgeteilt, aber letztendlich unterstehen sie alle einer Person innerhalb der Organisation, in der Regel dem CIO. Bei einer Migration in die Cloud, wird mindestens die Hälfte der Verantwortlichkeiten an den Cloud-Provider übergeben.

Bei Services auf Infrastrukturebene (IaaS), wie etwa die Instanzen oder virtuellen Maschinen, übernehmen Unternehmen die Verantwortung auf der Ebene des Betriebssystems. Die Konfiguration und Wartung des Betriebssystems liegt vollständig bei dem Team des Unternehmens.

Je mehr es um abstraktere oder SaaS-artige Dienste geht, desto weniger Verantwortlichkeiten tragen die Firmen selbst.  Das bedeutet, dass sie sich auf weniger Bereiche konzentrieren können, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Vertrauen und Prüfen

Natürlich sollte sich kein Sicherheitsprofi lediglich auf die Zusage des Cloud-Service Providers verlassen, ohne zu verifizieren, ob er die Verantwortung gemäß des Modells wahrnimmt. Dafür gibt es Compliance-Attestierungen, etwa PCI-DSSSOC1 oder ISO 27001. Auch kann ein Unternehmen jederzeit eine Kopie der Audit-Ergebnisse für ein bestimmtes Compliance-Framework von seinem Provider anfordern.

Eine weitere Ursache für Fehlkonfigurationen liegt in einfachen Fehlern. Die Cloud ist ein Verstärker, denn mit einem einzigen API-Call lässt sich das Äquivalent eines ganzen Rechenzentrums starten. Die Kehrseite der Medaille ist, dass kleinere Teams für eine größere Vielfalt an technischen Stacks und Diensten verantwortlich sind. Einfache Fehler, die zu unnötigen Risiken führen, sind da unvermeidlich. Hier gilt es, soweit wie möglich zu automatisieren. Dadurch werden Fehler insgesamt reduziert, und die Fehler, die dennoch vorkommen, sind konsistent und leichter zu beheben.

Cloud-Sicherheitsverantwortliche im Unternehmen

  • InfoSec – Die Abteilung muss wohl an erster Stelle genannt werden, ist sie doch für die gesamte Informationssicherheit innerhalb einer Organisation zuständig. Und da es auch im Rahmen der Cloud-Migration um den Umgang mit „Informationen“ geht, muss InfoSec involviert sein, wenn es um den Zugang zum Monitoring der mit einer Organisation verbundenen Sicherheit und Risiken geht.
  • Cloud Architekt – Diese Position ist wichtig, um nicht den Fehler zu begehen, einfach die alten Prinzipien des On-Premise-Betriebs in die Cloud zu übertragen. Eine agile Plattform, die für die Automatisierung jedes Vorgangs, einschließlich der Sicherheit, gebaut wurde, sollte im Mittelpunkt stehen.
  • IT / Cloud Ops – Dabei kann es sich um dieselben oder verschiedene Teams handeln. Wenn mehr und mehr Ressourcen in die Cloud verlagert werden, wird ein IT-Team weniger Verantwortung für die physische Infrastruktur haben, da diese nun ein Cloud-Anbieter betreibt. Sie werden selbst eine „Migration“ durchlaufen müssen, um neue Fähigkeiten für den Betrieb und die Sicherung einer hybriden Umgebung zu erlernen.

Webinar in Zusammenarbeit mit IDC in Englischer Sprache

Address Multi-Cloud Misconfiguration Risks with Security Guardrails

Building public cloud environments has never been easier. In most cases cloud adoption has out-paced the predictions and today almost all organisations have, or are moving to, a multi-cloud strategy.

Whilst this new IT frontier offers many benefits, in agility and scale, from a security perspective it introduces new challenges, complexity and unchartered risks.

Join our webinar on Thursday 7th May (10 am BST/ 11 am CET) co-hosted with IDC and learn how you can achieve security excellence in public cloud. Hear how ‘security guardrails’ can provide vital assurance in AWS and Azure, stopping non-compliance and breach causing misconfigurations. Register here.

Aktuell: Netflix-Betrugsmasche in Zeiten des Coronavirus

Von Trend Micro

Cyberkriminelle nutzen die Coronakrise in verschiedenen bösartigen Kampagnen. Das Virus wird als Köder in Email Spam, für BEC, Malware, Ransomware und in bösartigen Domänen eingesetzt. Und je weiter die Zahl der vom Virus Betroffenen weltweit steigt, desto mehr solcher Malware-Kampagnen entdecken die Sicherheitsforscher, die ständig weltweit Samples zu solchen Corona-bezogenen Aktivitäten sammeln. Der Beitrag beschreibt Angriffskampagnen, zeigt Schutzmaßnahmen auf und wird immer wieder aktualisiert! Trend Micro Research untersuchte eine neue Betrugsmasche und Phishing-Taktik, die über den Facebook Messenger ausgeführt wird.

Es geht um Nachrichten, die ein kostenloses zweimonatiges Netflix Premium-Abo versprechen:

Bild 1. Schnappschuss der betrügerischen SMS

Eine Short URL (hxxps://bit[.]ly/34phlJE) wird über Facebook Messenger geschickt und leitet die nichtsahnenden Opfer auf zwei mögliche Seiten um.

Erstes Szenario

Ist der Nutzer bereits in sein Facebook-Konto eingeloggt, wird er einfach weiter auf eine gefälschte Netflix-Seite umgeleitet:

Bild 2. Betrügerische Netflix-Seite

Die Seite greift die Facebook-Anmeldeinfos des Opfers ab und erzeugt ein aktives Abo für eine App namens „NeTflix“ in Facebook. Die App ist lediglich ein Hinweis darauf, dass der Nutzer bereits kompromittiert ist. Klickt ein bereits abonnierter Nutzer abermals auf den bösartigen Link, so wird er auf eine zweite Seite umgeleitet (siehe zweites Szenario).

Zweites Szenario

Nutzer, die nicht in ihrem Facebook-Konto angemeldet sind, werden auf die Facebook-Anmeldeseite umgeleitet und nach Angabe ihrer Login-Infos an die betrügerische Seite aus dem ersten Szenario weiter geleitet.

Klickt der Nutzer den „Not now“-Button an, wird er zur gefälschten Netflix-Seite geleitet. Hier findet er ein gefälschtes Netflix-Angebot und eine Umfrage mit Fragen zu COVID-19 und den eigenen Sauberkeitsgepflogenheiten. Die Betrüger nutzten kostenlose, neu erstellte Domänen, die keinen Bezug zu Netflix haben.

Bild 3. Betrügerisches Netflix-Angebot

Zuletzt wird der Nutzer aufgefordert, die Umfrage mit zwanzig Freunden oder fünf Gruppen zu teilen oder diese aufzufordern, die Umfrage ebenfalls auszufüllen, bevor er fortfahren kann und das gefälschte kostenlose Netflix-Abo erhält.

Unabhängig davon, ob Benutzer am Ende der Umfrage auf ‚Senden‘ oder ‚Weiter‘ klicken, werden sie auf dieselbe Seite weitergeleitet – eine Facebook-Freigabeaufforderung. In diesem nächsten Schritt werden die Opfer erneut angehalten, bösartige Links über „Teilen“ für Facebook-Kontakte zu verbreiten. Danach soll sich der Nutzer bei Facebook anmelden. Nach der Anmeldung werden sie zu einem automatisch generierten Beitrag weitergeleitet. Wenn Sie auf „Post“ klicken, wird ein Status über den bösartigen Link auf der Facebook-Seite des Nutzers gepostet.

Trend Micro hat die folgenden URLs als bösartig erkannt und sie bereits blockiert:

  • hxxp://bit[.]ly/3ec3SsW — flixx.xyz
  • hxxp://bit[.]ly/2x0fzlU — smoothdrive.xyz
  • hxxp://bit[.]ly/39ZIS5F — flixa.xyz

Empfehlungen

Diese Art von Angriffen lassen sich vermeiden:

  • Keine Links oder geteilte Dateien aus unbekannten Quellen anklicken.
  • Prüfen, ob die geteilte Information aus einer legitimen Quelle stammt.
  • Prüfen der URLs oder Websites, die nach persönlichen Informationen fragen.
  • Keine persönlichen Informationen oder Anmeldedaten an nicht verifizierte Sites geben.

Einzelheiten zu den Bedrohungsarten sowie zu früheren bösartigen Kampagnen liefern die entsprechenden Blogeinträge. Darüber hinaus sind dies die aktuellen Zahlen zu COVID-19 bezogenen Bedrohungen im ersten Quartal 2019.

Schutz vor diesen Bedrohungen

Endpoint-Lösungen von Trend Micro wie Smart Protection Suites und Worry-Free™ Business Security können die Malware und damit zusammenhängende Domänen erkennen und blockieren. Als zusätzliche Verteidigungsschicht kann Trend Micro™ Email Security Spam und andere Email-Angriffe vereiteln. Der von der Lösung gebotene Schutz wird kontinuierlich aktualisiert, um sicherzustellen, dass das System sowohl vor alten als auch neuen Angriffen gefeit ist. Trend Micro™ InterScan™ Messaging Security liefert umfassenden Schutz, der nach innen gerichtete Bedrohungen stoppt und nach außen gehende Daten sichert. Die Lösung blockiert Spam und andere Email-Bedrohungen. Ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz ist darüber hinaus empfehlenswert, um alle Fronten zu schützen und Benutzer am Zugriff auf bösartige Domänen, die Malware liefern könnten, zu hindern.

Zusätzliche Informationen und Hilfsangebote von Trend Micro in der Corona-Krise finden Sie hier.

Untersuchung: Fehlkonfigurationen als größtes Risiko für den sicheren Cloud-Betrieb

Originalbeitrag von Morton Swimmer, Fyodor Yarochkin, Joey Costoya, Roel Reyes, Trend Micro Research

Bis 2021 werden über 75 Prozent der mittleren und großen Unternehmen eine Multi-Cloud- oder Hybrid-IT-Strategie einführen, so die Prognose der Marktforscher von Gartner. Mit zunehmender Verbreitung von Cloud-Plattformen aber sehen sich IT- und DevOps-Teams auch mit zusätzlichen Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Sicherung ihrer Cloud-Instanzen konfrontiert. Es gibt viele Faktoren, die zur Gefährdung von Workloads und Anwendungen führen können, einschließlich von Fehlkonfigurationen, unsachgemäßem Einsatz von Technologie, mangelnder Erfahrung im Betrieb und in der Sicherung von Cloud-Systemen oder auch nur ein bloßes Versehen seitens der Entwickler oder Cloud-Ingenieure. Außerdem sind die Komponenten von Cloud-Systemen auf vielfältige Weise miteinander verbunden, so dass potenzielle Angriffsvektoren schwer nachzuvollziehen sind.

Im Rahmen der Untersuchung „Untangling the Web of Cloud Security Threats“ fand Trend Micro Bedrohungen und Sicherheitslücken in mehreren Schlüsselbereichen des Cloud-Computings. Der Bericht bestätigt erneut, dass Fehlkonfigurationen die Hauptursache für Sicherheitsrisiken in der Cloud sind. So identifiziert die Sicherheitsplattform Trend Micro Cloud One – Conformity durchschnittlich 230 Millionen Fehlkonfigurationen pro Tag. Die Zahl verdeutlicht, wie weit verbreitet dieses Problem ist.

„World-Write“ für Amazon S3 Buckets

Amazon Web Services (AWS) hat sich zu einem der wichtigsten Anbieter für Cloud-Infrastruktur entwickelt. Dabei ist Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) wahrscheinlich das am weitesten verbreitete Produkt.

Die Untersuchung hat ergeben, dass eines der häufigsten Risiken darin besteht, dass Anwender Amazon S3 Buckets mit dem Recht „World-Write“ konfigurieren – ein Fehler, der nicht autorisierten Nutzern Schreibprivilegien für das Bucket zugesteht. Telemetriedaten aus dem Trend MicroTM Smart Protection NetworkTM zeigten auch, dass während des gesamten Jahres 2019 Angriffe auf Websites mit „World-Write“-Rechten für die Buckets erfolgten –einige mit dem Einschleusen bösartigen Codes und Datendiebstahl aus Website-Formularen.

Des Weiteren stießen die Forscher auf als bösartig eingestufte Dateien, die in Amazon S3-Buckets gehostet wurden. Viele von ihnen verwenden das alte Adressierungsschema, dem zufolge der Bucket einen generischen Amazon S3-Hostnamen verwendet, im Gegensatz zum virtuell gehosteten Schema, bei dem der Name des Buckets im Hostnamen enthalten ist. Dies stellt Sicherheitsfilter vor Probleme, denn das Blockieren des Hostnamens einer bösartigen Website mit altem Adressierungsschema führt unweigerlich dazu, dass auch andere nicht bösartige Websites blockiert werden.

Containertechnologie ist ein weiterer sehr erfolgreicher Bereich im Cloud-Computing der letzten Jahre. Software wie Docker, Kubernetes und AWS Lambda haben die Containertechnologie vorangebracht, denn sie bieten leichtgewichtige und effiziente Cloud-Bereitstellungsmöglichkeiten. Doch auch hier kommt es häufig zu Ausfällen oder Fehlern bei der Konfiguration, so dass Systeme der Gefahr von Angriffen ausgesetzt sind, die sich diese Fehlkonfigurationen zunutze machen. Einzelheiten zu den Risiken der jeweiligen Container beschreibt der Originalbeitrag.

Unsachgemäßes Credential-Management

Die Verwendung von Credentials ist einer der wichtigsten Aspekte des Cloud Computing, wenn auch oft vernachlässigt. Da sich ein Cloud-System nicht wie ein Rechenzentrum physisch absichern lässt, ist der Bedarf an starker Credential-Sicherheit noch deutlicher. Eine Herausforderung bei der Sicherung von Credentials besteht darin, dass viele Prozesse auf Daten und andere Ressourcen zugreifen müssen, die eine Authentifizierung erfordern. Dies bedeutet, dass Benutzer sowohl die Daten als auch die Credentials vor unbefugtem Zugriff schützen müssen.

Programmierer machen häufig den Fehler, ihre Zugangsinformationen unbeabsichtigt in öffentlichen Repositories wie GitHub zu publizieren. Vertrauliche Daten wie API-Schlüssel sind manchmal in Codeteilen online zu finden und können dann von einem Angreifer dazu verwendet werden, um das Account, zu dem die Credentials gehören, zu übernehmen. Er kann dann wiederum den kompromittierten Account für eine Reihe bösartiger Zwecke einsetzen, so etwa den Diebstahl von Kundendaten, die er schließlich im Untergrund verkauft.

Ein weiteres Problem ist, dass viele unerfahrene Programmierer oft irreführende Cloud-Tutorials befolgen, die die harte Kodierung von Anmeldedaten im Code selbst propagieren. Dies aber wird zu einem Risiko, sobald der Code in einem Repository veröffentlicht wird, wo er für jedermann zugänglich ist.

Empfehlungen

IT-Mitarbeiter können die Vorteile von Cloud-nativen Tools nutzen, um diese Risiken zu minimieren. Sie sollten sich laut des Berichts aber nicht ausschließlich auf diese Werkzeuge verlassen.

Trend Micro empfiehlt verschiedene Best Practices, um Cloud-Instanzen abzusichern:

  • Umsetzung des „Least-Privilege-Prinzips“: Beschränkung des Zugangs auf diejenigen, die ihn benötigen.
  • Das Modell der geteilten Verantwortung verstehen: Obwohl Cloud-Anbieter über eigene Sicherheitsmaßnahmen verfügen, sind Kunden für die Sicherung ihrer Daten selbst verantwortlich.
  • Prüfen von falsch konfigurierten und ungeschützten Systemen: Tools wie Conformity können schnell und einfach Fehlkonfigurationen in Cloud-Umgebungen erkennen.
  • Integration von Sicherheitsmaßnahmen in die DevOps-Kultur: Das Thema Sicherheit sollte von Anfang an in den DevOps-Prozess integriert werden.

Fazit

Mit zunehmender Verbreitung der Cloud-Services ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich Organisationen umfassend über die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, informiert und angemessen auf die Sicherung ihrer Cloud-Systeme vorbereitet sind. Die Bedrohungen, die Trend Micro im Rahmen dieser Untersuchung analysiert hat, decken nicht alle Risiken in der Cloud ab, aber  einige der wichtigsten. Dies ist besonders wichtig für IT- und Sicherheitspersonal, das sowohl die Struktur der Cloud als auch die zu ihrer Absicherung erforderlichen Strategien verstehen muss.

Untersuchung eines Ransomware-Angriffs mit möglicher Datenexfiltration

Originalartikel von Joelson Soares, Erika Mendoza und Jay Yaneza

Die Managed XDR (MxDR) and Incident Response (IR) Teams von Trend Micro untersuchten kürzlich einen Sicherheitsvorfall bei einem Unternehmen, das Opfer der Nefilim Ransomware geworden war. Die im März dieses Jahres entdeckte Ransomware ist besonders gefährlich, weil die Hintermänner damit drohen, die von dem betroffenen Unternehmen gestohlenen Daten online zu veröffentlichen – eine doppelte Belastung für das Opfer. Denn selbst wenn die Organisation das Lösegeld zahlt und ihre Daten wiederherstellt, haben die Bedrohungsakteure weiterhin Zugang zu den Daten. Diese Masche ist nicht neu, sie wurde auch von anderer Ransomware wie Sodinokibi und DoppelPaymer bereits eingesetzt.

Abfolge des Angriffs

Mithilfe von Trend Micro Deep Discovery Inspector (DDI) konnten Sicherheitsteams die Vorfälle eines Tages Mitte März 2020 nachvollziehen: als erstes gab es den Versuch, eine bösartige Datei (Trojan.Win64.NEFILIM.A) herunterzuladen, die dann für den Download einers RAR-Archivs von einem VPS-gehosteten Server benutzt wird. Ein paar Stunden später erfolgte der Versuch, ein RAR-Archiv mit mehreren Dateien herunterzuladen (technische Einzelheiten im Originalbeitrag).

Trend Micro Deep Security™ (DS) stellte zudem verdächtige Aktivitäten im System fest, wie etwa Beenden von Aktionen oder Remote Code Execution, bis schließlich Nefilim entdeckt wurde.

Auf der Zeitachse lässt sich die Abfolge der Infektion anhand der DDI-Protokolle ablesen – beginnend mit Trojan.Win64.NEFILIM.A, der eine RAR-Datei heruntergeladen hatte, die durch die Verwendung von Batch-Dateien zu einer lateralen Bewegung innerhalb des Systems führte. Der Zielrechner ist in diesem Fall ein Citrix-Server mit Fernzugriff. Es ist unklar, ob der Angreifer Zugriff auf den Server hatte, oder ob der ursprüngliche Downloader durch andere Mittel (d.h. Phishing, Schwachstellen) eingesetzt wurde.

Darüber hinaus legt der Inhalt des RAR-Pakets nahe, dass der Angreifer die Umgebung des Opfers kannte. Interne IP-Adressen, Administrator-Benutzernamen und -Passwörter, Dienste und Prozesse wurden alle in den Batch-Dateien aufgeführt. Darüber hinaus zeigten die Daten des Trend Micro Smart Protection Network (SPN) nur zwei Treffer — einen, der diesem Vorfall entsprach, und einen weiteren in den Vereinigten Staaten –, was darauf hindeutet, dass es sich um einen sehr gezielten Angriff handelte.

Obwohl die erste Beschreibung der Funktionsweise der Nefilim-Ransomware von exponierten Remote Desktop Protocol (RDP)-Ports als Eintrittspunkte ins System ausging, könnten die Bedrohungsakteure in diesem Fall andere Eintrittspunkte benutzt haben, höchstwahrscheinlich irgendeine Form des Fernzugriffs direkt auf die Umgebung.

Kombination von Datendiebstahl und Ransomware

Bei diesem Angriff fällt auf, dass die Hintermänner nicht nur auf Nefilim setzten. Möglicherweise hatten sie die Daten bereits exfiltriert, noch bevor sie einen vollständigen Ransomware-Angriff starteten.

Der Fall zeigt, dass es nicht ausreicht, sich nur auf das Erkennen von Anzeichen eines Angriffs zu konzentrieren, sondern dass es wichtig ist, auch Hinweise auf laterale Bewegungen und Datenexfiltration innerhalb der Umgebung entdecken zu können. Der Eintrittspunkt eines Angriffs liegt möglicherweise nicht dort, wo sich die wichtigen Daten befinden. Daher sind Bedrohungsakteure auch daran interessiert, sich innerhalb der Umgebung bewegen zu können (Host-zu-Host), um in die Teile des Systems zu gelangen, in denen die interessanteren Daten gespeichert sind. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, ungewöhnliche Muster des ausgehenden Datenverkehrs für Hosts (Host-to-external) zu erkennen, da dies eine potenzielle Datenexfiltration darstellt.

Unterstützung durch Sicherheits-Services wie Trend Micro™ Managed XDR

Die von den Angreifern in diesem Fall angewandten Methoden wurden immer wieder beobachtet, selbst bei Bedrohungsakteuren, die andere Ransomware wie RYUK einsetzen.

Heutzutage, wo Home Office an Bedeutung gewinnt, ist eine effiziente Umsetzung der Sicherheitspolitik wichtiger denn je. Während große Organisationen in der Lage sind, Sicherheitsteams aufzubauen, die die Arbeitsumgebung sowohl im Büro als auch zu Hause im Auge behalten können, verfügen kleinere Unternehmen möglicherweise nicht über die dafür erforderlichen Ressourcen.

In solchen Fällen können Sicherheits-Services wie die von Trend Micro™ Managed XDR dazu beitragen, die Sicherheit einer Organisation zu verbessern. Sie bieten Übersichtlichkeit und ein breites Spektrum an fachkundiger Sicherheitsanalyse, die Detection-and-Response-Funktionen über Netzwerke, Endpunkte, E-Mails, Server und Cloud-Workloads hinweg integrieren.

Durch den Einsatz fortschrittlicher Analyse- und KI-Techniken (Künstliche Intelligenz) überwacht das Managed XDR-Team die IT-Infrastruktur der Organisation rund um die Uhr und ermöglicht so die Korrelation und Priorisierung von Warnmeldungen je nach Schweregrad. Organisationen können auf erfahrene Cybersicherheitsexperten zurückgreifen, die fachkundig eine Ursachenanalyse durchführen, um zu verstehen, wie Angriffe initiiert werden, wie weit sich Bedrohungen im Netzwerk ausgebreitet haben und welche Abhilfemaßnahmen ergriffen werden müssen.